Umvolkung in Berlin: Migrantenanteil bei Schulanfängern bei 54 Prozent!

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Berlins Umvolkung schreitet mit großen Schritten voran. Zwischen 2013 und 2023 stieg der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei den Einschulungsuntersuchungen von 37 auf 54 Prozent. In Berlin-Mitte haben bereits mehr als sieben von zehn Grundschülern eine nichtdeutsche Familiensprache, an bestimmten weiterführenden Schulen sind es sogar vier von fünf. Die jahrzehntelange Zuwanderungspolitik verändert die Hauptstadt grundlegend.

Morgens strömen in Berlin-Mitte und Pankow die Kinder durch die Schultore. Doch wo früher noch mehrheitlich deutsch gesprochen wurde, dominieren immer öfter andere Sprachen aus aller Herren Länder. In Pankow haben 23,8 Prozent der öffentlichen Grundschüler eine nichtdeutsche Herkunftssprache. In Mitte sind es bereits 71,1 Prozent. Mehr als sieben von zehn Kindern wachsen dort in Familien auf, deren überwiegende Sprache nicht Deutsch ist. Eine Entwicklung, die längst schon über einzelne Stadtteile hinausgeht.

Die Entdeutschung Berlins beschleunigt sich

Wie schnell sich die Bevölkerungsstruktur verändert, zeigen die Berliner Einschulungsuntersuchungen. Im Jahr 2013 hatten 37 Prozent der untersuchten Kinder einen Migrationshintergrund. Zehn Jahre später waren es bereits 54 Prozent. Ein Plus von satten 17 Prozentpunkten – oder ein Anstieg von rund 50 Prozent! Die Zahlen stammen aus knapp 36.000 Untersuchungen von Fünf- und Sechsjährigen des Jahres 2023. Der Tagesspiegel veröffentlichte die Auswertung im März 2026.

Die Verschiebungen betreffen auch die Herkunft der Kinder. Waren im Jahr 2005 noch zwölf Prozent der untersuchten Berliner Fünfjährigen türkischer Herkunft, sank ihr Anteil bis 2023 auf 7,6 Prozent. Gleichzeitig verdreifachte sich der Anteil arabischstämmiger Kinder auf gut neun Prozent. Kinder osteuropäischer Herkunft machten 2005 rund acht Prozent aus, zuletzt waren es – vor allem als Resultat der Migrationsbewegungen aus der Ukraine – knapp 20 Prozent. Die Zusammensetzung der Einwandererbevölkerung verändert sich also ebenfalls erheblich.

Mi nix verstehen deutsch

Rund 90 Prozent der untersuchten Kinder mit Migrationshintergrund wurden bereits in Deutschland geboren. Trotzdem wies etwa die Hälfte von ihnen mehrere Sprachdefizite auf. Bei Kindern arabischer Herkunft waren es 71 Prozent, bei Kindern türkischer oder osteuropäischer Herkunft 60 Prozent. Auch die soziale Lage spielt eine erhebliche Rolle. Unter Kindern aus der unteren sozialen Statusgruppe hatten drei von vier entsprechende Schwierigkeiten.

Unter den Kindern ohne Kitabesuch hatten 82 Prozent kombinierte Sprachdefizite, nach mehr als zwei Jahren Kita waren es 27 Prozent. Trotzdem stieg der Anteil der Kinder ohne Kitabesuch zwischen 2013 und 2023 von zwei auf knapp vier Prozent. Die Berliner Politik kennt diese Probleme seit Jahren. Und ausgerechnet die zuständige Gesundheitsverwaltung hat seit 2018 keine regulären Auswertungsberichte mehr veröffentlicht. Statt einer verständlichen Aufarbeitung bekamen Journalisten zuletzt mehr als 140 Excel-Tabellen. Was soll man von einer Verwaltung halten, die solche grundlegenden Erkenntnisse jahrelang nicht ordentlich aufbereitet?

Erschreckende Schulstatistiken

Auch die Schulstatistik für 2025/26 ist mehr als Überdeutlich. Von 179.536 Schülern an öffentlichen Grundschulen haben 84.376 eine nichtdeutsche Herkunftssprache. Das entspricht 47 Prozent. An öffentlichen allgemeinbildenden Schulen insgesamt sind es 43,1 Prozent. Weitere Zahlen liefert die Staatsangehörigkeit: 24 Prozent der Grundschüler besitzen einen ausländischen Pass, über alle öffentlichen allgemeinbildenden Schulen hinweg sind es 22,5 Prozent. Einbürgerungen ändern an der familiären Einwanderungsgeschichte der Betroffenen nichts. Die Staatsangehörigkeit allein bildet den demografischen Wandel nämlich nur teilweise ab.

In Berlin-Mitte erreichen integrierte Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen einen Anteil von 80,5 Prozent Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache. Vier von fünf! In Neukölln beträgt die Quote 69,5 Prozent, an den dortigen Gymnasien sogar 66,3 Prozent. In Spandau haben bereits 60 Prozent der Grundschüler eine nichtdeutsche Familiensprache. Dass sich der Wandel innerhalb der Hauptstadt regional sehr unterschiedlich entwickelt, zeigen die wesentlich niedrigeren Werte in Pankow und Treptow-Köpenick.

Berlin kippt bald

In der Gesamtbevölkerung zeichnet sich dieselbe langfristige Veränderung ab. Ende 2015 hatten 29,9 Prozent der Berliner einen Migrationshintergrund. Mitte 2025 waren es bereits 41,7 Prozent. Der Anteil ausländischer Staatsbürger erhöhte sich im selben Zeitraum von 17,2 auf 24,9 Prozent. Wenn es so weitergeht, ist die Hauptstadt der Deutschen bald schon eine Stadt ohne Deutsche. Zum 30. Juni 2026 erreichte der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund bereits 42,7 Prozent. Im Bezirk Mitte waren es sogar 59,6 Prozent. Einzelne Wohngebiete liegen noch erheblich darüber: In der Heidestraße beträgt die Quote 75,9 Prozent, in der Schwedenstraße 75 Prozent und in der Drontheimer Straße 74 Prozent. Damit haben in diesen Gebieten rund drei Viertel der Einwohner einen Migrationshintergrund.

Alleine diese Entwicklungen während der letzten Jahrzehnte verdeutlicht, dass es nur einen Weg geben kann, um Berlin vor einer kompletten Entdeutschung zu retten: Remigration. Denn die Bundeshauptstadt ist nur eine Stadt von vielen in Deutschland, in denen die ethnischen Mehrheitsverhältnisse in den jüngeren Bevölkerungsgruppen bereits kippen. Man braucht nicht viel Fantasie um zu verstehen, wie sich dies auf die Verhältnisse in wenigen Jahrzehnten auswirken wird.

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