Warnung aus Westdeutschem Tumorzentrum: Seit Impfbeginn vermehrt seltene Blutkrankheit

Bild: freepik / Alones

Im zeitlichen Kontext zur Covid-Impfung – insbesondere mit dem BioNTech / Pfizer-Vakzin – kam es in Deutschland offenbar zu vermehrten Rezidiven einer aplastischen Anämie: Einer seltenen Erkrankung, bei der es infolge einer Knochenmarksinsuffizienz zur Blutarmut kommt. Mediziner der Hämatologie-Klinik des Westdeutschen Tumorzentrums Essen haben eine Warnung veröffentlicht.

In zeitlichem Zusammenhang mit Schutzimpfungen gegen SARS CoV-2 ist es in Deutschland bei einigen Patientinnen mit aplastischer Anämie (AA) zu Rezidiven gekommen.
Wir weisen auf diesen Verdacht hin und bitten alle Kolleginnen, ähnliche Verdachtsfälle unverzüglich zu melden.

So ist es auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) zu lesen. Verlinkt wird dabei auf eine Informationsblatt vom 27. September.

Bei aplastischer Anämie handelt es sich um eine Gruppe von seltenen Erkrankungen, die zu einer Abnahme der blutbildenden Stammzellen im Knochenmark führen. Die Folge ist eine Blutarmut mit einer Verringerung der Anzahl aller Zellen im Blut. Therapiert wird die aplastische Anämie durch immunsuppressive Medikation und Blut- und Stammzelltransplantationen.

Seit Beginn der Impfkampagne Anfang 2021 zeigte sich in der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation des Westdeutschen Tumorzentrums Essen eine Häufung von Rezidiven (einem Wiederaufflammen der Krankheit) oder Verschlimmerungen des Krankheitsbildes bei bestehender aplastischer Anämie: Im Schreiben wird von drei Patienten mit Rezidiven im engen zeitlichen Kontext der Pfizer-Impfung und drei weiteren AA-Patienten mit plötzlicher Verschlechterung in Form von anhaltendem Abfall der Thrombozytenwerte nach der Impfung berichtet. Weiterhin erhielten bereits zwei frisch geimpfte Patienten die Erstdiagnose einer aplastischen Anämie. Bei erworbener (sprich: nicht angeborener) aplastischer Anämie handelt es sich meist um eine Autoimmunerkrankung.

In der Information heißt es:

Bisher tauchen Aplastische Anämien und AA-Rezidive nicht in den Registern für Nebenwirkungen nach einer SARS-CoV-2-Schutzimpfung auf. Die oben beschriebenen Rezidive sind sehr ernst zu nehmen. Gleichzeitig ist im Einzelfall der Verzicht auf die Schutzimpfung gegenüber dem erhöhten Risiko der AA-Patient*innen für schwere Verläufe von COVID-19 abzuwägen.

Es wird um die Meldung ähnlicher Beobachtungen zu Nebenwirkungen nach der Covid-Impfung gebeten.

Tatsächlich sind aktuell weder die Langzeiteffekte der Covid-Impfungen absehbar, noch wurde etwa das Pfizer-Vakzin an immunsupprimierten Patienten wie jenen, die wegen einer aplastischen Anämie behandelt werden, getestet. Es bleibt abzuwarten, ob noch weitere Fälle wie die im Westdeutschen Tumorzentrum Essen beobachteten publik werden – und ob der Zusammenhang mit der Impfung daraufhin untersucht werden wird.

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