Während CO2 in der öffentlichen Debatte häufig als zentrales Problem für das Klima gilt, zeigen Satellitenbeobachtungen und andere detaillierte Analysen ein anderes Bild. Die Vegetation auf der Erde nimmt zu, vor allem durch höhere atmosphärische CO2-Konzentrationen. Gleichzeitig zeigen die Auswertungen realer Temperaturdaten, dass CO2 die Erwärmung des Planeten nicht antreibt.
Seit den 1980er Jahren hat sich die Sahara um etwa acht Prozent verkleinert. Satellitendaten belegen eine weitreichende Begrünung, die sich über weite Teile der Erde erstreckt. Rund die Hälfte der bewachsenen Landflächen ist deutlich grüner geworden, eine Fläche, die etwas mehr als zweimal so groß ist wie die Vereinigten Staaten. Der dominante Treiber ist der Anstieg des atmosphärischen CO2. Höhere Konzentrationen ermöglichen Pflanzen eine effizientere Fotosynthese. Sie verlieren weniger Wasser durch ihre Spaltöffnungen, tolerieren Trockenheit und Hitze besser und wachsen insgesamt kräftiger. Der Effekt zeigt sich besonders deutlich an Wüstenrändern, im Sahel, im Nahen Osten, im australischen Binnenland und am südlichen Sahara-Rand.
Eine 2016 in „Nature Climate Change“ veröffentlichte Studie mit Beteiligung von NASA-Forschern wertete Satellitendaten über 35 Jahre aus. Zwischen einem Viertel und der Hälfte der bewachsenen Regionen der Erde wiesen signifikante Zunahmen der Blattfläche auf. Die CO2-Düngung erklärte etwa 70 Prozent dieses Effekts. Weitere Analysen bestätigen, dass der Anstieg des Spurengases die globale Photosynthese seit 1982 um rund zwölf Prozent gesteigert hat, mit spürbaren Auswirkungen auf die globale Biomasse und potenzielle landwirtschaftliche Erträge.
Der CO2-Effekt wirkt am stärksten dort, wo Wasser knapp ist. In trockenen Randzonen profitieren Ökosysteme und lokale Landwirtschaft von der verbesserten Wassereffizienz der Pflanzen. CO2 erweist sich hier wieder als unverzichtbarer Baustein pflanzlichen Lebens, dem Fundament der gesamten Nahrungskette. Darum wird in Gewächshäusern CO2 gezielt zugeführt, um die Ernten zu steigern. Die globale Begrünung folgt demselben Prinzip, nur im großen Maßstab.
Doch zum CO2 gibt es noch mehr zu sagen. Es ist nicht verantwortlich für die Temperatur auf dem Planeten. Eine auf realen Beobachtungen basierende Analyse von Ole Humlum aus dem Jahr 2025/2026 unterstreicht diese Einschätzung. In „The State of the Climate 2025“ stellt der Autor klar, dass CO2 zwar für Pflanzen und Tiere essenziell ist, jedoch für das Verständnis von Meteorologie und Klima keine besondere Bedeutung hat. Die zeitliche Abfolge von Temperaturänderungen zeigt: Die Erwärmung setzt zuerst an der Ozeanoberfläche ein. Erst mit Verzögerung folgen die Atmosphäre, das Land und schließlich die tieferen Ozeanschichten. Dieses Muster passt nicht zu einem Szenario, in dem atmosphärisches CO2 die Temperatur treibt. In diesem Fall müsste die Temperatur zuerst in der oberen Troposphäre ansteigen und sich dann abwärts ausbreiten. Stattdessen steuern die Ozeanoberflächentemperaturen – beeinflusst von Sonne und Wolkenbedeckung – die atmosphärischen Bedingungen. Der CO2-Effekt ist den anderen Faktoren völlig untergeordnet.
Humlums Auswertung globaler und arktischer Daten zeigt keine Anzeichen einer herannahenden Klimakrise. Die Temperaturen lagen 2025 sogar leicht unter dem Durchschnitt der vorangegangenen zehn Jahre. Die Trends bei Meereis, küstennahen Meeresspiegeln oder Niederschlägen bewegen sich innerhalb bekannter natürlicher Schwankungen. Rechenmodelle und Prognosen, die starke, CO2-getriebene Veränderungen vorhersagen, weichen hingegen spürbar von den echten Messungen ab. Die politische Führung der EU bezeichnet in Verkennung oder Verweigerung der Wirklichkeit CO2 pauschal als „Verschmutzung“ und „Klimakiller“. Europa soll deindustrialisiert werden, um kein CO2 mehr auszustoßen. Was erstens angesichts der physikalischen Realitäten unmöglich und zweitens sinnlos ist. Weil CO2 kein Schadstoff ist. Und der Rest des Planeten bei der Deindustrialisierung sowieso nicht mitmacht. Europa entleibt sich selbst für einen linksgrünen Wahnwitz.
Aber natürlich darf nicht vergessen werden, dass im Namen des Klimas Steuern eingehoben und umverteilt werden. Dass im Namen des Klimas in alle Lebensbereiche eingegriffen wird. Macht und Geld haben unsere selbsternannten Eliten immer schon magisch angezogen.
