Hunderte wütende Demonstranten haben Stadtteile von Belfast mit Anti-Asyl-Protesten in ein Schlachtfeld verwandelt – es war die Reaktion auf die unfassbare Grausamkeit eines Migranten, der nur wenige Stunden zuvor seinem Opfer auf offener Straße den Kopf abtrennen wollte. Drohen ähnliche Szenen auch in Ländern wie Deutschland?
Von Richard Schmitt
Die Bilder von der unfassbaren Bluttat verbreiteten sich sofort auf den Social-Media-Plattformen: Das Verbrechen ereignete sich am Montagabend gegen 22.30 Uhr auf einer Straße in Nord-Belfast. Zeugen filmten, wie der Angreifer sein etwa 40-jähriges Opfer am Boden fixierte und mit einem Küchenmesser mehrfach auf Kopf, Hals und Rücken einstach. „Er versucht, ihm den Kopf abzuschneiden!“, schrien Passanten. Einige Zeugen der Tat griffen ein: Einer schlug mit einem Holzpaddel (Hurling-Schläger) auf den Täter ein und rettete so dem Schwerverletzten das Leben. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen an Augen, Gesicht und Rücken und wird aktuell im Krankenhaus behandelt. Sein Zustand gilt als ernst.
Der Migrant aus dem Sudan wurde noch am Tatort festgenommen und am Dienstagabend wegen versuchten Mordes, Besitz einer Stichwaffe und Bedrohung angeklagt. Er soll heute, Mittwoch, vor dem Magistrates’ Court in Belfast erscheinen. Der Mann hatte 2023 über Dublin Asyl in Großbritannien beantragt und im September desselben Jahres eine fünfjährige Aufenthaltserlaubnis erhalten. Er soll bisher nicht durch Straftaten aufgefallen sein.
Die erschütternden Bilder vom Migranten, der mit einem Messer bewaffnet auf seinem Opfer saß und auf dieses einstach, sorgten dann für nächtliche Ausschreitungen: Maskierte Männer zogen durch östliche und nördliche Stadtteile, traten Türen von Häusern ein, errichteten Kontrollposten und suchten gezielt nach Zuwanderern. Mindestens drei Häuser und ein Supermarkt wurden in Brand gesetzt, mehrere Fahrzeuge und ein Bus brannten lichterloh. Einige Demonstranten waren mit Baseballschlägern bewaffnet; in sozialen Netzwerken tauchten Bilder von Männern mit Schusswaffen auf.
Die nordirische First Minister Michelle O’Neill (Sinn Féin) verurteilte die Gewalt scharf: „Gruppen maskierter Männer, die Familien aus ihren Häusern vertreiben, indem sie diese anzünden, sind nichts anderes als widerliche Feigheit.“ Sie sprach von „purem Rowdytum“ und rief zur Ruhe auf. Auch John Finucane von Sinn Féin betonte, wie sehr er den Messerangriff verabscheue, verurteilte aber zugleich die anschließenden Ausschreitungen als „beschämend“. Premierminister Keir Starmer nannte den Angriff „sickening“ und forderte ein hartes Vorgehen gegen jede Form von Gewalt.
Drohen ähnliche Szenen in Deutschland und anderen europäischen Ländern?
In Deutschland fragt man sich derweil, ob derartige Szenen als Folge jahrelangen politischen Versagens auch im eigenen Land möglich sind. „[S]owas geschieht in Städten, wenn Bürger nicht mehr daran glauben, dass der Staat sie vor gewalttätigen Auswirkungen der Migration schützen kann, will und wird“, kommentierte etwa die Autorin Birgit Kelle. Es seien „Ausschreitungen mit Ansage“, die ihrer Ansicht nach auch in Deutschland und jedem europäischen Land drohen, „wenn die Politik versagt und lieber ihr Volk als Rechts beschimpft anstatt ihren Job zu machen“.
Belfast: Brennende Häuser und Autos, Jagd auf Menschen anderer Herkunft: sowas geschieht in Städten, wenn Bürger nicht mehr daran glauben, dass der Staat sie vor gewalttätigen Auswirkungen der Migration schützen kann, will und wird.
— Birgit Kelle (@Birgit_Kelle) June 10, 2026
Das sind Ausschreitungen mit Ansage und sie… https://t.co/MxH6EYXweK
Zara Riffler vom Portal Nius kam zu ähnlichen Schlussfolgerungen: „In #Belfast kann man gerade den eingetretenen #Kipppunkt beobachten, der verursacht ist durch eine katastrophale ideologische Migrationspolitik. Die Menschen schlagen brutal zurück, zünden Asylheime an, sie glauben auch nicht mehr an die Polizei, die auf der Seite der Politik bekanntlich steht. Das ist der Kipppunkt wo die Menschen denken, nur noch mit Gewalt können sie ihr Land und Kinder verteidigen. Dieser Kipppunkt ist politisch hausgemacht. Er war immer vorhersehbar. Es war völlig klar, dass die Antwort eine Art Bürgerkrieg sein wird.“
In #Belfast kann man gerade den eingetretenen #Kipppunkt beobachten, der verursacht ist durch eine katastrophale ideologische Migrationspolitik. Die Menschen schlagen brutal zurück, zünden Asylheime an, sie glauben auch nicht mehr an die Polizei, die auf der Seite der Politik… pic.twitter.com/aJfiKsiTj0
— Zara Riffler (@ZaraRiffler) June 9, 2026
