Wer dachte, nach Covid-19 und den Affenpocken bräuchte das mediale Angst-Orchester eine Pause, hat die Rechnung ohne die Klima-Sekte gemacht. Die neueste steile These der selbsternannten „Experten“: Der Klimawandel macht das Hantavirus zur neuen globalen Bedrohung. Wie immer zerfällt das Narrativ bei bloßer Betrachtung der Fakten zu Staub – von eisigen Küsten Südamerikas über Europa bis ins sonnige Australien.
Es ist das übliche Spiel: Man nehme ein tragisches Ereignis, verrühre es mit apokalyptischen Wetter-Warnungen und serviere das Ganze als ultimativen Beweis für die menschengemachte Erderwärmung. Das US‑Klimaportal Grist schlägt nämlich in diese Kerbe. Aufhänger ist das Polar-Expeditionsschiff MV Hondius (es ist kein klassisches Kreuzfahrtsschiff, wie gerne behauptet wird), das im April 147 Passagiere in die entlegensten Winkel der Antarktis bringen sollte. Die Reise wurde durch einen Hantavirus-Ausbruch überschattet, der drei Menschenleben forderte.
Die Erklärung der Klimafanatiker (auch bei der ARD – übrigens bereits im Jahr 2009!) lautet: Der Klimawandel verändere Niederschlag und Vegetation, was zu mehr Nagetieren und damit zur Ausbreitung des Virus führe. Dürren würden Ratten in die Städte treiben, gefolgt von Regenfällen, die für ein Überangebot an Futter sorgen. Das klingt in der Theorie dramatisch, hat aber mit der Realität wenig zu tun.
Eine Pandemie durch Hantavirus wird es nicht geben. Dafür reicht die Übertragbarkeit nicht aus. Trotzdem müssen wir vorbereitet bleiben auf weit gefährlichere Erreger. Der systematische Abbau der Natur und der Klimawandel werden das Risiko stark erhöhen https://t.co/UdTzvgtNo2
— Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) May 10, 2026
Die Beobachtungsfahrt begann im argentinischen Ushuaia. Wer auf einer Weltkarte nachsieht, stellt fest, dass Ushuaia quasi am (kalten) Ende der Welt liegt. Das Klima dort ist vergleichbar mit dem von Prince Rupert im rauen, kühlen British Columbia. Ausgerechnet an einem der kältesten bewohnten Orte der Erde bricht ein Virus aus, und die Mainstream-Medien kommen mit der Klimaerwärmung daher.
Noch peinlicher für die Alarmisten wird es, wenn wir uns Australien ansehen. Der australische Kontinent ist auf dem Papier der absolute Albtraum für Klimawandel-Propheten. Dort gibt es regelmäßig katastrophale Dürren, gefolgt von historischen Überschwemmungen. Mehr noch wird Australien fast schon zyklisch von biblischen Mäuse- und Rattenplagen heimgesucht. Wenn die Thesen der Klima-Paniker stimmen würden, müssten die Australier längst vom Hantavirus dezimiert worden sein. Die Realität sieht laut der australischen Wissenschaftsbehörde CSIRO völlig anders aus: Australien ist der einzige bewohnte Kontinent der Erde, auf dem noch nie ein bestätigter Hantavirus-Fall beim Menschen verzeichnet wurde. Null. Nada. Obwohl Antikörper bei australischen Nagetieren nachgewiesen wurden – das Virus ist also da -, bricht die Krankheit einfach nicht aus.
Woran dies liegen mag, liegt fast schon auf der Hand: Viele Viren sind extrem hitzeempfindlich. Vielleicht liegt es daran, dass das warme, harsche Klima Australiens das Virus abtötet, bevor es überhaupt eine Chance hat, auf den Menschen überzuspringen und dort wüten zu können. Auch tropischen Ländern wie den Philippinen oder Indonesien gibt es nur sehr selten solche Virenausbrüche. Das würde bedeuten: Mehr Wärme verhindert das Virus, anstatt es zu fördern. Immerhin liegen die Hotspots der Hantavirus-Ausbrüche vorwiegend in Ländern mit eher gemäßigten bis kühleren Klimata.
Die Anden-Variante des Hantavirus ist spezifisch für diesen Ausbruch. Sie ist NICHT über die Luft übertragbar. Sie benötigt Feuchtigkeit zum Überleben und stirbt an der Luft und im Sonnenlicht ab. Eine weitere Verschwörung der Globalisten, um an der Macht zu bleiben. Bitte be… pic.twitter.com/M15iLSe20A
— Ella Bauer (@ellamaus15) May 8, 2026
Auch vor Europa macht diese absurde Klima-Krankheits-Korrelation keinen Halt. In Deutschland, Österreich und Skandinavien gibt es immer wieder Hantavirus-Wellen (häufig durch das Puumala-Virus, übertragen durch die Rötelmaus). Doch das liegt nicht an „milden Wintern durch den Klimawandel“. Hantavirus-Ausbrüche in Europa korrelieren seit Jahrhunderten massiv mit sogenannten Buchenmastjahren – also Jahren, in denen Buchen und Eichen besonders viele Früchte tragen. Das ist ein völlig natürlicher, biologischer Zyklus der Wälder. Mehr Futter gleich mehr Rötelmäuse, gleich mehr Ansteckungsgefahr bei Wald- und Forstarbeiten.
Schlussendlich zeigt es sich wieder einmal, dass das Thema deutlich komplexer ist, als es die sich im Klimawahn befindlichen Medien machen. Jene Medien also, die gerne behaupten, „Populisten“ würde komplexe Themen simplifizieren, haben kein Problem damit, selbst das „der Klimawandel ist schuld“-Mantra runterzubeten, ohne sich die Fakten und Tatsachen genauer anzusehen.
