Fast vier Jahre nach der Corona-Genspritze fanden Forscher bei einem Patienten noch Spike-Protein im Gewebe und Spuren impfstoffbezogener DNA. Eine neue wissenschaftliche Arbeit greift diesen außergewöhnlichen Befund auf und beschäftigt sich erneut mit der Shedding-Frage. Während Kritiker der mRNA-Präparate jahrelang als Schwurbler und Verschwörungstheoretiker abgekanzelt wurden, sind wichtige Fragen zur Verweildauer bestimmter Impfstoffbestandteile weiterhin offen. Wie belastbar waren die Sicherheitsgewissheiten, mit denen Politik und Pharmaindustrie ihre Impfkampagnen rechtfertigten?
Erst die Genspritze, dann die Fragen. Mit Impfpässen, Zugangsbeschränkungen und massivem gesellschaftlichem Druck wurden Millionen Menschen während der Corona-Jahre zur Injektion gedrängt. Die künstliche mRNA werde binnen weniger Tage abgebaut, die Präparate seien sicher und Sorgen vor einem möglichen Shedding seien bloße Verschwörungstheorien. Der Impf-Mainstream verbreitete solche Beschwichtigungen mit Begeisterung, während Kritiker als Schwurbler und Aluhutträger verspottet wurden. Nun sorgt eine neue wissenschaftliche Arbeit für Diskussionsstoff. Denn einige der darin aufgegriffenen Laborbefunde passen schlecht zu den damaligen Vorstellungen über den raschen Abbau sämtlicher Impfstoffbestandteile.
Wie lange bleibt die Impf-mRNA im Körper?
Am 26. Oktober 2026 veröffentlichten John A. Catanzaro, Nicolas Hulscher und Peter A. McCullough auf Zenodo die Übersichtsarbeit „mRNA Vaccine Shedding: Internal Transcriptional Dissemination and Potential Human-to-Human Transfer“. Die drei Wissenschaftler untersuchen darin die Verteilung und mögliche Weitergabe impfstoffbezogener Moleküle. Sie verweisen unter anderem auf Studien, in denen Impfstoff-mRNA noch 28 Tage nach der Injektion im Blutplasma und Spike-Proteinfragmente nach bis zu 187 Tagen gefunden wurden. Die Arbeit ist bislang nicht begutachtet und enthält keine eigenen Übertragungsexperimente. Ihre Autoren führen jedoch eine Reihe von Befunden an, die eine gründlichere Untersuchung der Langzeitverweildauer solcher Moleküle nahelegen.
Die spektakulärsten Zahlen stammen aus einer bereits im Februar 2026 ebenfalls bei Zenodo veröffentlichten Fallstudie mit dem Titel „Persistence of Vaccine mRNA, Plasmid DNA, Spike Protein, and Genomic Dysregulation Over 3.5 Years Post-COVID-19 mRNA Vaccination“, an der unter anderem Hulscher und McCullough beteiligt waren. Untersucht wurde ein 55-jähriger Mann, der drei Pfizer-BioNTech-Injektionen erhalten hatte und anschließend unter zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden litt. Bei ihm meldeten die Forscher nach 1.173 Tagen Spike-Protein im Blutplasma und in extrazellulären Vesikeln, nach 1.284 Tagen Impfstoff-mRNA in solchen Zellbläschen und nach 1.364 Tagen noch Spike-Protein sowie plasmidassoziierte DNA-Sequenzen im Hautgewebe. Fast drei Jahre und neun Monate nach der letzten Spritze! Die Untersuchungen erfolgten mit verschiedenen Nachweisverfahren und unter Beteiligung mehrerer Labore.
