Philippinen führen wohl als erstes Land Impfzwang ein

Bild: By KING RODRIGUEZ/ PRESIDENTIAL PHOTO - Presidential Communications Operations Office, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=100992667

Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat der Philippinische Präsident Rodrigo Duterte angekündigt, Impfverweigerer inhaftieren zu lassen. Die Drohung ist ernst zu nehmen, denn Duterte lässt in seinem Land ungeachtet internationaler Kritik seit Jahren Drogendealer erschießen. Bisher war eine Impfpflicht verneint worden. Laut derselben Quelle hätten sich erst 2,1 Millionen Menschen der 110 Millionen Einwohner vollständig impfen lassen.

Laut “Our World in Data” wären auf den Philippinen erst 8,41 Millionen Impfdosen verimpft worden. Damit hat die Bevölkerung klar gezeigt, was sie vom weltweiten Impfwahn hält. Ironie der Geschichte – während Duterte seit Jahren einen blutigen Krieg gegen Drogendealer führt und Tausende ohne Gerichtsverfahren erschießen ließ, dürfte er mit der Aktion selbst zum größten Drogendealer des Landes werden. Die Droge: die Covid-19 Impfung.

Hat Duterte Todesangst vor dem Virus?

Hinter seiner Motivation ist möglicherweise auch persönliche panische Angst zu verorten. Wie man am Titelbild sieht, tritt Duterte öffentlich mit mindestens einer Maske und gleich zwei Schutzbrillen auf. Während eine solche Ausstattung bei gefährlichen Viren Sinn ergibt, erscheint sie gegenüber Covid-19 mit einer weltweiten Todesrate von 0,15% (Stanford-Studie) reichlich übertrieben. Das “Face-Shield” hatte er als verpflichtend einführen lassen. Wer auf den Philippinen am Verkauf hunderter Millionen Faceshields verdient, wird sich im Laufe der Jahre sicherlich noch herausstellen.

Zwischen Panik und Wahrheit

Laut Reuters hätte Duterte in einer Fernsehansprache Impfverweigerern mit der Inhaftierung gedroht: “Suchen Sie es sich aus, entweder Impfung oder ich lasse Sie festnehmen”. Dabei schürt Reuters die Panik: Auf den Philippinen wären 23.000 Todesfälle registriert worden. Die Wahrheit ist, dass es sich bei 110 Millionen Einwohner um verschwindend geringe Zahlen handelt – und wenn auf den Philippinen dieselben Zahlentricks zur Anwendung kamen wie überall auf der Welt, gab es so gut wie keine Todesfälle, die ausschließlich auf das Virus zurückzuführen sind.

Ist es klug, sich gegen 100 Millionen Menschen zu stellen?

Dutertes Ansage erscheint riskant – falls er sich damit wirklich gegen über 100 Millionen Impfverweigerer stellt, dürfte er ein schnelles Pferd brauchen. Der Autokrat steht in seinem Land zunehmend unter Kritik. Seine Maßnahmen gelten als überzogen, auch Schulen durften bislang nicht wieder öffnen.

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