Der Traum aller Kollektivisten, von den Kommunisten bis zu den Grünen, ist nicht Chancengleichheit (die gerecht ist), sondern die erzwungene Gleichheit des Ergebnisses. Des Besitzes. Wer gleichen Besitz fordert, müsste konsequenterweise auch gleiche Torverteilung beim Fußball verlangen. Warum darf eine Mannschaft mehr treffen als die andere? Das ist ungerecht! Die Geschichte zeigt: Solche weltfremden Utopien münden stets in Unterdrückung, Hunger und Gewalt. Ein besonders eindrückliches Beispiel liefert das Täuferreich von Münster.
Im Jahr 1534 übernahmen fanatische Wiedertäufer die westfälische Stadt Münster. Sie erklärten sie zum „Neuen Jerusalem“ und führten ein radikales linkes Experiment durch, die vollständige Abschaffung des Privateigentums zugunsten einer Gütergemeinschaft. Dazu noch die Einführung der Polygamie und, nachdem die Gleichheit nie so weit geht, auf Macht zu verzichten, die Errichtung einer theokratischen Diktatur. Das Experiment überdauerte nur gut 16 Monate und endete in Hunger, Terror und Massensterben. Die eisernen Käfige mit den Leichen der Anführer hängen bis heute am Turm der Lambertikirche als Mahnung ans kollektivistische Experiment.
Die treibenden Kräfte waren der niederländische Bäcker Jan Matthys und vor allem der Schneider Jan Bockelson, besser bekannt als Jan van Leiden. Unterstützt von lokalen Figuren wie dem Prediger Bernt Rothmann und dem Tuchhändler Bernt Knipperdolling vertrieben sie alle Andersdenkenden, plünderten die reichen Kirchen und Klöster und erklärten alle Güter zum Gemeineigentum. Wer Eigentum versteckte, riskierte die Todesstrafe. Die Quellen berichten übereinstimmend von der raschen Einführung dieser „community of goods“, die jegliche individuelle Anreize zur Leistung zerstörte.
Der Schulmeister Hermann von Kerssenbrock, Chronist und Augenzeuge der Geschichte, beschreibt in seiner „Historia Anabaptistarum Monasteriensium“ detailliert das Chaos. Er schildert die Gütergemeinschaft, bei der alles konfisziert und zentral verteilt wurde, die Polygamie, oft unter Zwang eingeführt und aus dem Alten Testament gerechtfertigt, sowie den Terror gegen Kritiker. Während die Führungselite um den selbsternannten „Schneiderkönig“ Jan van Leiden in Luxus schwelgte, litten die einfachen Bürger unter Hunger. Kerssenbrock berichtet von einer theokratischen Diktatur, in der Abweichler hingerichtet wurden und die Bevölkerung mit apokalyptischer Propaganda dauerbeschallt wurde.
Heinrich Gresbeck, ein Augenzeuge und Handwerker, der schließlich aus der Stadt floh und sie verriet, bestätigt diese Schilderungen in seinem Bericht. Er beschreibt den internen Terror, willkürliche Hinrichtungen, die Hungersnöte inklusive Vorwürfen von Kannibalismus und die erzwungene Polygamie. Gresbeck beschreibt die allgemeine Verzweiflung. Während Jan van Leiden mit bis zu 16 Frauen residierte und Rothmann vier hatte, hungerten die einfachen Frauen, Kinder und Männer. Die Elite lebte auf Kosten der Gemeinschaft. Die Catholic Encyclopedia von 1910 spricht von „wildesten Orgien“ im „Neuen Jerusalem“, von Kommunismus, Polygamie und Plünderungen.
Gleichheit zerstört Leistung, Freiheit und Wohlstand
Das Täuferreich scheiterte nach kürzester Zeit so absolut katastrophal, weil die erzwungene Gleichheit des Ergebnisses (des Besitzes) die menschliche Natur ignoriert. Ohne Privateigentum fehlten alle Anreize zu eigener Arbeit. Ohne individuelle Verantwortung entstanden Korruption und Nepotismus. Und natürlich scheiterte das Reich an der Falschheit der Herrschenden. Die Führer predigten Gleichheit, lebten aber selbst wie Könige.
Dieses Muster wiederholt sich in der gesamten menschlichen Geschichte. Von den Jakobinern über die Sowjetunion bis zu modernen Experimenten mit „gerechter Umverteilung“. Immer wieder zerstört das linke Streben nach „Gleichheit“ Leistung, Freiheit und Wohlstand. Chancengleichheit (gleiche Regeln für alle) fördert den menschlichen Fortschritt. Ergebnisgleichheit erfordert permanenten Zwang und endet in Tyrannei, Elend und Untergang.
Die Geschichte des Täuferreichs erinnert frappant an heutige Politiker. Es soll umverteilt werden, bis alle gleich sind. Niemand soll mehr etwas besitzen (Klaus Schwab, ich hör’ Dir trapsen). Aber natürlich fliegen die Politiker, die das fordern, mit dem Regierungsjet um die Welt, genießen Limousinenservice und fürstliche Gehälter. Und natürlich geht den selbsternannten Eliten der Erhalt der eigenen Macht wie damals über alles. Dafür gehen sie über Leichen. Die Zwangseinführung der Polygamie findet sich wieder in der heutigen linksgrünen Politik mit ihrer Ablehnung der klassischen Familie und der Förderung woker Perversionen. Gegen alle Gegner der Regierungspolitik wird mit voller Härte des „starken Staates“ (c. Nancy Faeser) vorgegangen. Inzwischen wurde aus Deutschland bekannt, dass es Pläne gab, Gegner der Corona-Politik zwangsweise in die Psychiatrie einzuweisen. Die Dauerbeschallung mit apokalyptischer Propaganda wurde überhaupt eins zu eins übernommen. Wer erinnert sich nicht an das Virus! Den Russen! Ganz zu schweigen vom Dauerbrenner „das Klima“! Wir werden alle verbrennen und sterben!
Ich weiß, das klingt fast schon komisch in seiner Absurdität und offensichtlichen Irrsinnigkeit. Aber leider werden die Resultate dieser Politik nicht lustig sein. So wie das Täuferreich untergegangen ist, wird auch der heutige kollektivistische Wahn in Diktatur, Armut und Untergang enden. Natürlich kann unsere herrschende Klasse die menschliche Natur, die Physik und die Realität im Allgemeinen ignorieren und verleugnen. Aber das Resultat dieser Ignoranz wird nicht mehr ignoriert werden können.