Kein Einzelfall
Report24 hatte bereits im Mai 2023 über Laborbefunde berichtet, die der Rechtsanwalt Tobias Ulbrich im Zusammenhang mit mutmaßlichen Impfschäden veröffentlicht hatte. Demnach waren bei einzelnen Betroffenen Impfstoff-mRNA beziehungsweise Spike-Protein noch rund zwei Jahre nach der Injektion nachweisbar. BioNTech hatte damals erklärt, dass die verabreichte mRNA innerhalb weniger Tage abgebaut werde. Auch das Robert Koch-Institut geriet wegen seiner Aussagen zur Verweildauer der Impfstoff-mRNA in die Kritik. Report24 zeigte im Juni 2023, dass die Behörde frühere Formulierungen auf ihren Informationsseiten verändert beziehungsweise gestrichen hatte. Während die Politik ihre Impfkampagnen mit großer Entschlossenheit vorantrieb, wurden solche Fragen zur tatsächlichen Verweildauer der Genpräparate in der öffentlichen Debatte deutlich weniger energisch verfolgt.
Dass Impfstoff-RNA über die Einstichstelle hinausgelangen kann, wurde bereits 2023 in einer im Fachjournal eBioMedicine veröffentlichten Untersuchung nachgewiesen. Wissenschaftler um Nazeeh Hanna fanden bei 13 stillenden Frauen nach zehn von insgesamt 20 Impfereignissen geringe Mengen Impfstoff-mRNA in der Muttermilch, teilweise noch 45 Stunden nach der Injektion. Die RNA befand sich unter anderem in sogenannten extrazellulären Vesikeln, winzigen Zellbläschen, die molekulare Bestandteile transportieren können. Damit war die Ausscheidung von Impfstoff-RNA in eine Körperflüssigkeit belegt.
Hier kommt das Shedding ins Spiel
Gerade diese Zellbläschen spielen auch in der neuen Shedding-Arbeit eine wichtige Rolle. Schließlich kommen extrazelluläre Vesikel nicht nur in der Muttermilch, sondern auch in Speichel, Schweiß und Atemwegssekreten vor. Sie können Moleküle transportieren und unter bestimmten Bedingungen an andere Zellen weitergeben. Catanzaro, Hulscher und McCullough diskutieren deshalb, ob auch Bestandteile der Corona-Genspritzen auf diesem Weg zwischen Menschen übertragen werden könnten. Der entscheidende experimentelle Nachweis fehlt jedoch weiterhin: Weder eine Übertragung biologisch wirksamer Impfstoffbestandteile durch gewöhnlichen Kontakt noch dadurch verursachte Gesundheitsschäden bei Ungeimpften wurden bislang belegt.
Report24 beschäftigte sich mit diesem Thema bereits im Juni 2024, als der Mediziner Dr. Michael Palmer die damaligen Erkenntnisse zum sogenannten Impf-Shedding erläuterte. Er verwies auf einen entscheidenden Punkt: die Dosis. Selbst wenn Bestandteile der Genpräparate ausgeschieden werden, bedeutet das noch keine gefährliche Belastung für andere Menschen. Palmer hielt gesundheitsschädliche Übertragungsmengen bei gewöhnlichem Kontakt für wenig plausibel. Für eine belastbare Bewertung müssten allerdings zunächst die tatsächlich ausgeschiedenen Mengen und deren biologische Aktivität untersucht werden.
Die neue Arbeit liefert keinen Beweis dafür, dass Impflinge ihre ungeimpften Mitmenschen durch alltägliche Kontakte gesundheitlich gefährden. Sie verdeutlicht aber, welche Fragen zur möglichen Verweildauer und Weitergabe impfstoffbezogener Moleküle wissenschaftlich noch überprüft werden müssen. Für den Ausschluss Ungeimpfter, den Druck auf Beschäftigte und die politische Durchsetzung der Corona-Impfkampagnen wurden damals erhebliche Ressourcen mobilisiert. Wie viel vergleichbaren Aufwand haben die Verantwortlichen eigentlich betrieben, um außergewöhnliche Langzeitbefunde unabhängig überprüfen zu lassen?