Neue Rechte, Islam und Israel – Teil 1: Der internationale Kurswechsel

Symbolbild, Beziehung der politschen Rechten zu Israel (C) Report24 KI

Das Konzept des Ethnopluralismus war für die Rechte ein Paradigmenwechsel und Fortschritt zugleich. Übertreibung und linke Narrative führen Teile von ihr zu Kulturrelativismus gegenüber dem Islam und Kumpanei mit arabischen Terroristen. Der erste Teil dieser Reihe beschreibt die wesentlichen Inhalte und den internationalen Vollzug des proisraelischen Kurswechsels.

Eine Analyse von Eric Angerer

Die Rechte war lange geprägt durch nationalistische Überhöhung der eigenen Nation, der völkischen und rassischen Zugehörigkeit, meist kombiniert mit Feindschaft gegenüber Juden. Das galt nicht nur für Deutschland und Österreich, sondern auch für Polen und Russland, für Frankreich und die USA. In Deutschland und Großbritannien kamen dazu oft antislawische Töne unterschiedlicher Intensität.

Die alte Rechte, „die Juden“ und der Islam

In der alten Rechten drückte sich der Antisemitismus in der Regel in Verschwörungstheorien aus, die „den Juden“ finstere geheime Machenschaften, Manipulationen und Einflussnahmen unterstellte. Während in Wahrheit die allermeisten Juden arme Handwerker, Handelsangestellte oder Taglöhner waren, richtete man den Blick auf die wenigen reichen oder akademischen Juden, denen man zu viel Macht unterstellte – und stellte die gesamte Volksgruppe als „parasitär“ dar.

Der Höhepunkt davon waren schließlich der Rassenwahn der Nazis und der (weitgehend gelungene) Versuch, die europäischen Juden auszurotten. Bei der NS-Führung kombinierte sich der mörderische Hass auf die jüdische Bevölkerung mit einer positiven Bezugnahme auf den Islam.

Historisch ist die Zusammenarbeit von islamischen Kräften mit dem NS-Regime offenkundig. Die ägyptische Muslimbruderschaft wurde ab 1937 von den Nazis finanziert und konnte den Einmarsch der Wehrmacht unter Erwin Rommel kaum erwarten. Amin al-Husseini, der politische und religiöse Führer der Araber in Palästina, war mit Adolf Eichmann befreundet, mobilisierte Muslime für NS-Einheiten und spielte in der Durchführung des Holocaust eine aktive Rolle.

Für das historische Bündnis von arabischen Nationalisten und islamischen Kräfte mit den Nazis spielten – neben machtpolitischem Kalkül auf beiden Seiten – auch ideologische Faktoren eine Rolle. Adolf Hitler und Heinrich Himmler waren – wie der Historiker David Motadel in seinem Buch „Für Prophet und Führer. Die Islamische Welt und das Dritte Reich“ ausführt – vom Islam fasziniert und haben wiederholt ihre Sympathie für ihn bekundet.

Wenn Hitler während der Kriegsjahre die katholische Kirche kritisierte, nannte er den Islam als positives Gegenbeispiel. Während er den Katholizismus als schwache, verweichlichte Religion verurteilte, lobte er den Islam oft als starke, aggressive Kriegerreligion. Obwohl Hitler insgesamt nichts von Religion hielt, hat er immer wieder seine Bewunderung für den Islam betont. In Hitlers Worten: „Der Mohammedanismus könnte mich noch für den Himmel begeistern.“

(Über die aktuelle Diskussion in Teilen den neuen Rechten, dass der Nationalsozialismus eigentlich eine linke Bewegung gewesen wäre, ist ein eigener Beitrag in Vorbereitung).

Partielle Veränderungen nach 1945

1945 fand bezüglich des Antisemitismus in der Rechten ein erster Bruch statt. Eine positive Bezugnahme zur NS-Tradition war nicht nur verboten, sondern auch kontaminiert. Die Verbrechen und die Niederlage der Nazis tabuisierten offenen Antisemitismus.

