Großbritannien: Impfpflicht für Gesundheitspersonal könnte auf Eis gelegt werden

Bild: Canva

Nicht nur in Deutschland mehren sich die Warnungen, dass die Impfpflicht für Gesundheitspersonal das System zum Kollaps bringen wird: Auch in Großbritannien hat man den Widerstand der Menschen gegen den Impfzwang unterschätzt. Die geplante Impfpflicht für NHS-Mitarbeiter könnte nun für sechs Monate auf Eis gelegt werden.

Der National Health Service (NHS) müsste eigentlich schon in zwei Wochen damit beginnen, ungeimpftes Personal zu entlassen: Wer bis zum 3. Februar keine Erstimpfung erhalten hat, kann die Frist für die doppelte Impfung am 1. April wegen der Mindestabstände zwischen den Impfdosen nämlich nicht mehr einhalten. Jedoch: Stolze 80.000 Mitarbeiter haben die Impfung trotz aller Drohungen durch die Politik verweigert. Das entspricht 6% aller NHS-Arbeitskräfte. Diese zu verlieren, kann das englische Gesundheitssystem sich schlicht nicht erlauben.

Sowohl Gesundheitsminister Sajid Javid als auch Premierminister Boris Johnson müssen sich entsprechend aktuell einiges an Kritik gefallen lassen. In London kam es am Samstag zu massiven Protesten von Gesundheitspersonal; viele von ihnen warfen dabei ihre Dienstkleidung symbolisch auf den Trafalgar Square. Das Royal College of Nursing sowie das Royal College of Midwives haben sich bereits an Sajid Javid gewandt und das Festhalten an der Impfpflicht in Anbetracht des schon bestehenden Personalmangels als „Selbst-Sabotage“ bezeichnet. Tory-Abgeordneter Andrew Murrison, seines Zeichens ehemaliger Chirurg bei der Royal Navy, forderte derweil Boris Johnson auf, über das Impfmandat „noch einmal nachzudenken“. Er zitierte „durchgesickerte Ratschläge“ von Beamten an Minister, die warnten, dass die Impfpflicht angesichts dessen, was über Omicron bekannt ist, weder rational noch verhältnismäßig sei.

Wie der Telegraph unter Berufung auf eine Regierungsquelle berichtet, ist es möglich, dass der Impfzwang auf Eis gelegt wird. Es werden Pläne diskutiert, denen zufolge die Impfpflicht um einen Zwang zum Booster-Schuss erweitert werden soll – verbunden jedoch mit einer Fristverlängerung von sechs Monaten. Für viele Kritiker des Impfzwangs legt das die Vermutung nahe, dass die Verordnung am Ende gar nicht in Kraft treten wird. Denn die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme wird schon jetzt auch von Beamten des Gesundheitsministeriums DHSC (Department of Health and Social Care) zunehmend infrage gestellt.

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