Nicht einmal mehr Tiefkühlgemüse produzierbar: Was geht in Österreich eigentlich noch?

Symbolbild: KI

Die Firma Ardo betrieb in Österreich eine Fabrik zur Produktion von Tiefkühlgemüse. Das ist ein relativ einfaches Geschäft. Man kauft Gemüse, man hackt Gemüse, man friert Gemüse ein. Dazu braucht es nur Arbeiter und Energie. Beides ist in Österreich unfinanzierbar geworden.

Das Ende des Ardo-Werkes in Groß-Enzersdorf ist bezeichnend für die wirtschaftliche Lage in Österreich. Für das wirtschaftliche Unverständnis unserer Regierung. Wenn nicht einmal mehr Tiefkühlgemüse wettbewerbsfähig produziert werden kann, wie steht es dann um den Rest unserer Industrie? Für die Produktion von Tiefkühlgemüse braucht man nur Gemüse, Arbeiter und Energie. Das Gemüse war nicht das Problem. Aber Arbeit und Energie sind in Österreich unbezahlbar geworden. Wegen der Politik unserer Regierung.

Die Strompreise in Österreich gehören inzwischen wegen der Energiepolitik unserer Regierung zu den teuersten weltweit. Für „Das Klima™“ wurde energiegewendet und subventioniert bis zum Geht-nicht-mehr. Und trotz aller „Subventionen“ aus Steuergeld für „grüne Energie“ schicken Wind und Sonne offenbar sehr hohe Rechnungen. Die Beziehungen zum günstigen und zuverlässigen Energielieferanten (Öl+Gas) Russland wurden von der Regierung abgebrochen. Wegen „Der Werte™“. Statt günstigem russischem Gas kaufen wir jetzt teures US‑Flüssiggas. Und Öl aus Drittstaaten. Das die vorher den Russen abgekauft haben.

Wenn dieses Schmierentheater nicht unsere Wirtschaft ruinieren würde, wäre es nur noch lächerlich. Aber damit ist die Regierung noch nicht zufrieden. Auf die gestiegenen Einkaufspreise setzt sie noch eine besondere österreichische Spezialität drauf, Steuern ohne Ende. Erdgasabgabe, Erneuerbaren-Förderbeitrag, Elektrizitätsabgabe, CO2‑Bepreisung, Mineralölsteuer und was weiß ich noch. Ein Traum. Für Finanzminister. Ein Albtraum für Unternehmen.

Die Arbeitskosten in Österreich hat die Regierung durch die eigens angestoßene Inflation und die extreme Steuerbelastung unbezahlbar gemacht. Sie erinnern sich an „Corona“? Als die Regierung Geld verteilte, als gäbe es kein Morgen mehr, und gleichzeitig die Wirtschaft herunterfuhr? Das war der Startschuss für die Geldentwertung, die uns seitdem verfolgt. Bis dahin beschränkte sich die Inflation auf die Sphäre der Geldwirtschaft. Alle Vermögenswerte wurden wegen der aufgeblasenen Geldmenge teurer. Aber steigende Aktienkurse störten niemanden. Durch die Verknappung des Angebotes an Waren (Lockdown!) bei gleichzeitiger Flutung der Bürger mit Geld (Beihilfen!) stiegen nun aber auch die Preise der „normalen“ Güter. Damit auch die gemessene Inflation. Und damit die Löhne. Dass auch auf Löhne in Österreich Abgaben und Steuern von knapp 50 Prozent fällig werden, erledigt den Rest und macht die Lohnkosten in Österreich zu einer existenziellen Belastung für die Betriebe.

Ardo konnte unter diesen Bedingungen nicht mehr produzieren und zog die Konsequenzen. Sie produzieren in Österreich kein Tiefkühlgemüse mehr. Die Österreicher werden wohl weiterhin Gemüse essen. Aber nun eben nicht mehr von einem österreichischen Produzenten. Nicht von österreichischen Arbeitern und Bauern. Das böse CO2 für die Gemüseproduktion wandert ins Ausland. Mitsamt Arbeitsplätzen und Wertschöpfung.

Die österreichische Regierung wollte dieses Problem, das doch schlecht fürs Image der Regierung ist, auf die klassisch österreichische Weise „lösen“. Mit „Subventionen“, also aus Steuergeld finanzierten Geschenken für Ardo. Doch die Firma sagte ab. Die Begründung ist lesenswert, vor allem für die wirtschaftlichen Minderleister unserer Regierung. Subventionen oder jede andere Form von direkter oder indirekter Unterstützung würden die strukturellen wirtschaftlichen Herausforderungen nicht beheben. Die Aufrechterhaltung eines strukturell unrentablen Betriebs mit öffentlichen Geldern sei keine nachhaltige Lösung. Klarer kann man es nicht formulieren.

Die Regierung hat es durch ihre schlechte Politik geschafft, Österreich selbst für die Produktion von Tiefkühlgemüse strukturell unrentabel zu machen. So unrentabel, dass da selbst „Subventionen“ nichts mehr retten können. Was das für die Zukunft der noch in Österreich verbliebenen Industrie aussagt, kann man sich denken. Aber die Regierung träumt weiterhin von der „CO2-Neutralität“ und vom „grünen Stahl“. Das ist das Problem, wenn Menschen ein Land führen, die nichts können und nichts wissen. Die nie in der freien Wirtschaft gearbeitet haben. Sie leben ihre Ideologie und verteilen Steuergeld. Aufwachen werden sie erst, wenn Österreichs Wirtschaft an die Wand gefahren wurde und es kein Steuergeld mehr zu verteilen gibt. Aber dann wird es zu spät sein, umzusteuern.

Argentinien zeigt, wie es auch anders gehen könnte. Die Steuern senken, die Gesetzesflut ausdünnen, ganze Ministerien schließen, die Regulierungswut beenden. Dann klappt es auch wieder mit der Wirtschaft.

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