Ausgerechnet Merkel! EU erfindet eigenen Orden – und belohnt die Kanzlerin der Krisen

Symbolbild (C) Report24/KI

Die EU-Blase in Brüssel und Straßburg hat einen neuen Weg gefunden, sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Die Europäische Union verleiht ab sofort einen eigenen “Verdienstorden”. Und wer bekommt ihn als Erste? Ausgerechnet die Frau, die Europa mit ihrer Politik der offenen Grenzen in die tiefste Krise gestürzt hat: Ex-Kanzlerin Angela Merkel. Und auch der ukrainische Präsident Selenskyj wird für angebliche Verdienste um Europa geehrt.

Die EU hat erstmals einen eigenen zivilen Verdienstorden geschaffen. Gewürdigt werden sollen damit offiziell Persönlichkeiten, die sich um die “europäische Integration” und “grundlegende Werte” wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verdient gemacht haben. Verkündet wurde das Ganze am Dienstag von EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola in Straßburg. Die Botschaft ist unmissverständlich: Das Establishment feiert das Establishment.

Ganz oben auf der Liste der höchsten Ordensstufe – den sogenannten “verdienstvollen Mitgliedern” (so die offizielle, fast schon majestätische Anrede) – prangt der Name Angela Merkel. Die Kanzlerin, die mit ihrem Alleingang in der Migrationskrise 2015 den Kontinent spaltete, den Brexit befeuerte und mit ihrer verfehlten Energiepolitik Deutschland in den wirtschaftlichen Abgrund trieb, wird nun von der EU für den “Aufbau Europas” dekoriert.

Neben Merkel sonnen sich auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der ehemalige polnische Präsident Lech Wałęsa im Glanz der neuen EU-Auszeichnung. Parlamentspräsidentin Metsola schwadronierte in einer Pressemitteilung von Menschen, die “Gräben überbrückt” und “Barrieren überwunden” hätten. Dass Merkel in Europa eher neue Gräben aufgerissen und neue Barrieren (“Merkel-Poller”) aufgezogen hat – in Brüssel stört das offenbar niemanden.

Die Liste der weiteren Preisträger liest sich wie das “Who is Who” der globalistischen Polit- und Promi-Elite. Zu den “ehrenhaften Mitgliedern” zählen unter anderem Ex-EZB-Chef Jean-Claude Trichet (der Architekt der Nullzinspolitik, die europäische Sparer massiv enteignete), der frühere österreichische Kanzler Wolfgang Schüssel, diverse Ex-Präsidenten aus Litauen, Finnland und Portugal sowie der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Damit es nicht ganz so trocken politisch wirkt, holt man sich noch ein bisschen Glamour aus Kultur und Sport dazu: Auch U2-Sänger und Dauer-Aktivist Bono, Basketball-Star Giannis Antetokounmpo und der Promi-Koch José Andrés bekommen das neue EU-Bändchen. Man bleibt eben gern unter sich.

Beschlossen wurde dieses neue Instrument der politischen Selbstbeweihräucherung vom Präsidium des EU-Parlaments-– passend zum 75. Jahrestag der Schuman-Erklärung. Künftig sollen jedes Jahr bis zu 20 Personen in diesen exklusiven Club aufgenommen werden. Wer die Kandidaten vorschlagen darf? Natürlich die Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen der EU-Institutionen selbst. Ein geschlossener Kreislauf der gegenseitigen Belobigung.

Immerhin: Ein Preisgeld aus Steuerzahler-Millionen gibt es für die Auszeichnung nicht. Die Geehrten erhalten bei der feierlichen Verleihung im Mai in Straßburg lediglich eine Anstecknadel, ein Ordensband und eine von Metsola unterzeichnete Urkunde.

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