Mutige ÖVP-Politikerin räumt mit Spaltung und Impfzwang auf!

Foto: Screenshot Zoom-Interview

„Impfung muss eine freie Entscheidung sein.“ Das steht für Sabine Deckenbach, die ÖVP-Ortsvorsteherin von Hardegg (NÖ) fest. In ihrem Video, das sich im Netz rasant verbreitet, erklärt sie: „Die Diskriminierung der Ungeimpften und Spaltung muss endlich enden.“ Sie kritisiert die Aussagen von Schallenberg („Die Zügel müssen enger geschnallt“) und Köstinger („Die Solidarität mit den Ungeimpften ist vorbei“). Mit der massiven Hetze und dem Lockdown für Ungeimpfte ist für Deckenbach eine Rote Linie überschritten.

Sie gehört zwar weiterhin der Partei an, kann sich jedoch mit dem unmenschlichen ÖVP-Kurs nicht mehr identifizieren. (Dass die ÖVP in den eigenen Reihen immer mehr auf Widerstand stößt, hat vergangenen Donnerstag bereits Christina Staffler (Junge ÖVP Osttirol) mit ihrem Ausstieg aus der Partei gezeigt.) Laut Hetz-Artikel der Kronenzeitung, distanziert sich die Landespartei von Deckenbachs Video und „entschuldigt sich für die Aussagen der Ortsvorsteherin“. Warum sich die Partei von der Aufforderung zur Beendigung der Spaltung aus den eigenen Kreisen distanzieren muss, sollte zum Nachdenken anregen. Wir durften uns mit der mutigen ÖVP-Lady unterhalten. Während sie dem Medium, das mit hetzerischem Artikel und unvorteilhaftem Screenshot nach Aufmerksamkeit hascht, nicht für ein Interview zu Verfügung stand, erzählte sie uns, welche Kursänderung es jetzt dringend braucht:

Ein Interview von Edith Brötzner

Report24: Sabine, danke dass du dir die Zeit genommen hast für ein Interview! Du hast ein Video durchs Netz gehen lassen, bzw. ein Video online gestellt, das durchs Netz gegangen ist. Worum ging es in diesem Video?

Sabine Deckenbach: In diesem Video ging es darum, dass es mir einfach wichtig war, einmal diese Hetze, die da passiert, anzusprechen. Die Diffamation der Ungeimpften, um dem Kind einmal einen Namen zu geben. Für mich ist das ganz ganz schlimm, was da gerade passiert.

Report24: Was war der Hintergrund dieses Videos? Es wird dir ja von diversen Medien unterstellt, dass dein Video nicht unbedingt positiv sei. Was war dein Beweggrund dieses Video online zu stellen?

Sabine Deckenbach: Ich wollte einfach einmal aussprechen, was gerade passiert. Diese Hetze, diese Diskriminierung, vor allem der Ungeimpften.

Report24: Du gehörst ja der ÖVP an. Warum gehörst du dieser Partei an? Was motiviert dich? Was gefällt dir an dieser Partei?

Sabine Deckenbach: Ich hab damals, als ich im Jänner 2020 zur Partei dazugegangen bin, den Herrn Kurz sehr spannend gefunden. Er machte auf mich einen jungen, dynamischen Eindruck. Ich war total motiviert. Die Kommunalpolitik und die Landespolitik sind mittlerweile zwei Paar Schuhe. Der Grund warum ich dazugegangen bin, zur Partei oder zur Gemeindepolitik, war, dass ich für die Familien etwas ändern wollte. Für Frauen was verändern wollte. Es sind ganz wenige Frauen in der Politik tätig. Deshalb habe ich mich damals auch für diesen Schritt entschieden.

ÖVP zeigt wenig Begeisterung für mutige Parteikollegin

Report24: Gibt es aktuell schon Rückmeldungen seitens der ÖVP auf dein Video? Es ist ja nicht ganz auf dem Kurs, den die ÖVP gerade publiziert.

Sabine Deckenbach: Ja. Mich hat der ÖVP-Pressesprecher von Niederösterreich angerufen gestern. Die waren nicht recht begeistert von meinem Video. Aber ich sage ganz ehrlich: Ich lasse mich da nicht unterkriegen jetzt. Das ist meine Meinung und meine freie Meinung steht mir auch zu. Und ich rede da jetzt auch als Privatperson und nicht als Ortsvorsteher, der ich bin. Ich hab so viel Rückendeckung und es gibt so viel positives Feedback. Das bestärkt mich, da auch noch weiterzumachen.

Report24: Was müsste denn passieren, damit es gut wird?

Sabine Deckenbach: Diese Hetze und diese Diskriminierung muss raus. Wir sollten wieder einen Schritt aufeinander zugehen. Wir sollten wieder füreinander da sein. Das ist das, was ich ganz ganz wichtig finde. Ich habe das auch in meinem Video betont. Wir reden von Geimpften und Ungeimpften, von „Impfbefürwortern“ oder „Impfverweigererern“ und „Impfgegnern“. Ich finde, wir sind einfach Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, die respektiert gehören. Das ist eigentlich die Message hinter meinem Video, warum ich das gepostet habe.

Impfentscheidung muss freiwillig sein!

Report24: Wie siehst du das – gibt es eigentlich Impfverweigerer, Impfbefürworter? Was ist deine Persönliche Meinung zu diesem Thema?

Sabine Deckenbach: Natürlich gibt es Leute, die mehr von der Impfung halten und dann gibt es halt auch Leute, die dieser Impfung einfach noch skeptisch gegenüber stehen. Ich bin auch so ein Mensch, der sich das einfach gut überlegen will, ob er sich dieser Therapie unterziehen mag oder nicht. Und ich finde, das sollte jedem frei stehen, ob er diese Impfung nehmen will oder nicht. Da sind wir jetzt gerade meilenweit davon entfernt. Der Druck, der da gerade aufgebaut wird allen Menschen gegenüber, der hat mit einer Freiwilligkeit nichts mehr zu tun.

Report24: Das heißt man kann sagen, du bist keine Impfgegnerin. Du willst einfach nur, dass es eine freie Impfentscheidung gibt?

Sabine Deckenbach: Definitiv. So ist das, ja.

Report24: Danke an dieser Stelle für dein Verbinden anstatt Spalten und hoffen wir, dass es in eine positive Richtung geht.

Sabine Deckenbach: Genau. Das ist mein größter Wunsch. Dass wir zusammenrücken.

Nachgeben ist für die ÖVP-Politikerin keine Option. Inzwischen gibt es überwältigend viel Zuspruch und Zuschriften aus der Bevölkerung.

Hier finden Sie das Interview:

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