Eine 17-jährige Marokkanerin wird halb bewusstlos und schwer verletzt in einem Migrantenlager in Ceuta gefunden. Sie blutet im Genitalbereich, kann kaum stehen und bricht vor den Augen der Polizisten zusammen. Zweimal müssen die Beamten das Mädchen reanimieren. Der Fall fällt in eine Zeit, in der Ceutas Justiz bereits Dutzende Verfahren wegen sexueller Übergriffe führt – zahlreiche Opfer sind minderjährig.
Die Polizisten der spanischen Unidad de Intervención Policial (UIP) wurden am Samstag gegen Mittag zum Strand El Trampolín gerufen. Minderjährige hatten Medienberichten zufolge Schreie aus einer der provisorischen Behausungen gemeldet. Als die Beamten eintrafen, kam ihnen die 17-Jährige entgegen. Laut Polizeibericht war sie halb bewusstlos, konnte sich kaum auf den Beinen halten und wusste nicht, wo sie sich befand. Sie hatte Schnittverletzungen im Gesicht und an einem Bein und blutete im Genitalbereich. Die Polizei geht zudem davon aus, dass der 17-Jährigen eine betäubende Substanz verabreicht worden sein könnte.
Dann brach das Mädchen zusammen. Ein Polizist begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen und konnte die 17-Jährige zunächst stabilisieren. Kurz darauf verlor sie erneut das Bewusstsein. Rund drei Minuten lang mussten die Beamten ein zweites Mal um ihr Leben kämpfen, bevor sie ins Universitätskrankenhaus von Ceuta gebracht wurde. Die Polizei aktivierte das Protokoll für Opfer sexueller Straftaten.
An African man, commenting on the widespread rapes in Ceuta, Spain: “If parents leave a 15- or 16-year-old girl alone, then rape is normal. The blame lies with the parents.” Dozens of girls have been victimized in Ceuta.
— UinHurricane (@UinHurricane) September 1, 2026
Meanwhile, local residents are taking matters into their… pic.twitter.com/j86OohWiGH
Immer mehr sexuelle Übergriffe
Zunächst nahmen die Beamten zwei Marokkaner im Alter von 42 und 21 Jahren fest. Beide kamen aus jener Behausung, aus der auch die 17-Jährige getreten war. Einen Tag später wurden sie wieder freigelassen. Eine Freundin des Mädchens erklärte vor Gericht, die beiden Männer seien nicht für die Vergewaltigung verantwortlich, und verwies auf einen anderen Mann. Die 17-Jährige selbst erschien nicht zur vorgesehenen gerichtlichen Vernehmung und konnte zunächst nicht aufgefunden werden. Die Ermittlungen laufen den Berichten zufolge weiter. El Trampolín ist seit der Migranteninvasion Ende Juli zu einem riesigen Migrantenlager geworden. Mitte September bezifferte Ceutas Regierungschef Juan Jesús Vivas die Zahl der Migranten allein an diesem Strand auf rund 4.500. Das Lager griff inzwischen auf den benachbarten Strand Benítez über. Dort entstanden aus Holz, Schilf und Karton mehr als hundert weitere Hütten.
Gleichzeitig beschäftigen immer mehr sexuelle Übergriffe die Justiz. Zwischen dem 30. Juli und dem 14. September eröffneten Ceutas Gerichte 37 Verfahren wegen solcher Delikte. Erfasst wurden 39 Opfer – 38 Frauen und ein Mann. 14 der weiblichen Opfer waren minderjährig. Von den 37 erfassten Tatverdächtigen waren 18 zu diesem Zeitpunkt noch nicht identifiziert. 28 Verfahren liefen Mitte September noch, acht waren vorläufig eingestellt worden, eines wurde mit einem älteren Verfahren zusammengelegt. Die Zahlen allein sind bereits drastisch: Fast jede dritte erfasste weibliche Betroffene war minderjährig. Schon Anfang September wurde ein 17-jähriger Migrant festgenommen, dem sexuelle Übergriffe auf drei erst zehn beziehungsweise elf Jahre alte Minderjährige in einem Aufnahmezentrum vorgeworfen werden. Der Jugendliche und die drei Kinder waren laut RTVE Ende Juli nach Ceuta gelangt.
Auch heute, zwei Monate nach der Invasion durch zehntausende illegale Migranten, bleibt die Lage in Ceuta angespannt. Es befinden sich immer noch mehrere tausend dieser Eindringlinge in der spanischen Exklave. Während die sozialistische Führung in Madrid den lokalen Behörden weiterhin die notwendige Unterstützung zur Lösung dieses untragbaren Zustandes versagt, werden immer mehr solcher Übergriffe und Vergewaltigungen bekannt. Wie viele Mädchen und Frauen sich aus Scham nicht trauen, Anzeige zu erstatten, kann man nur schätzen. Doch gerade in moslemischen Gesellschaften werden die Opfer oftmals stigmatisiert, was die Anzeigebereitschaft deutlich reduziert.
