Hammer-Umfrage: AfD in NRW zweitstärkste Kraft – SPD ruft Krisensitzungen ein

Symbolbild: KI / R24

Panik bei der SPD: Nachdem eine FORSA-Umfrage einen blauen Stimmungswechsel im einstigen roten Stammland NRW demonstrierte, hat man mehrere Krisensitzungen einberufen. Während die AfD als neue Arbeiterpartei sich in der Wählerzustimmung stark steigern konnte, dümpelt die Transferleistungspartei SPD nur noch auf dem vierten Platz herum.

In einem Jahr – am 25. April 2027 – wird in Nordrhein-Westfalen gewählt. Eine aktuelle FORSA-Umfrage zeigt, wie die Stimmung aktuell im Land ist: Demnach könnte sich die CDU zwar noch mit 32 Prozent als stärkste Partei behaupten, doch im Vergleich zur Landtagswahl 2022 büßte sie 3,7 Prozentpunkte ein.

Klarer Sieger im Vergleich zu 2022 ist dafür die AfD: Mit 20 Prozent wäre sie aktuell die zweistärkste Kraft – mit einem Plus von 14,6 Prozent. Damit hätte sie ihr altes Ergebnis vervierfacht. Die Bürger wählen somit auch im bereicherten NRW klar konservativ.

Die Grünen können sich ihre Stammwählerschaft weitgehend erhalten; sie verloren nur 1,2 Prozent und wären mit 17 Prozent die drittstärkste Kraft. Die absolute Katastrophe erlebt dafür die SPD, die bei vorgezogenen Wahlen 12,7 Prozentpunkte im Vergleich zur Landtagswahl 2022 verlieren und nur mehr bei 14 Prozent landen würde. Nanu? Die Roten konnten NRW einst viele Jahre mit absoluter Mehrheit regieren. Was ist davon übrig? Kommt der Wandel von der Arbeiterpartei zur Arbeitslosenpartei bei der Wählerschaft etwa schlecht an?

Die Linke gewann in der Umfrage 3,9 Prozentpunkte hinzu und schaffte 6 Prozent; die FDP wäre mit 3 Prozent halbiert und dafür nicht mehr im Landtag vertreten.

Federn gelassen bei der Zufriedenheit der Befragten hat auch die aktuelle Koalition aus CDU und Grünen: Mit 51 Prozent sind nun seit mehr als zwei Jahren erstmals wieder mehr Menschen unzufrieden mit der Landesregierung als zufrieden (42 Prozent).

Krisensitzungen bei der SPD

Das miese Ergebnis bei diesem „NRW-Check“ sandte Schockwellen durch die SPD-Parteizentrale. Präsidium und Vorstand wollen sich am heutigen Donnerstag und am Sonntag zu Krisensitzungen treffen, wie aus einer internen Mail von Generalsekretär Frederick Cordes hervorgeht.

Der designierte SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott gibt der Bundes-SPD die Schuld für schlechte Umfragewerte. In NRW habe man „nach enttäuschenden Kommunalwahlen“ eine Kurskorrektur vollzogen „und sechs Punkte für 2026 beschlossen, um NRW gerechter zu machen“, sagte Ott in einem Interview. So eine Korrektur brauche es auch im Bund.

Jedoch: Was die SPD „gerecht“ nennt – etwa, dass die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung die Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger übernehmen müssen, während Beamte, Politiker und andere Privatversicherte fein raus sind und SPD-Finanzminister Klingbeil seinen Haushalt schonen kann – stellt für die Bevölkerung gemeinhin himmelschreiende Ungerechtigkeiten dar. Ob man unter diesen Voraussetzungen dieses Wort noch in den Mund nehmen sollte, ist also fraglich.

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