Interessante Zustände im bunten Bielefeld: Am Hauptbahnhof bot ein Mann zwei winzige Katzenbabys Passanten zum Kauf an: 20 Euro oder zwei Döner wollte er für die Tiere haben. Die Kätzchen befanden sich in einer Plastiktüte zwischen leeren Bierflaschen. In anderen Stadtteilen zeigt der Werteverfall sich derweil drastischer.
Der Vorfall ereignete sich am Freitagnachmittag (30. Oktober) am Bielefelder Hauptbahnhof. Ein 46 Jahre alter Mann, angeblich aus Hamburg, sprach dort mehrere Passanten an und versuchte, ihnen zwei Katzenbabys zu verkaufen. Zwei Döner wollte er für die Tiere haben. Alternativ wäre er mit 20 Euro zufrieden gewesen.
Zeugen wurden auf den ungewöhnlichen Tierhandel aufmerksam und verständigten die Bundespolizei. Die alarmierten Beamten trafen den Mann schließlich im Bahnhofsgebäude an. Bei der Kontrolle entdeckten sie die beiden Katzenbabys in einer Kunststoff-Einkaufstasche, in der sich außerdem mehrere leere Bierflaschen befanden.
Die beiden Tiere waren nach Angaben der Bundespolizei erst etwa sechs Wochen alt. Wie die Kätzchen in den Besitz des 46-Jährigen gelangten und unter welchen Umständen sie zuvor gehalten wurden, ist bislang nicht bekannt. Ebenso wenig ist geklärt, weshalb der Mann die Tiere ausgerechnet an einem Bahnhof gegen Bargeld oder Essen eintauschen wollte.
Happy End für die Katzen
Für die Bundespolizisten stand jedenfalls fest, dass die Katzenbabys nicht bei dem Mann bleiben sollten. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Veterinäramt Bielefeld wurden die beiden Tiere sichergestellt.
Für die kleinen Vierbeiner nahm die Geschichte schließlich eine glückliche Wendung. Einer der eingesetzten Bundespolizisten erklärte sich bereit, die Tiere vorübergehend bei sich aufzunehmen. Der Beamte betreibt privat einen landwirtschaftlichen Betrieb und konnte den beiden Kätzchen damit zunächst eine sichere Unterkunft bieten.
Nach Angaben des WDR sollten die Tiere bis Montag (2. November) bei ihrem Retter bleiben und anschließend dem Veterinäramt übergeben werden, das dann entscheidet, wie es danach mit den beiden Katzenbabys weitergeht. Ob dem 46-Jährigen wegen des Vorfalls tierschutzrechtliche Konsequenzen drohen, wird vom Veterinäramt geprüft.
Kein Happy End für Bielefeld
In anderen Stadtteilen von Bielefeld zeigt sich der allgemeine Werteverfall derweil noch deutlich drastischer. Hier gehören Explosionen und Schüsse bereits zu Alltag und Stadtbild: In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte es eine Explosion in einem Juweliergeschäft im Stadtteil Brackwede gegeben, in der Nacht auf Montag wurden mehrere Schüsse auf einen anderen Juwelierladen in derselben Straße abgegeben.
Eine Serie von Erpressungsversuchen in der Stadt sorgt seit Ende September für Schlagzeilen. Es geht bei derartigen Taten zumeist um „Schutzgeld“. Wer nicht zahlt, dem wird das Geschäft zerschossen. Ende Oktober wurde ein 19-jähriger Deutsch-Syrer bei einem SEK-Zugriff festgenommen und sitzt in U-Haft. Das Vorgehen ist aber bundesweit bekannt und wird als „Gen-Z-Mafia“ bezeichnet. Die Täter sind gemeinhin jung und stammen oft aus türkischen oder anderen migrantischen Bandenstrukturen.
Anders als bei den Katzenbabys ist hier kein Happy End absehbar. Aber immerhin bekennt der Bezirksbürgermeister von Brackwede sich online trotz allem Entsetzen über die Zustände zur „Vielfalt“…