Zum Wiehern: SPÖ-Bürgermeister schickt Trachten-Pferde zum Psychiater

Symbolbild Report24 KI

Kurz vor dem bekannten Villacher Kirchtag sorgt ein ungewöhnlicher Punkt im neuen Sicherheitskonzept für Kopfschütteln: Die SPÖ-Stadtregierung verlangt ein psychologisches Gutachten für die zwölf Pferde, die am großen Trachtenumzug teilnehmen. Die Kosten von 9.000 Euro soll die Stadt als Veranstalter tragen.

Haflinger und Noriker auf der Psychiater-Couch: Im neu überarbeiteten Sicherheitskonzept des Wiener Sicherheitsexperten Herbert Wagner findet sich erstmals die Vorgabe für tierpsychologische Gutachten, die bestätigen sollen, dass die Pferde beim Villacher Kirtag keine Gefahr für Teilnehmer oder Zuschauer darstellen. Wagner, der bereits für Großevents wie den Song Contest oder das Donauinselfest Konzepte entwickelt hat, begründet die Maßnahme mit einer umfassenden Risikoanalyse, und neben Fahrzeugverboten, einer verstärkten Videoüberwachung und einem Crowd-Management soll auch der geistige Zustand der Vierbeiner überprüft werden.

Zu testen, ob die Kärntner Noriker oder Haflinger jetzt an Paranoia, Schizophrenie oder an anderen diversen Psychosen leiden, das sorgt beim Kärntner Landes-Pferdezuchtverband für Empörung: „Die Diskussion‚ Pferde zum Psychiater‘ schlägt wohl jedem Fass den Boden aus“, sagen Obmann Marjan Cik und Geschäftsführerin Stefanie Wuzella in einer Stellungnahme, aus der nun die Tageszeitung Heute zitiert. Die Pferde hätten den traditionellen Umzug in den vergangenen 70 Jahren mustergültig begleitet – und das ganz ohne psychologische Gutachten.

„Solche Regelungen sind Spiegelbilder jener Verantwortlichen, die mit aller Gewalt ehrliche und gelebte Tradition mittels Verbürokratisierung und Verordnungswahn vernichten wollen“, kritisieren Cik und Wuzella. Der Verband wehre sich vehement gegen zusätzliche Auflagen und Scheindiskussionen mit selbst ernannten Pferdeexperten.

Kritik: „Das passiert, wenn woke Sozis regieren.“

Auch FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer bezeichnet die Debatte als „Sinnbild für linke Fehlentwicklungen in der Kommunalpolitik. Das kommt eben dabei heraus, wenn woke Sozis eine Stadt regieren. Anstatt sich um die echten Sorgen der Bürger zu kümmern, will man unsere Noriker und Haflinger jetzt offenbar auf die Couch zum Pferde-Psychiater schicken.“

Für den FPÖ-Politiker handle es sich bei den Auflagen nicht um Tierschutz, sondern „um eine bewusste Schikane unserer Traditionsvereine und die schrittweise Vernichtung unseres heimischen Brauchtums durch eine völlig entgleiste linke Verbotspolitik“. Er fordert: „Dieser linke Verbotswahn muss sofort gestoppt werden. Unsere Pferde gehören zum Kirchtagsumzug und zwar ohne psychologisches Profiling.“

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