Den Behörden ist es offensichtlich völlig egal, dass Pestizide für Gensaaten in den Lebensmitteln verbleiben und sogar über die Plazenta an das ungeborene Leben im Mutterleib weitergegeben werden können. Bekannt ist das seit nunmehr 15 Jahren – und nichts hat sich getan.
Es ist der absolute Albtraum für jede werdende Mutter: Man glaubt, sich gesund zu ernähren, doch in Wahrheit pumpt man industrielles Insektengift direkt in den Körper seines ungeborenen Kindes. Eine brisante Studie aus Kanada hat genau das bereits vor Jahren bewiesen. Doch anstatt sofort Alarm zu schlagen und unsere Kinder zu schützen, passierte das Unfassbare: Die Ergebnisse wurden systematisch unter den Teppich gekehrt. Die Gesundheit der Bürger ist offenbar völlig egal, wenn es um die Milliarden-Profite der globalen Agrar-Lobby geht.
Forscher des Universitätsklinikums Sherbrooke in Montréal (Kanada) veröffentlichten bereits im Jahr 2011 eine Studie mit dem Titel “Maternal and fetal exposure to pesticides associated with genetically modified foods in Eastern Townships of Québec, Canada” im Fachmagazin Reproductive Toxicology. Was sie herausfanden, hätte die weltweite Debatte über gentechnisch veränderte Lebensmittel (Gen-Food) für immer verändern müssen. Es hätte ein politisches Erdbeben auslösen müssen.
Denn bei 93 Prozent der untersuchten schwangeren Frauen wurde Cry1Ab im Blut nachgewiesen – das ist das Insektengift, das von genmanipuliertem Mais produziert wird. Noch viel schlimmer: Bei 80 Prozent der ungeborenen Babys wurde dieses Gift direkt im Nabelschnurblut gefunden! Das ist genau das Gift (Bt-Toxin), von dem uns die Biotech-Konzerne und willfährige Politiker jahrelang hoch und heilig versprochen haben, es würde unseren Verdauungstrakt niemals überstehen. Doch das stimmt nicht. Es gelangte aus der Nahrung direkt in die Blutbahn und durchbrach sogar die Plazenta – den heiligsten Schutzschild, den die Natur für das ungeborene Leben vorgesehen hat.
Was ist dieses “Bt” überhaupt? Ursprünglich ein harmloses Bodenbakterium (Bacillus thuringiensis), das Bio-Bauern früher auf Blätter sprühten, weil es im Sonnenlicht schnell zerfällt. Doch in den 90er Jahren spielten die Agrar-Riesen Gott: Sie bauten das Bakterium direkt in die DNA von Pflanzen ein. Das Ergebnis sind regelrechte Frankenstein-Pflanzen. Der Mais produziert das Bakteriengift nun selbst – in jeder einzelnen Zelle, im Korn, in den Wurzeln. Die Pflanze ist eine wandelnde Pestizid-Fabrik. Und dieses Gift, das eigentlich in Säugetieren nicht überleben soll, zirkuliert nun im Blut der ungeborenen Kinder.
Was taten die Regierungen? Was taten die Gesundheitsbehörden? Nichts, gar nichts. Es gab keine einzige Folgestudie, um herauszufinden, was dieses Gift mit der neurologischen Entwicklung unserer Kinder macht. Keine Langzeitbeobachtung. Nichts. Die Behörden in den USA und Kanada wischten die Studie einfach beiseite. Die Konzentrationen seien “zu gering”, hieß es lapidar. Aber darum geht es nicht! Dieses Gift hat im Blut eines Babys absolut nichts zu suchen.
Warum uns das heute mehr denn je alarmieren muss? Über 90 Prozent des in Nordamerika angebauten Maises sind mittlerweile genmanipuliert. Und wo landet dieser Mais? In Maissirup und Speiseöl, in verarbeiteten Snacks und sogar in Babynahrung. Dann noch im Tierfutter – und damit über Umwege in tierischen Nahrungsmitteln. Und auch wenn der Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Europa weitestgehend nicht erlaubt ist, werden solche Produkte importiert.
Hier geht es nicht nur um einen genmanipulierten Mais. Es geht um das systematische Wegschauen der Politik, wenn Profit auf Gesundheit trifft. Da stellt sich die Frage, warum der erste dokumentierte Transfer eines genmanipulierten Insektengifts in menschliches Fötus-Blut nie wieder untersucht wurde.
