Eine aktuelle Studie von deutschen und österreichischen Forschern weist auf eine neue potenzielle Ursache für Schlaganfälle bei Babys hin: Behandelt wird in der jüngst im New England Journal of Medicine publizierten Arbeit der Fall eines Babys, das kurz nach der Geburt eine Hirnvenenthrombose erlitt. Im Blut des kleinen Mädchens wurden spezielle Antikörper nachgewiesen, die auf eine Vakzin-induzierte immunthrombotische Thrombozytopenie hinweisen – eine Nebenwirkung der Covid-Impfung. Die geimpfte Mutter hat diese offenbar über die Plazenta auf ihr Kind übertragen.
Die Studie “Maternal Anti-PF4 Antibodies as Cause of Neonatal Stroke” behandelt die Übertragung von bestimmten Antikörpern durch die Plazenta als mögliche Ursache für Thrombosen und Schlaganfälle bei Neugeborenen. Sie beruht auf dem Fall eines Babys, das kurz nach seiner Geburt im Sommer 2024 mehrere Schlaganfälle infolge von Thrombosen erlitt.
Die Ärzte am Uniklinikum Salzburg gaben zur Klärung der Ursache ein erweitertes Thrombophilie-Screening in Auftrag, das, so die Mediziner, einen “etwas komischen Befund” erbrachte: Es wurden Antikörper nachgewiesen, die auf eine Vakzin-induzierte immunthrombotische Thrombozytopenie (VITT) oder alternativ auf eine Heparin-induzierte Thrombozytopenie (Typ II) hinweisen. Das Neugeborene war weder geimpft noch mit Heparin behandelt worden – sehr wohl aber seine Mutter. Diese war gegen Covid-19 geimpft und hatte wegen einer vorangegangenen Thrombose das Anti-Gerinnungsmittel Heparin erhalten.
Die Mutter dürfte die sogenannten Anti-PF4-Antikörper über die Plazenta auf ihr Kind übertragen haben. Dieser Mechanismus ist normalerweise wünschenswert (Stichwort: Nestschutz), doch diese speziellen Antikörper führen zur Aktivierung der Blutplättchen (Thrombozyten), die daraufhin verklumpen und die Blutgefäße verstopfen. Die Folge sind Thrombosen und, wenn die Gefäße im Gehirn betroffen sind, Schlaganfälle, wie es bei dem kleinen Mädchen offensichtlich geschehen ist. Das Neugeborene überlebte glücklicherweise und soll inzwischen (ebenso wie seine Mutter) wohlauf sein.
Das VITT (auch Thrombozytopenie-Syndrom genannt) war als Ursache der schwerwiegenden und oft tödlichen Thrombosen nach der Covid-Impfung, speziell den Vektor-Impfungen von AstraZeneca und Johnson & Johnson, identifiziert worden. Diese hatte kurz nach Beginn der Impfkampagnen rasch für Negativschlagzeilen gesorgt.
Die zugezogenen Forscher der Greifswalder Transfusionsmedizin sehen die Impfung hier freilich nicht als Verursacher an: Neben Komplikationen durch die Vakzine und Heparin-Behandlungen könnten auch überstandene Infektionen oder bestimmte Vorerkrankungen bei der Entstehung der Anti-PF4-Antikörper eine Rolle spielen, so heißt es. Gegenüber dem Magazin “Multipolar” betont man, dass man in diesem Fall die Impfkomplikation als Ursache für “extrem unwahrscheinlich” hält.
Das ändert allerdings nichts an der Erkenntnis, dass auch durch die Übertragung von Antikörpern die Impfung von Schwangeren ein Risiko für das ungeborene Leben darstellt. Zu den Thrombosen und Schlaganfällen im Zuge dieses Syndroms kann es vor, während oder nach der Geburt kommen. Angesichts der mangelhaften Wirkung der Corona-Impfung und der Tatsache, dass Frauen im gebärfähigen Alter durch Covid-19 nicht ernstzunehmend gefährdet sind, stellt die Corona-Impfung von Schwangeren ein unnötiges russisches Roulette dar.