Während etwa in Frankreich die extreme Rechte sich in den beiden Jahrzehnten nach 1945 besonders in den französischen Kolonialkriegen hervortat, bekam sie in den deutschsprachigen Ländern erst langsam wieder die Füße auf den Boden. Sie grenzte sich offiziell und in schwankendem Ausmaß vom NS-Regime ab.

Zumindest unterschwellig waren diese altrechten NS-Traditionen und der Antisemitismus aber dennoch vorhanden. Und die antislawische Stoßrichtung wurde durch zwei Dinge erneut befeuert: einerseits durch die Vertreibung von 12 bis 14 Millionen Deutschen aus Osteuropa und die Vergewaltigung von etwa zwei Millionen Frauen durch sowjetische Soldaten, andererseits durch die antirussische Propaganda im Kalten Krieg, die an NS-Stimmungen ansetzte und die russischen Opfer der Nazis unter den Tisch kehrte.

Während diese ambivalente Rechte in Deutschland, Österreich und auch in Frankreich unter Jean-Marie Le Pen jahrzehntelang vorherrschend war, entstand ab den 1960er Jahren eine Neue Rechte, die lange randständig blieb, sich aber längerfristig im rechten Spektrum immer mehr durchsetzte.

Das Konzept des „Ethnopluralismus“

In Frankreich ist hier vor allem der Rechtsintellektuelle Alain de Benoist zu nennen, der als Vordenker des „Ethnopluralismus“ gilt, in Deutschland Henning Eichberg. Letzterer bezog sich teilweise auf den Nationalbolschewismus, publizierte um 1970 wichtige Texte für eine politische Neuausrichtung der Rechten, übersiedelte 1982 nach Dänemark, wo er ein bekannter Sportwissenschaftler und Mitglied der linken Socialistisk Folkeparti (SF) wurde.

Unter dem Pseudonym Hartwig Singer veröffentlichte Eichberg 1970 den Schlüsseltext „Totale Nation? Europäischer Nationalismus und die Öffnung nach vorn“. Darin spricht er von „selbstzerstörerischem Chauvinismus“, der zu den „europäischen Bürgerkriegen 1914 bis 1945“ geführt hätte. Man könne zwar von „Großrassen“ wie Europäern, Asiaten und Afrikanern sprechen, die Unterteilung in europäische Unterrassen sei aber Unsinn. Die NS-Theorie, die einen Herrschaftsanspruch einer nordischen Rasse postulierte, habe die Völker Europas aufgespalten, besonders durch die „verblendete Behandlung der Ostvölker“.

Die Weißen hätten sich in der historischen Entwicklung als überlegen erwiesen und ihre Zivilisation in der ganzen Welt verbreitet. Ob diese Überlegenheit auch in Zukunft bestehen werde, sei in keiner Weise gesichert. Japan etwa habe sich der progressiven Entwicklung angepasst und eine eigene Synthese entwickelt. Afrika hingegen sei weit davon entfernt; das solle aber nicht zu Abwertung und Arroganz führen, sondern zu getrennter Entwicklung und „Kooperation in gegenseitiger Achtung“. Die Theorie vom „Rassenweltkrieg“ stamme aktuell (also damals um 1970) von dem Maoisten Lin Biao, dem Antikolonialisten Frantz Fanon und den Black Panther in den USA.

Singers (Eichbergs) Ziel war vielmehr die „Kooperation aller Rassen“. An den ethnischen Konflikten in London, Paris und Marseille seien nicht die farbigen Einwanderer schuld, sondern die Politiker, die diese Einwanderung betreiben. Er spricht von „pluralem Nationalismus“, von einer „revolutionären Dialektik von nationaler Selbstbestimmung und europäischer Solidarität“ und von einem vereinten Europa. Notwendig seien Systemopposition, ein nationalrevolutionäres und sozialistisches Bewusstsein und die Ablösung des Kapitalismus.

