Reichlich entsetzt zeigen User in den sozialen Netzen sich angesichts der jüngsten Propaganda-Show auf Gebührenzahlerkosten: Mit „Die 100“ brachte die ARD eine „Spielshow“ an den Start, die offenbar allein dazu diente, die Menschen von einer Wahl der gefürchteten AfD abzuhalten. Inzwischen wurde – man fühlt sich an Lauterbachs missglückte „84 Schauspieler“-Impfwerbung erinnert – der wohl wichtigste Teilnehmer der Sendung als „Komparse“ und „Kleindarsteller“ entlarvt, der bereits in einem ARD-Tatort mitspielen durfte.
Für Systemlinge muss es herzergreifend gewesen sein: In der Polit-Spielshow „Die 100“ konnten viele Teilnehmer vor laufender Kamera durch die scheinbar höchst stichhaltigen Argumente der ARD davon überzeugt werden, dass die AfD sehr wohl ein Problem für Deutschland und die Demokratie wäre. Ein Mann stach besonders heraus: Stand er zu Beginn der Show noch bei der Wertung -3 („Die AfD ist kein Problem“), wechselte er im Laufe der Sendung auf +3 und gab sich geläutert: „Die AfD ist ein Wolf im Schafspelz. Man weiß nicht, was sie vorhat.“ Die Sendung habe ihn auf „andere Gedanken“ gebracht.
Das wirkte für Zuschauer der fragwürdigen Sendung, die nicht einmal vorm Nachbeten widerlegter Correctiv-Behauptungen zurückschreckte, gestellt – und war es womöglich auch. Der fragliche „Bürokaufmann“, wie er in der Sendung vorgestellt wurde, ist nämlich Schauspieler.
Ein ganz normaler Bürger, der ehrlich zum Nachdenken angeregt wurde? Warum verschwieg man dann seinen Beruf? Der Mann könnte ebenso „authentisch“ sein wie zufällig vorbeikommende Passanten in Straßenbefragungen des ÖRR, die sich später als Grünen-, SPD- oder Linken-Politiker herausstellen.
Muss man bei der ARD auf Schauspieler zurückgreifen, die die Bekehrten mimen? Normalbürger lassen sich schwerer überzeugen. Spricht das für die Altparteien, in deren Dienste die ÖRR arbeiten? Man dürfte sich hier erneut ins eigene Knie geschossen haben. Die AfD wird’s freuen …
Nachtrag 20.9.: Es sei darauf hingewiesen, dass der Sender die Vorwürfe einer Inszenierung zurückweist. Auch der Schauspieler selbst gibt an, es habe kein Skript gegeben. Später wurde publik, dass drei weitere Schauspieler sowie mehrere Politiker an der Sendung mitwirkten. Die Debatte über die Auswahl der Teilnehmer dauert an.