„Orange Plague“-Statue: Nach nacktem Trump im EU-Parlament trollen X-User EU-Politiker

User in den sozialen Netzen erstellten mit KI eigene Versionen der Trump-Skulptur.
Bildzitate via X: https://x.com/WNiemegeers/status/2107763588152619465 & https://x.com/ForelAugi/status/2107944731305242930 & https://x.com/PeterRa58783464/status/2108049748062077076

Im EU-Parlament in Straßburg wurde die Statue eines splitterfasernackten Donald Trump aufgestellt, der von einem ausgemergelten Mann auf den Schultern getragen wird. Der Titel des sogenannten Kunstwerks: „Orange Plague“ – orangefarbene Plage. Beim Volk verfängt das nicht. In den sozialen Netzen werden längst Gegenvorschläge für nach Ansicht der Nutzer passendere Skulpturen gepostet: Sie zeigen von der Leyen, Merz und Merkel auf den Rücken leidender EU-Bürger.

Einen riesigen Golfschläger in der linken Hand, rechts eine kleine Waage: Der nackte Donald Trump mit 23-Karat-Goldüberzug, der von einer abgemagerten Figur geschleppt wird, sorgt für Kopfschütteln und Fremdscham. Auf dem Sockel prangt die Aufschrift „King of Injustice“. Weiter ist dort auf Englisch zu lesen: „Ich sitze auf dem Rücken eines Mannes. Er sinkt unter meiner Last zusammen. Ich werde alles tun, um ihm zu helfen. Außer von seinem Rücken herabzusteigen.“

Verantwortlich für die am Dienstag enthüllte und 2,5 Meter hohe Skulptur zeichnet sich der dänische Künstler Jens Galschiøt. Eingeladen wurde er vom dänischen Linkenabgeordneten Per Clausen. Hintergrund sind entsprechend nicht etwa sozialistische Umverteilung und die zunehmende Ausbeutung der Steuerzahler, wie man sie hierzulande allzu gut kennt. Nein, Stein des Anstoßes an Trump ist für den Künstler seine vermeintliche Behinderung der Lösung der „Klimakrise“. Für inhaltliche Argumente war auf dem Sockel aber wohl kein Platz mehr.

AfD-Chefin Alice Weidel kommentierte die Aktion:

Die EU, die wirklich nichts auf die Kette bekommt, verhöhnt also den amerikanischen Präsidenten Trump auf eine untergriffige Art und Weise, die ihresgleichen sucht. Das ist nicht nur ein diplomatischer Fauxpas, sondern offenbart zudem die völlige Verblödung in dem Laden.

X-User nehmen von der Leyen, Merkel und Merz aufs Korn

In den sozialen Netzen verfängt der Trump-Spott nicht. Eine Reihe KI-generierter Bilder geht aktuell viral, die Politiker aus Europa an Trumps Stelle zeigen, die von den Usern als deutlich kritischer als der US-Präsident wahrgenommen werden. Zwei Personalien werden dabei besonders aufs Korn genommen: Ursula von der Leyen und Angela Merkel. Aber auch Friedrich Merz wurde mit einer KI-Version der Statue bedacht.

Ein Nutzer nannte eine Parodie der Trump-Skulptur mit Angela Merkel, die auf einem noch deutlich stärker abgemagerten Mann hockt, „Wir schaffen das“. Auf einer anderen Version trägt ihr Sockel die Aufschrift „Enabler of Immigration“ („Ermöglicherin der Einwanderung“).

Sehr harsche Kritik bricht im Zuge des Meme-Sturms über Ursula von der Leyen herein: Auf einem der diversen KI-Bilder von Statuen von ihr ist der Mann, auf dessen Rücken sie hockt, als „EU-Bürger“ beschriftet. Auf dem Sockel prangen die Worte „The Brussels Plague“ („Die Brüsseler Plage“) und „Unelected. Unaccountable. Unstoppable.“ („Nicht gewählt. Nicht rechenschaftspflichtig. Unaufhaltsam.“).

Zu diesen Vorwürfen mag man stehen, wie man will, doch der Politikerkaste sollte es in jedem Falle zu denken geben, dass sie so von den eigenen Bürgern wahrgenommen wird. Die Beteuerungen, wie demokratisch und rechtschaffen man doch wäre, verfangen bei sehr vielen Menschen offensichtlich nicht. Ob man sich im EU-Parlament mit der stumpfen Anti-Trump-Aktion einen Gefallen getan hat, darf hinterfragt werden.

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