Der „rassische Antisemitismus“, so Eichberg außerdem, sei eine „unwissenschaftliche Entartung“. Die Juden seien keine Rasse und die „wertende Über- und Untermenschentheorie“ unhaltbar. Der Antisemitismus wurzle in „uralten Vorurteilen und Pogromhaltungen (einst religiös, später wirtschaftlich, in jedem Fall wohl sozialpsychologisch zu erklären)“ und habe „dazu geführt, dass eine Jahrhunderte alte deutsch-jüdische Symbiose zerstört, ein wertvoller Teil unseres Volkes unserer (und seiner) Nation entfremdet wurde“. Nach dem unter NS-Herrschaft Geschehenen habe es seine volle Berechtigung, dass „vom neuen Nationalismus in Deutschland eine klare Stellungnahme zum Antisemitismus gefordert wird“.

Diese Ausrichtung von de Benoist, Eichberg und anderen gewann, nicht in jedem einzelnen Punkt, aber in der groben Linie, besonders in den vergangenen Jahrzehnten in rechten und rechtspopulistischen Strukturen und Parteien immer mehr an Boden. Die Neue Rechte ist dabei ein heterogenes Spektrum, in das all die Kräfte eingeordnet werden können, die sich zwischen den globalistischen Konservativen und dem alten Rechtsextremismus bewegen.

Rechter Kurswechsel zu Israel und der Trumpismus

Konkret gehören dazu erstens Strömungen, die sich aus dem konservativen Milieu herausentwickelt haben – etwa die MAGA-Bewegung aus der Republikanischen Partei, die Alternative für Deutschland oder Viktor Orbans Fidesz aus der Christdemokratie. Zweitens Parteien aus der alten Rechten – etwa die Freiheitliche Partei Österreichs, Marine Le Pens Rassemblement National und Giorgi Melonis Fratelli d’Italia. Und drittens neuentstandene „populistische“ Kräfte wie die Lega von Matteo Salivini, Reconquete von Eric Zemmour oder die Partij voor de Vrijheid von Geert Wilders.

Auf internationaler Ebene haben sich diese Strömungen durchwegs nicht nur vom alten Antisemitismus distanziert. Sie sind in der Regel auch islamkritisch und israelfreundlich. Das ist natürlich kein Zufall, denn der Terrorismus von Dschihadisten in westlichen Ländern und die Flutung vor allem von Westeuropa, zuletzt aber auch Nordamerikas mit Islamgläubigen macht eine mohammedanische feindliche Übernahme zu einer immer größeren Gefahr für die betroffenen Gesellschaften.

Diese Entwicklung und die enge Kooperation von Islamverbänden und Dschihadisten mit der westlichen Linken haben die antiislamische und proisraelische Ausrichtung der Neuen Rechten angetrieben. Das gilt etwa für die Hauptströmung des Trumpismus, die Israel im Krieg gegen die Hamas-Mörderbanden (auch gegen die Globalisten von UNO und EU) einigermaßen den Rücken freihalten und sogar über eine Absiedlung der dortigen Araber nachdenken.

Steve Bannon etwa, ein Vordenker der MAGA-Bewegung, bezeichnet sich selbst als „christlichen Zionisten“. Er sieht den Konflikt in einem größeren geopolitischen und zivilisatorischen Kontext: Aus seiner Sicht befindet sich der jüdisch-christliche Westen in einem existenziellen Krieg gegen den radikalen Islam und den „islamischen Faschismus“. Der größte Feind Israels seien linke amerikanische Juden, die Israel und die MAGA-Bewegung nicht unterstützen. Die wahre Unterstützung für Israel liege seiner Meinung nach bei evangelikalen Christen und traditionellen Katholiken in den USA.

Allerdings gibt es in der MAGA-Bewegung auch Querschüsse von Leuten, die (wie etwa Nick Fuentes) altrechte oder linke Propaganda gegen „die Zionisten“ übernehmen, und/oder einen scharfen Isolationismus vertreten und/oder (wie etwa Tucker Carlson) von Katar gekauft sind.

