Systemmedien berichten zwar über Katastrophenfälle, die zum Totalschaden an den jeweiligen Anlagen führen – stellen es aber gerne als seltene Einzelfälle dar. Das entspricht nicht den Tatsachen. Tatsächlich kommt es häufig zu Totalschäden durch Brand oder Bruch bei Windkraftanlagen. Wir haben zehn dieser Vorfälle im bisherigen Jahr 2026 in Deutschland zusammengetragen. Und wie jeder Anwohner weiß: Die Ruinen stehen oft noch Jahre in der Landschaft.
Die Erklärungsversuche der Systemmedien sind teilweise himmelschreiend naiv. Von verklärender Wortwahl wie „Blattverlust“ oder „Rückbau“ bis zu kindischen Fragestellungen „wie konnte das passieren“ ist alles dabei. Zwischen 2002 und 2020 sind weit über 100 solcher Vorfälle recherchierbar – und die „Unfälle“ reißen nicht ab. Würden Atomkraftwerke so unachtsam errichtet – und das noch Jahrzehnte nach den ersten bekannten Vorfällen, wäre Deutschland eine nukleare Wüste. Tatsächlich muss man die von Linken und Grünen gerne bemühte Behauptung der ach so sicheren Windkraft nochmal neu überdenken.
1. Süttorf bei Neetze, Niedersachsen – Brand
Datum: 1. Januar 2026
Ort: Süttorf, Gemeinde Neetze, Landkreis Lüneburg
Das Maschinenhaus einer mehr als 20 Jahre alten Windkraftanlage geriet in etwa 85 bis 100 Metern Höhe in Brand. Brennende Teile stürzten auf einen angrenzenden Acker. Wegen der Höhe konnte die Feuerwehr das Feuer nicht direkt bekämpfen; das Gelände wurde abgesperrt und die Anlage kontrolliert abbrennen gelassen. Nach Angaben der Polizei wurde ein technischer Defekt vermutet.
2. Windpark Bedburg/Garzweiler, Nordrhein-Westfalen – Rotorblatt abgeknickt
Datum: 7. Januar 2026
Ort: Tagebau Garzweiler bei Bedburg, unmittelbar an der A44
An einer noch nicht vom Betreiber übernommenen Nordex-Anlage knickte ein Rotorblatt ab und hing teilweise am Rotor. Da Teile auf die etwa 200 Meter entfernte Autobahn hätten fallen können, wurde die A44 vollständig gesperrt und ein Sicherheitsbereich von rund 400 Metern eingerichtet. Das beschädigte Blatt wurde erst knapp drei Wochen später durch eine Spezialfirma kontrolliert zu Boden gebracht. Hinweise auf Sabotage gab es laut Polizei nicht; die technische Ursache wurde untersucht.
3. Kirrweiler/Homberg, Rheinland-Pfalz – Windrad abgebrannt
Datum: 25. Februar 2026
Ort: zwischen Homberg und Kirrweiler, Landkreis Kusel
Im Maschinenraum einer Windkraftanlage brach am Abend ein Feuer aus. Die Feuerwehr konnte die Gondel wegen der großen Höhe nicht erreichen und ließ die Anlage kontrolliert abbrennen. Die Polizei hielt einen technischen Defekt für eine mögliche Ursache.
Korrektur zur vorherigen Antwort: Der Vorfall ereignete sich nicht in Kollweiler im Landkreis Kaiserslautern, sondern zwischen Kirrweiler und Homberg im Landkreis Kusel. Einzelne Agenturmeldungen enthielten offenbar widersprüchliche Ortsangaben.
4. Bürgerwindpark Berching, Bayern – 15-Tonnen-Rotorblatt abgestürzt
Datum: 18. März 2026
Ort: Berching, Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Ein etwa 60 Meter langes und rund 15 Tonnen schweres Rotorblatt löste sich von einer mehr als 140 Meter hohen Anlage und stürzte auf den Boden. Das Windrad war 2012 errichtet und zuletzt im November 2025 gewartet worden. Eine nahe Straße wurde zeitweise gesperrt. Der Betreiber bezifferte den Schaden auf einen sechsstelligen Betrag; ein Gutachter sollte die Ursache untersuchen.
5. Crostwitz/Siebitz, Sachsen – außer Betrieb befindliches Windrad abgebrannt
Datum: Nacht zum 30. März 2026
Ort: zwischen Crostwitz und Siebitz, Landkreis Bautzen
Bei einer rund 25 Jahre alten, bereits außer Betrieb befindlichen Anlage brach im Bereich von Generator, Getriebe und Bremse ein Feuer aus. Die Flammen griffen auf die Rotorblätter über; Teile stürzten herab. Die Feuerwehr ließ die Anlage wegen der Lebensgefahr kontrolliert abbrennen. Später wurde auch wegen des Verdachts einer möglichen Brandstiftung ermittelt. Eine technische Ursache war deshalb nicht abschließend bestätigt.
