Ärztekammer-Präsident Szekeres fordert Berufsverbot für ungeimpfte Ärzte

Bild: freepik

Der umstrittene Präsident der Österreichischen Ärztekammer möchte ungeimpften Medizinern ihre Eignung für den Arztberuf absprechen: Wer sich dem Impfzwang nicht beugt, der ist ganz offensichtlich zum Abschuss freigegeben. Die Gründe für die Ablehnung der Covid-Impfung spielen für Szekeres dabei keinerlei Rolle.

Eine entsprechende Pressemitteilung der MFG lesen Sie im Folgenden (Hervorhebungen durch Report24):

Existenzvernichtung der Mitglieder als neuer Stil der Ärztekammer?

Wien (OTS) – Ein jetzt geleaktes Dokument macht wohl viele Ärzte fassungslos: Im vergangenen Dezember schrieb ÄK Präsident Szekeres aus eigenem Anlass an BM Mückstein einen Brief, um auch Ärzte zur Impfpflicht zu zwingen. Darin schlägt er in seiner Funktion als Präsident der Ärztekammer vor, dass Ärzte nur noch dann arbeiten dürfen, wenn sie die vorgeschriebenen Impfungen haben. Der Impfnachweis sei der jeweiligen örtlichen Bezirksverwaltungsbehörde vorzulegen. Alle Ärzte ohne vollständige Impfung würden aus der Ärzteliste gestrichen, dh mit Berufsverbot belegt.

Willkürakt?

“Das bedeutet also, dass Ärzte, die nach bestem Wissen und Gewissen handeln, aufgrund eines Willkür-Aktes ihres Präsidenten Berufsverbot erhalten sollen, wenn sie bezüglich der Corona-Impfung eine von der Regierung abweichende Meinung haben”, zeigt sich DDr. Christian Fiala von der MFG-Ärztegruppe fassungslos. “Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung muss in der Freiheit jedes einzelnen Menschen liegen. Insbesondere angesichts der vielen Probleme und teilweise sehr schweren Komplikationen bei der Covid-Impfung haben die KollegInnen gute Gründe, wenn sie sich dagegen entscheiden”.

ÄK verspricht Vorgehen gegen eigene Mitglieder

Der Präsident der Ärztekammer legt ein eigenartiges Verständnis von Standesvertretung an den Tag. Anstatt sich für die Interessen der Ärzte zu engagieren, fällt er diesen in den Rücken und schließt mit dem Gesundheitsminister Vereinbarungen gegen die Ärzte ab.

Und es geht weiter: In einem ebenfalls erst jetzt bekannt gewordenen Schreiben (“Memorandum of Understanding”) sichert Szekeres und sein Vize Johannes Steinhart dem Gesundheitsminister zu: “Die Ärztekammer wird eine Medienkampagne sowie eine Kampagne unter der Ärzteschaft durchführen, um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen. Dazu gehört auch das Ansprechen des Impfthemas bei anderen Arztterminen (zB Gesundheitsvorsorgeuntersuchung) und (die ÄK, Anm.) wird verstärkt gegen Ärzte und Ärztinnen, die Falschinformationen verbreiten, vorgehen”.

Beipackzettel als Falschinformation?

Szekeres interpretiert offenbar schon als “Falschinformation”, wenn Ärzte pflichtgemäß vor Nebenwirkungen laut Beipackzettel warnen. Dazu Fiala: “Das ist im Lichte der sich im Dezember schon abzeichnenden harmlosen Omikron-Variante und der immer größeren Zweifel an der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Covid-Impfung sehr bedenklich. Insbesondere auch, weil Szekeres gerne diese zunehmend autoritären Maßnahmen im Namen der sogenannten Wissenschaft argumentiert. Das ist umso absurder, als vor wenigen Tagen die fragwürdige Qualität von Szekeres´ eigener Dissertation (PhD) bekannt geworden ist”, sagt Fiala. Der MFG wurde die slowakische PhD-Arbeit von Szekeres zugetragen: eine Zusammenheftung von elf Publikationen, die zuvor schon zwischen 1994 und 2002 publiziert wurden. Nur bei vier Arbeiten ist Szekeres überhaupt Erstautor. Vier Arbeiten stammen von seiner Ehefrau (!), es gibt keine selbstständige wissenschaftliche These. (Bzgl. PhD-Arbeit gilt für Szekeres die Unschuldsvermutung).

Um derartige Aktivitäten in Zukunft zu verhindern und der Ärztekammer wieder ihre eigentliche Rolle als Vertretung der Ärzte zu geben, haben sich einige engagierte Ärzte zur Liste MFG zusammengeschlossen und treten bei der ÄK-Wahl an.

Der Brief an Mückstein findet sich hier in abfotografierter Form (Quelle: Telegram-Channel des RPP-Instituts):

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