Die Neue Rechte in Großbritannien steht zu Israel

Nigel Farage, der Vorsitzende der britischen Partei Reform UK, vertritt eine strikt pro-israelische Haltung und unterstützt das Vorgehen des Landes im Gazastreifen als legitime Selbstverteidigung. Farage bezeichnet das Vorgehen der israelischen Armee als notwendige Verteidigungsmaßnahme. Den Vorwurf des Genozids an den Palästinensern weist er entschieden zurück. Er betont regelmäßig, dass Israel sich nach den Terrorangriffen der Hamas vom 7. Oktober in einem „existenziellen Kampf um seine Zukunft“ befinde.

Im Gegensatz zur aktuellen Labour-Regierung lehnt Farage jegliche Beschränkungen von britischen Waffenexporten an Israel ab. Zudem verurteilte er die von der britischen Regierung verhängten Sanktionen gegen israelische Siedler im Westjordanland aufs Schärfste und kündigte in Gesprächen mit der israelischen Führung an, diese im Falle einer Regierungsbeteiligung umgehend rückgängig zu machen.

Farage stellt sich vehement gegen eine Anerkennung Palästinas. Er argumentiert, dass eine Anerkennung zum aktuellen Zeitpunkt eine „Belohnung für den Terrorismus“ der Hamas wäre, da die Organisation und die palästinensische Sache derzeit untrennbar miteinander verbunden seien. Und Farage unterstützte Trumps Pläne völlig neu zu gestalten und die Gazaner zur Abwanderung zu ermutigen.

Auch Tommy Robinson, der die Demonstrationen von Hunderttausenden gegen die Islamisierung organisiert hat, vertritt eine uneingeschränkt pro-israelische und anti-palästinensische Haltung. Robinson bezeichnet sich selbst öffentlich als Zionisten und verteidigt das Recht Israels, als jüdischer Staat zu existieren. Er argumentiert häufig, dass der jüdischen Bevölkerung angesichts von weltweit über 50 mehrheitlich muslimischen Staaten eine eigene Heimat zustehe. Bei den von ihm organisierten Großkundgebungen in Großbritannien werden regelmäßig neben Union Jacks auch israelische Flaggen geschwenkt.

Für Robinson ist der militärische Konflikt in Gaza kein territorialer oder geopolitischer Streit, sondern Teil eines globalen „Zivilisationskampfes“ gegen den Islamismus. Er warnte in Interviews (unter anderem mit israelischen Medien), dass bei einer Niederlage Israels im Gazakrieg Europa das nächste Ziel des radikalen Islams sein würde. Die Pro-Palästina-Proteste sieht er als Beleg für eine „Islamisierung“ und den moralischen Verfall des Westens.

Robinson übt scharfe Kritik an Sendern wie der BBC, denen er vorwirft, mit der Hamas zu sympathisieren. Zudem wirft er der britischen Regierung vor, Israel und die jüdische Gemeinschaft im Stich zu lassen. Im Herbst 2025 wurde Robinson vom israelischen Minister für Diaspora-Angelegenheiten, Amichai Chikli (Likud-Partei), offiziell nach Israel eingeladen und als „mutiger Anführer im Kampf gegen den radikalen Islam“ gewürdigt. Robinson reiste daraufhin nach Israel, besuchte das Westjordanland sowie Gedenkstätten und hielt Reden in Tel Aviv.

Die Neue Rechte in Frankreich und Spanien zu Israel

Das Rassemblement National unter Marine Le Pen bemühte sich seit Jahren und immer erfolgreicher um jüdische Wähler. Zuletzt attackierte sie Emanuel Macron für dessen antiisraelische Haltung und unterstützte die israelische Offensive zur Besetzung des Gaza-Streifens, um „die Hamas auszulöschen“. Und sie wurde, zum Ärger vieler europäischer Linker, von der israelischen Regierung zu einer Antisemitismus-Konferenz nach Israel eingeladen.

Der französischen Rechtspolitiker Eric Zemmour, dessen jüdische Eltern 1952 aus Algerien geflüchtet sind und der mit seiner Bewegung Reconquete von vielen in der deutschen Neuen Rechten lange als konsequentere Alternative zu Le Pen gesehen wurde, beschrieb den Gaza-Krieg als „Kampf für unsere Zivilisation“, stattete Israel einen Solidaritätsbesuch ab und verlangte ein französisches Verbot der Muslimbruderschaft, der Dachorganisation der Hamas.