6. Biebelried bei Kitzingen, Bayern – Gondelbrand und Rotorblattabsturz
Datum: 23. Mai 2026
Ort: Biebelried, Landkreis Kitzingen, nahe der A7
Der Brand entstand im Bereich der Gondel und Rotornabe in etwa 112 bis 113 Metern Höhe. Die Feuerwehr konnte das Feuer nicht erreichen. Teile der Anlage stürzten herab; gegen 1.30 Uhr fiel ein brennendes Rotorblatt zu Boden. Wegen der Gefahr weiterer Abstürze wurde die Umgebung großräumig abgesperrt, zeitweise war auch die A7 betroffen. Der Schaden wurde in Medienberichten als Millionenschaden bezeichnet.
7. Bönen/Nordbögge an der Grenze zu Hamm, Nordrhein-Westfalen – Vollbrand
Datum: 14. Juni 2026
Ort: Bönen-Nordbögge beziehungsweise Hamm-Pelkum
Der Maschinenkopf der Anlage geriet in etwa 60 bis 95 Metern Höhe in Brand; auch ein rund 45 Meter langes Rotorblatt brannte. Wegen der Nähe zur Bahnstrecke Hamm–Dortmund wurde der Zugverkehr für mehrere Stunden eingestellt. Im Maschinenhaus befanden sich laut Berichten etwa 300 Liter Getriebeöl. Anwohner wurden wegen der Rauchwolke aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Später wurden verstreute Bestandteile und mögliche Bodenbelastungen untersucht. Vor dem Brand soll ein „lautes Quietschen“ wahrgenommen worden sein. Die genaue Ursache war zunächst ungeklärt.
8. Oberwiera, Sachsen – Rückbau nach Getriebe- und Lärmproblemen
Bekanntgabe: 16. Juni 2026
Ort: Oberwiera, Landkreis Zwickau
Eine rund zehn Millionen Euro teure Sechs-Megawatt-Anlage soll bereits etwa zweieinhalb Jahre nach ihrer Inbetriebnahme wieder vollständig abgebaut werden. Grund waren anhaltende Lärmprobleme. Die Anlage konnte nach Berichten nur gedrosselt betrieben werden; selbst ein Austausch des Getriebes im Jahr 2025 habe die Probleme nicht ausreichend behoben. Der Hersteller sollte den Rückbau ab Juli 2026 durchführen. Es handelt sich nicht um eine plötzliche Havarie, wohl aber um einen erheblichen technischen beziehungsweise betrieblichen Mangel.
9. Aalen-Waldhausen (Ostalbkreis, Baden-Württemberg) – Rotorblatt komplett abgestürzt
Datum: 5. Juli 2026
Ort: Aalen-Waldhausen, Ostalbkreis
An einer rund 19 Jahre alten Windkraftanlage löste sich gegen 14 Uhr ein komplettes Rotorblatt und stürzte unmittelbar neben dem Turm zu Boden. Verletzt wurde niemand, weitere Sachschäden entstanden nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Der Betreiber Statkraft sperrte den Windpark sofort ab und schaltete sämtliche sieben Anlagen vorsorglich außer Betrieb. Die Ursache wird gemeinsam mit Behörden und unabhängigen Gutachtern untersucht; Aussagen zu Materialermüdung oder einem technischen Defekt waren zunächst nicht möglich. Die betroffenen Anlagen waren 2006/2007 errichtet worden und sollten im Rahmen eines bereits geplanten Repowerings in den kommenden Jahren ersetzt werden. Vier Anlagen konnten nach einer sicherheitstechnischen Prüfung wenige Tage später wieder in Betrieb genommen werden.
10. Fehmarn (Schleswig-Holstein) – Gondelbrand im Bürgerwindpark
Datum: 2. Februar 2026
Ort: Westermarkelsdorf, Fehmarn (Kreis Ostholstein)
Im Bürgerwindpark auf Fehmarn geriet am Morgen gegen 8 Uhr die Gondel einer Windkraftanlage in rund 99 Metern Höhe in Brand. Das Feuer breitete sich rasch aus und setzte die Gondel vollständig in Flammen. Da die Feuerwehr keine Möglichkeit hatte, den Brand in dieser Höhe zu bekämpfen, ließ sie die Anlage kontrolliert abbrennen. Während des Brandes fielen immer wieder brennende Trümmerteile zu Boden, weshalb der Bereich weiträumig abgesperrt wurde. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Polizei war ein technischer Defekt die wahrscheinliche Brandursache. Der Sachschaden wurde auf rund 500.000 Euro geschätzt. Der Bürgerwindpark besteht aus sieben Windkraftanlagen und ist seit 1999 in Betrieb.






