US-Militär erhält Sonderbüro zur Erforschung von Alien-Raumschiffen

Bild: Report24.news (künstlerische Darstellung)

Die unbekannten und unidentifizierten Flugobjekte der Gegenwart heißen in US-Militärsprache nicht mehr “UFOs” sondern AA – für All-Domain Anomaly. Im US Kongress wird von “nicht menschengemachten Phänomenen” gesprochen, deren Entwicklung “explosiv” zunehmen würde. Es handle sich um Fluggeräte, die mit nicht erklärbarer Geschwindigkeit vom Wasser in die Luft und in den Weltraum gelangen können.

Das US-Verteidigungsministerium hat im Juli 2022 das All-Domain Anomaly Resolution Office, abgekürzt AARO, (Büro zur Aufklärung von Anomalien in allen Gebieten) bekanntgegeben.

Leitung an erfahrenen Geheimdienst-Wissenschaftler übertragen

Die Leitung des Büros wurde an Dr. Sean M. Kirkpatrick übertragen, der zuletzt als Chefwissenschaftler im Missile and Space Intelligence Center der Defense Intelligence Agency (CIA-DIA) arbeitete. Es handelt sich bei Kirkpatrick also um einen außerordentlichen erfahrenen Akademiker (Doktor der Physik) aus dem Geheimdienstbereich. Er wurde mehrfach mit wissenschaftlichen und geheimdienstlichen Preisen ausgezeichnet (National Intelligence Exceptional Achievement Medal, four National Intelligence Collaboration medallions, the NRO Innovation and Achievement Award, the Cleary Award for Scientific Excellence, und der DIA Director’s Award for Excellence).

Dr. Sean M. Kirkpatrick

Die Aufgabe der AARO besteht darin, die Bemühungen im gesamten Verteidigungsministerium und mit anderen US-Bundesministerien und -behörden zu synchronisieren, um Objekte von Interesse in, auf oder in der Nähe von militärischen Einrichtungen, Operationsgebieten, Übungsgebieten, des Luftraums für “spezielle Anwendungsgebiete” und anderer Interessengebiete zu erkennen, zu identifizieren und zuzuordnen und, soweit erforderlich, um alle damit verbundenen Bedrohungen für die Betriebssicherheit und die nationale Sicherheit zu mindern. Dazu gehören anomale, nicht identifizierte Weltraum-, Luft-, Unterwasser- und transmediale Objekte.

Originaltext AARO, übersetzt

Wenn ein Objekt beispielsweise durch die Atmosphäre in einen anderen Bereich wie den Weltraum oder das Wasser fliegen kann, wird es als „transmedium“ bezeichnet.

Aufgabengebiete des AARO

Der AARO-Exekutivrat (AAROEXEC) unter der Leitung des Unterstaatssekretärs für Geheimdienste und Sicherheit (USD(I&S)) Ronald Moultrie wird die AARO entlang dieser primären Aufgabengebiete beaufsichtigen und anleiten:

    1. Überwachung, Erfassung und Berichterstattung
    2. Systemfähigkeiten und -design
    3. Geheimdienstoperationen und -analyse
    4. Abmilderung und Bezwingung
    5. Governance
    6. Wissenschaft und Technologie

Im Budgetnachtrag zur Finanzierung der Einrichtung ist mit großer Deutlichkeit von “nicht menschengemachten Phänomenen” die Rede. Der US-Geheimdienstausschuss dürfte der Ansicht sein, dass einige der beobachteten Fluggeräte nicht menschlichen Ursprungs wären.

Außerirdischer Ursprung oder Experimente einer Supermacht?

Es gibt keinen der Öffentlichkeit bekannten Beweis dafür, dass die zu beobachtenden Fluggeräte außerirdischen Ursprungs sind. Sehr wohl aber gibt es Beweise für ihre Existenz, die in den letzten Jahren mehrfach dem US-Kongress auch in Form von Videos vorgelegt wurden. Zum Thema Außerirdische und UFOs äußerten sich auch die ehemaligen US-Präsidenten Obama und Trump. Donald Trump beauftragte das Pentagon mit einem detaillierten UFO-Bericht. Dieser warf insgesamt mehr Fragen auf, als er Antworten liefern konnte. Die Existenz von unbekannten Fluggeräten wurde bestätigt, die Existenz von Außerirdischen, welche diese bedienen, allerdings nicht. Denkbar wäre auch, dass es sich um Geheimprojekte anderer Supermächte wie beispielsweise der Russen oder Chinesen handelt.

Kein Zweifel an physischer Existenz der UFOs

Der Bericht des US Office of the Director of National Intelligence (ODNI) aus dem Jahr 2021 kam zu dem Schluss, dass „die meisten der gemeldeten UAP [nicht identifizierte Luftphänomene] wahrscheinlich physisch reale Objekte darstellen, da ein Großteil der UAP über mehrere Sensoren registriert wurde, einschließlich Radar, Infrarot, elektrooptische, Waffensuchsysteme und visuelle Beobachtung“. Die Untersuchung umfasste 144 Berichte aus Regierungsquellen: 80 betrafen „Beobachtung mit mehreren Sensoren“ und viele der Ereignisse „unterbrachen vorgeplante Schulungen oder andere militärische Aktivitäten“.

Auch historisches Material wird neu gesichtet

Fest steht, dass es sich nicht um einen Aprilscherz handelt. Die USA hat einige der klügsten und erfahrensten Köpfe des Landes darauf angesetzt, das Rätsel der “UFOs” bzw. “AAs” zu lösen. Bei der Entdeckung und Erforschung der Phänomene will man auch auf maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz setzen. Damit soll vor allem eine Vorsortierung erreicht werden, damit sich die Spezialisten nicht mit bereits bekannten Ereignissen aufhalten bzw. damit rasch und effizient natürliche Ursachen wie Wetterballons, Flugzeuge oder auch Vögel aussortiert werden können.

Geheimdienst sieht keine Anhaltspunkte für irdischen Ursprung

Ein Vorschlag besteht darin, solche fortschrittlichen Algorithmen zu verwenden, um historische Daten zu durchsuchen, die von Radargeräten erfasst und gespeichert wurden“, stellte der ODNI-Bericht 2021 fest (Office of the Director of National Intelligence). Aktuell würden “derzeit Daten fehlen, die darauf hindeuten, dass UAP Teil eines ausländischen Programms sind oder auf einen großen technologischen Fortschritt durch einen potenziellen Gegner hinweisen”. Andererseits ist das Interesse der unbekannten Objekte an US-Militäreinrichtungen evident, denn in deren Nähe erfolgen zahlreiche Sichtungen.

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