In Deutschland und Österreich leben immer noch hunderttausende Syrer mit einem sogenannten „Schutzstatus“. Angesichts dessen, dass es mittlerweile wieder Linienflüge nach Damaskus und nach Aleppo gibt, wäre es wohl langsam an der Zeit, sich über die Remigration dieser Leute Gedanken zu machen. Zwei Airlines haben diese Routen mittlerweile aufgenommen.
In Deutschland leben derzeit in etwa 930.000 Syrer, wovon mehr als die Hälfte – knapp 545.000 Personen – einen befristeten Aufenthaltstitel besitzen. Auch in Österreich leben weiterhin viele Syrer – fast 105.000 an der Zahl. Bis zu 80.000 von ihnen gelten offiziell als „Schutzberechtigte“. Doch das Syrien von heute ist nicht mehr jenes, aus dem diese Menschen vor mehreren Jahren weggezogen sind. Assad ist weg, der Islamist Al-Schaara (Al-Dscholani) Übergangspräsident, und zumindest was die internationale Anerkennung des ehemaligen al-Kaida-Terrorfürsten und dessen Übergangsregierung betrifft, würde der Rückführung dieser Menschen eigentlich keine Hürde mehr entgegenstehen.
Leav Aviation fliegt am 1. August nonstop von Düsseldorf nach Aleppo, ein weiterer Flug soll am 3. August folgen, teilte die Airline mit. Die Kölner Fluggesellschaft hatte erst wenige Tage zuvor wieder Nonstop-Flüge nach Damaskus aufgenommen. https://t.co/NlRFFNSf3K
— airliners.de (@airliners_de) July 31, 2026
Dazu passt, dass Leav Aviation mittlerweile Nonstop-Flüge von Düsseldorf nach Damaskus und auch Aleppo anbietet. Ja, Sie lesen richtig. Syrien gilt mittlerweile als so sicher, dass man bequem per Linienflug dort hin reisen darf. Beispielsweise um Urlaub zu machen – auch als angeblich verfolgter „Schutzberechtigter“. Ganz ohne Konsequenzen für den eigenen Aufenthaltsstatus.
Die Ankunft der ersten Maschine auf dem syrischen Hauptstadtflughafen wurde sogar mit der Anwesenheit von diplomatischem Personal der deutschen Botschaft in Syrien gefeiert. Wie viele der ankommenden Fluggäste angeblich politisch, religiös oder sonstwie Verfolgten waren, wurde jedoch nicht kolportiert. Doch dieser weitere Schritt der „Normalisierung“ verdeutlicht, dass die Remigrationsbemühungen ganz offensichtlich intensiviert werden können.
The first direct flight operated by LEAV Aviation from #Düsseldorf, #Germany, arrived at Damascus #International Airport, marking a step toward the resumption of regular air connectivity between the two countries.
— Qusay Noor (@QUSAY_NOOR_) July 29, 2026
The aircraft was received by Abdul Hakim Al-Sharif, Director of… pic.twitter.com/qTMMiaYk2Y
Doch Leav Aviation ist nicht die einzige Airline mit entsprechenden Ambitionen. Sundair fliegt seit dem 1. August von Berlin aus nach Damaskus und will ab dem 1. Oktober ebenfalls Aleppo im kurdischen Norden des Landes anfliegen.
The Civil Aviation Authority confirmed the resumption of direct flights with Germany since 2012 – with 3 German cities.
— Qalaat Al Mudiq (@QalaatAlMudiq) July 27, 2026
Sundair will first connect Berlin to #Damascus on 1st August, followed by Aleppo on 1st October.
Another airline, Leav, will operate Dusseldorf–Damascus… https://t.co/rNPFvqEsp1 pic.twitter.com/dYYvB49dOK
Worauf warten die Politiker in Berlin und in Wien eigentlich noch?





