Ausgerechnet Lauterbach stellt nun plötzlich fest: „Diskriminierung ist grundsätzlich falsch“

Collage. Hintergrund Männer mit Flaggen: freepik. Ritter-Basis via freepik / master1305. Lauterbach By © Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77925071

„Diskriminierung ist grundsätzlich falsch“: Das schreibt ausgerechnet Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf Twitter. Wer nun – nach zwei Jahren Impfterror, Hetze und Ausgrenzung – Einsicht oder gar eine Entschuldigung erwartet, irrt jedoch: Lauterbach geht es rein um die sogenannte Diskriminierung homosexueller Blutspender. Zahlreiche Twitter-User geigen Deutschlands führendem Spalter nun die Meinung.

Die Diskrimierung von Männern, die Sex mit Männern haben, muss auch bei der Blutspende endlich aufhören. Wir haben viel zu wenige Blutspender, Blut ist knapp und rettet Leben. Diskrimierung ist grundsätzlich falsch.

Karl Lauterbach

So lautete Lauterbachs Tweet vom 10. Januar. Der aufmerksame Leser stellt fest: Lauterbach ist das Thema Diskriminierung so wichtig, dass er das Wort gleich zweimal falsch buchstabiert hat. Hintergrund seiner Äußerungen sind die Einschränkungen für Homosexuelle bei der Blutspende: Nach der aktuell gültigen Richtlinie der Bundesärztekammer dürfen diese nur dann Blut spenden, wenn sie in den vergangenen vier Monaten keinen Geschlechtsverkehr mit „einem neuen oder mehr als einem Sexualpartner“ hatten. Damit soll das Risiko, dass der Spender das HI-Virus überträgt, reduziert werden.

Was Lauterbach als böswillige Diskriminierung abtut, lässt sich anhand von Zahlen des RKI durchaus nachvollziehen: So lebten in Deutschland Ende 2018 rund 87.900 Menschen mit einer HIV-Infektion, davon 80 Prozent Männer. Zum Übertragungsweg berichtete das RKI seinerzeit im Epidemiologischen Bulletin:

Von der geschätzten Gesamtzahl der HIV-Neuinfektionen 2018 sind etwa 1.600 (66,7%) Männer, die Sex mit Männern haben (MSM). Etwa 330 Frauen (13,8%) und 200 Männer (8,3%) haben sich auf heterosexuellem Weg in Deutschland infiziert (Hetero insgesamt – 22,1%). Darüber hinaus haben sich etwa 310 (12,9%) Menschen beim Gebrauch intravenöser Drogen infiziert (IVD).

Es geht bei derartigen Vorgaben also nicht um die Diskriminierung einer sexuellen Orientierung, sondern um den Schutz der Empfänger der Blutspenden. Pikant: Gerade Lauterbach war sich in der Vergangenheit nicht zu schade, speziell homosexuelle Männer zur Affenpocken-Impfung zu drängen, da die Erkrankung sich in dieser Gruppe vornehmlich verbreitete. Wie lebt es sich wohl mit so viel Doppelmoral?

„Von mir bekommt ihr nichts“: Spaltung zeigt Wirkung

Das Hauptproblem, das Lauterbach zu seiner heuchlerischen Verurteilung jedweder Diskriminierung bewog, dürfte der Mangel an willigen Blutspendern sein. Wer die Kommentare zu seinem Tweet sichtet, erkennt dabei vor allem eines: Lauterbach selbst hat daran eine erhebliche Mitschuld. Denn mit seiner stetigen Spaltung der Bevölkerung und seiner bösartigen Hetze gegen Ungeimpfte – man erinnere sich nur daran, wie er der Arbeit von ungeimpften Pflegekräften jeden Wert absprach – hat er der sogenannten Solidargemeinschaft massiven Schaden zugefügt.

Mehrere User kommentierten, dass diese Gesellschaft von ihnen nun überhaupt nichts mehr bekommen werde: Kein Blut, keine Organspende, nichts. Und das, obwohl man vorher Spender gewesen sei. Gleichermaßen zeigt sich eine massive Ablehnung gegenüber Spenden von Impflingen: Deren Blut wird vermehrt als unrein wahrgenommen. Bei vielen impfkritischen Menschen ist die Sorge groß, dass man als Empfänger anschließend selbst an Gerinnungsproblemen und anderen typischen Komplikationen der experimentellen Impfung leiden könnte. Erforscht wurde dies bis dato nicht.

Der umstrittene Minister ist für seine mangelnde Twitter-Kompetenz hinlänglich bekannt, dürfte seinen stetigen Fehlleistungen mit diesem Tweet aber die Krone aufgesetzt haben. Rechtsanwältin Beate Bahner brachte es auf den Punkt: „Ihre Heuchelei kotzt mich an.“ Dieser Aussage schlossen sich bereits Hunderte User an.

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