Die spanische Rechtspartei VOX nimmt eine uneingeschränkt pro-israelische Haltung ein und unterstützt das militärische Vorgehen der Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu gegen die Hamas. Nach Aussagen der Parteiführung und des Parteivorsitzenden Santiago Abascal hat Israel das vollständige Recht, sich nach den Terrorangriffen der Hamas vom 7. Oktober 2023 militärisch zu verteidigen. VOX betrachtet Israel außerdem als eine wichtige westliche Schutzmauer gegen den Dschihadismus und islamischen Terrorismus im Nahen Osten. Abascal reiste demonstrativ nach Jerusalem und traf sich dort mit Benjamin Netanjahu, um Israels Härte im Gaza-Krieg zu loben.

VOX verurteilt die Haltung der linken spanischen Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez (PSOE) im Nahostkonflikt scharf. Im Gegensatz zu Teilen des linken politischen Spektrums in Spanien wirft VOX der Hamas uneingeschränkte Verantwortung für Krieg und Tote vor. Als Spanien im Mai 2024 einen nebulösen palästinensischen Staat offiziell anerkannte, kritisierte Abascal diesen Schritt als Ablenkungsmanöver der Regierung und versprach, diese Entscheidung im Falle einer eigenen Regierungsbeteiligung rückgängig zu machen.

Die Neue Rechte in Ungarn, Italien und den Niederlanden zu Israel

Viktor Orban unterstützte das israelische Vorgehen in Gaza. In Folge des Haftbefehls gegen Benjamin Netanyahu ist Ungarn sogar aus dem IStGH ausgetreten. Und die israelische Fußball-Nationalmannschaft trägt ihre Heimspiele in Budapest aus (wo sie – anders als in vielen westeuropäischen Städten – vor dem arabisch-linksextremen Mob sicher ist).

Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni stand lange ohne Vorbehalte an Israels Seite. Aber sie ist unter den Neurechten diejenige, die sich (auch schon in der Ukraine-Frage) am meisten an die Globalisten anpasst und sich auch um ein gutes Verhältnis zu Ursula von der Leyen bemüht. Dementsprechend hat sie zeitweise beklagt, dass Israels Reaktion auf den Hamas-Überfall ein „inakzeptables Ausmaß“ erreicht habe, und angemahnt, dass sich Israel ans Völkerrecht halten müsse. Ihr Koalitionspartner Salvini von der Lega ist da viel klarer, traf Israels Außenminister und versicherte ihm: „Sie können auf uns zählen.“ Salvini kritisierte auch den IStGH und die Attacken der EU-Spitzenpolitiker gegen Israel.

Geert Wilders hat überhaupt jahrelang ein Verbot des Islam gefordert, den er für unvereinbar mit der westlichen Demokratie hielt. Er sagte, „Israel ist die erste Verteidigungslinie des Westens“ gegen die islamische Bedrohung. „Wenn Jerusalem fällt, sind Athen, Paris oder Amsterdam als Nächstes dran“, erklärte er während einer Parlamentssitzung nach dem Sturz seiner Koalitionsregierung Anfang Juni. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) „kämpfen unseren Kampf“. „Dass unsere Mütter im Westen ruhig schlafen können, liegt daran, dass die Mütter der israelischen Soldaten wach liegen und sich fragen, ob ihre Kinder lebend aus einem im Namen der Freiheit geführten Kampf zurückkehren werden“, sagte Wilders.

Es handle sich um einen Kampf „zwischen dem freien Westen und der Ideologie der islamischen Barbarei“. Einen palästinensischen Staat gäbe es seit 1946, nämlich das Königreich Jordanien (das ja aus der Teilung des britischen Mandatsgebietes „Palästina“ entstand). Wilders forderte bereits 2010 mehr israelische Siedelungen im Westjordanland und in Folge seine Annexion, damit Israel verteidigbare Grenzen erreiche. Seit der Hamas-Attacke im Oktober 2023 hängt in Wilders Büro neben der niederländischen Fahne auch eine israelische.

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