Experten schlagen Alarm: Droht uns jetzt der 200-Dollar-Ölpreisschock?

(C) Report24/KI

Vor einem Monat hätte man jeden Analysten, der Ölpreise von 200 Dollar pro Fass vorhersagt, noch unter Gelächter aus dem Studio geworfen. Heute vergeht den Experten das Lachen. Grund ist ein massiver Zusammenbruch der Ölversorgung im Nahen Osten. Es droht ein Horror-Szenario für Autofahrer, Verbraucher und unsere ohnehin angeschlagene Wirtschaft!

Im Februar flossen laut Reuters noch über 25 Millionen Fass (Barrel) Öl und Treibstoff täglich aus dem Nahen Osten in die Welt. Mitte März gab es einen drastischen Absturz auf gerade einmal 9,7 Millionen Fass! Andere Datenanalysten (Vortexa) zeichnen ein noch düstereres Bild und sehen den Export auf mickrige 7,5 Millionen Fass pro Tag eingebrochen. Fast zwei Drittel des Nahost-Öls sind einfach weg!

Doch es kommt noch schlimmer: Die Öl-Giganten am Persischen Golf drehen den Hahn direkt an der Quelle zu. Weil die Lagerkapazitäten erschöpft sind und Tanker mittlerweile als schwimmende Notlager missbraucht werden, wird die Produktion massiv gedrosselt. Und wer glaubt, man könne diese gigantischen Anlagen einfach per Knopfdruck wieder anstellen, irrt gewaltig. Die Ölfördermaschinerie braucht ihre Zeit, um wieder anzulaufen.

Demnach gibt es mittlerweile eine Lücke von über 7 Millionen Barrel pro Tag, die auf dem Weltmarkt fehlen. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt die blockierte Produktion sogar auf unfassbare 10 Millionen Fass täglich. Von dem noch vor kurzem prognostizierten „Überangebot“ ist absolut nichts mehr übrig. Ein Fünftel des üblichen weltweiten Ölangebots ist derzeit faktisch nicht mehr existent.

Wenn das physische Öl knapp wird, explodieren jedoch auch die Preise. Top-Experten nehmen mittlerweile kein Blatt mehr vor den Mund. Greg Newman, Chef der Onyx Capital Group, warnt eindringlich: “Wir sind ohnehin schon im 150-Dollar-Bereich, aber 200 Dollar sind absolut nicht lächerlich.” Wir erlebten derzeit jeden Tag eine neue Krise, die einem totalen Versorgungsausfall gleichkomme. Chris Watling von Longview Economics setzt noch einen drauf: “Es würde mich nicht wundern, wenn Öl auf 200 oder sogar 250 Dollar steigt. Bei Knappheit gehen Rohstoffpreise durch die Decke.”

Die Lage ist derart ernst, dass die US-Regierung in ihrer Verzweiflung sogar sanktioniertes russisches Öl vorübergehend wieder auf den Markt lässt, um das klaffende Loch zwischen Angebot und Nachfrage irgendwie zu stopfen. Fast 200 Millionen Fass Russen-Öl schwimmen derzeit auf den Weltmeeren – doch das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Panik greift weltweit um sich: China hat bereits ein Exportverbot für Treibstoffe verhängt und drosselt seine Raffinerien, obwohl das Land die größten Ölreserven der Welt bunkert. Jeder rettet sich selbst.

Wenn man bedenkt, dass der Ölpreis vor rund drei Monaten noch bei in etwa 60 Dollar je Barrel lag, wird die Dramatik der Lage deutlich. Momentan liegen wir bei etwa dem doppelten Preis, bald schon könnte dieser auf das Drei- oder gar Vierfache ansteigen. Verliert der Euro gegenüber dem Dollar an Boden, wird der Preisschock in Europa noch drastischer ausfallen. Spritpreise von über drei Euro sind dann möglich.

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