Berlin droht Sprit-Kollaps: Russland blockiert Öl aus Kasachstan!

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Die anhaltenden Feindseligkeiten gegenüber Russland rächen sich zusehends. Ab dem 1. Mai wird auch kein kasachisches Öl mehr über die russische Druschba-Pipeline nach Deutschland fließen. Das wird vor allem für Berlin und für die neuen Bundesländer für enorme Probleme sorgen.

Ab dem 1. Mai dreht Russland der PCK-Raffinerie in Schwedt (Brandenburg) den Öl-Hahn zu. Bisher floss über die russische Druschba-Pipeline das Ersatz-Öl aus Kasachstan (statt aus Russland) direkt in die deutsche Hauptstadtregion. PCK Schwedt versorgt fast ganz Berlin und Ostdeutschland mit Benzin, Diesel und Kerosin. Doch dies dürfte sich bald schon als schwierig erweisen. Der russische Vizepremier Alexander Nowak verkündete am Mittwoch eiskalt, dass die kasachischen Lieferungen ab Mai auf „andere Routen“ umgeleitet werden. Angeblich aus „technischen Gründen“. Doch dann ließ Nowak die Maske fallen und verhöhnte die deutsche Bundesregierung mit blanker Ironie: „Die Deutschen haben auf russisches Öl verzichtet, also geht es ihnen gut.“

Denn die Bundesregierung hat im Zuge des Ukraine-Krieges 2022 das russische Rosneft-Eigentum an der Raffinerie Schwedt faktisch enteignet (offiziell wurde es unter „Treuhandverwaltung“ gestellt). Dann gab es noch die Energiesanktionen gegen Russland seitens der EU. Um Schwedt am Leben zu halten, bettelte Deutschland um Öl aus Kasachstan. Allein letztes Jahr pumpte Kasachstan mehr als 2,1 Millionen Tonnen Öl (gut 17 Prozent des PCK-Bedarfs) durch die russischen Rohre in die Bundesrepublik. Doch damit ist ab 1. Mai wohl Schluss.

Aus dem Wirtschaftsministerium heißt es lapidar, man werde sich „an jede neue Situation anpassen“. Die Versorgungssicherheit sei angeblich „nicht in Gefahr“. Man wolle das fehlende Öl einfach (teuer) über Schiffe nach Danzig oder Rostock herankarren. Ähnlich also wie die Ersetzung des billigen russischen Pipelinegases durch teure Flüssiggas-Lieferungen. Nur dass dies angesichts des ohnehin schon sehr angespannten Ölmarktes infolge des eskalierenden Iran-Konflikts auch nicht so einfach umzusetzen ist.

Doch die Bundesnetzagentur musste bereits zugeben, dass es sehr wohl zu „regionalen Preiseffekten“ kommen könnte. Gerade die Menschen in Berlin und in den neuen Bundesländern könnten ab Mai nun die Extra-Rechnung dafür bezahlen. Denn die Entscheidung Moskaus ist angesichts der Kooperation Berlins mit Kiew bei der Drohnenproduktion (vor allem mit jenen, die tief nach Russland fliegen und dort wichtige Energieinfrastrukturen angreifen) durchaus nachvollziehbar. Wenn die deutsche Bundesregierung und die Brüsseler Eurokraten glauben, es ginge auch ohne russisches Erdöl (und Erdgas), dann muss es auch ohne die russischen Pipelines gehen.

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