Mysteriöses Seniorensterben in Bayern laut offiziellen Stellen nicht wegen Impfung

Symbolbild: Freepik / @noxos

Eine Sonderauswertung des Bayerischen Landesamtes für Statistik weist seit der 12. Kalenderwoche eine etwa 10-prozentige Übersterblichkeit in der Gruppe der über 80-Jährigen im Vergleich zu den Jahren 2016 bis 2019 auf. Ein so kleiner Vergleichszeitraum ist bei der Feststellung von Übersterblichkeit zwar nicht sehr aussagekräftig, dass die Todesursache „Impfung“ aber so kategorisch ausgeschlossen wird, stimmt nachdenklich. Die Todeszahlen des Vorjahrs einer Pandemie zuzuschreiben aber frühere starke Grippewellen komplett auszublenden ebenso.

Ein Kommentar von Willi Huber

Sieht man sich die Sterbefallzahlen des Jahres 2021 im Vergleich mit den Jahren 2016 bis 2019 an, wurden im laufenden Jahr in der Gruppe der über 80-jährigen Menschen seit April 10% mehr Tote verzeichnet. Das dazu herangezogene Dokument findet sich hier: Sterbefälle in Bayern. Näher betrachtet wurden die Daten von „Corona-Blog.net“, wo ein umfassender Artikel zum Thema zu finden ist. Dort wird nachvollziehbar festgehalten:

  • In der Gruppe der 0 – 59-Jährigen ist die „Corona Pandemie“ schlicht nicht zu erkennen. Es ist in keinem betrachtetem Jahr irgendeine relevante Abweichung zu den Vorjahren feststellbar. Keine der angeblichen „Wellen“ kann daraus abgeleitet werden.
  • In der Gruppe der 60 – 79-Jährigen kann man mit etwas Phantasie eine zweite Welle um KW 15 im Jahr 2020 erkennen. Corona-Blog weist auf eine Untersterblichkeit in den Wochen davor hin, was in Summe wiederum keine wesentliche Veränderung ergibt.
  • Nur in der Altersgruppe 80+ sind die zweite und dritte Welle deutlich zu erkennen. Auch hier ist eine erste Welle nicht erkennbar. Doch ab Juni 2021 liegen die Sterbezahlen in genau dieser Gruppe über denen von 2020. Der Unterschied: Angeblich wäre diese „vulnerable“ Gruppe 2020 ungeschützt gewesen, 2021 durch die segensbringende Impfung aber „vollimmunisiert“.
Quelle: Presseaussendung des Bayerischen Landesamtes für Statistik, 3. August 2021

In der Presseaussendung des Bayerischen Landesamtes für Statistik wird die Übersterblichkeit wie folgt beschrieben:

Eine Differenzierung nach Altersgruppen zeigte, dass im Juni 2021 in der Gruppe der 80-Jährigen und Älteren erhöhte Sterbefallzahlen vorlagen: die Zahl der Verstorbenen in dieser Altersgruppe überstieg den Vergleichswert aus den Vorjahren um mehr als zehn Prozent.

Dazu überlegten die Autoren von Corona-Blog:

Da sogar das Bayerische Landesamt für Statistik diesmal Corona explizit als Ursache ausschließt, stellt sich natürlich die Frage: worin ist die Übersterblichkeit begründet?

Eine Frage, die von Corona-Blog.net aufgeworfen wird.

Und ebendort findet man auch eine weiteren Gedankengang:

Nun halten wir fest: Wir haben in der Gruppe 60+ eine Impfquote von über 80% – diese Gruppe hat anscheinend blind auf unsere Kanzlerin vertraut und sich brav impfen lassen. Wir haben seit April in der Gruppe 80+ eine Übersterblichkeit von ca. 10%, die offiziell nicht am Coronavirus liegt und untypisch ist, für den Frühling / Sommer.

Corona-Blog.net

Dabei verweist man auf eine statistische Auswertung von Martin Adam aus dem März 2021, die auf eine Übersterblichkeit bei Senioren hinweist. Auch wenn offizielle Stellen keinerlei Interesse zeigen, diese Zahlen zu erklären, kann sich der mündige Leser den einen oder anderen Reim darauf machen. Außerdem kennt mittlerweile wohl jeder jemanden, der an oder mit der Corona-Impfung gestorben ist.

Statistisch schwieriges Unterfangen

Die statistische Analyse in Hinblick auf Übersterblichkeit wäre, will man sie seriös durchführen, eine außerordentlich komplexe Aufgabe. Man muss so viele Werte berücksichtigen, die einem Laien im ersten Moment vielleicht gar nicht in den Sinn kommen. Angenommen im Vorjahr wären in einem Gebiet 1.000 alte Menschen gestorben, im laufenden Jahr plötzlich 1.100. Man könnte panisch aufschreien und von einer 10% Übersterblichkeit reden. Doch ist das wirklich korrekt? Was, wenn innerhalb dieses Jahres starke Wanderungsbewegungen stattgefunden haben? Noch komplizierter: Die Lebenserwartung im jeweiligen Geburtsjahr der verstorbenen oder Faktoren wie Kriege, Naturkatastrophen, tatsächliche Seuchen, welche vor einer bestimmten Zeit die Jahrgänge dezimiert haben, was in einem Jahr Menschen mit einem gewissen Alter betreffen kann, im darauffolgenden etwas mehr oder etwas weniger. Starben im Vorjahr viele Menschen einer Altersgruppe, können sie im laufenden Jahr nicht mehr in diesem Ausmaß sterben – denn sie sind ja nicht mehr da. Beziehungsweise: Starben im Vorjahr viele Alte und reisten seither nicht viele Alte in das Betrachtungsgebiet ein, dann wären überdurchschnittlich viele Tote im Folgejahr umso dramatischer zu bewerten. Man könnte die Liste ewig ausführen – halten wir fest: eine seriöse Aussage ist sehr, sehr schwierig.

Nahezu alle Betrachtungen unseriös

Neben all diesen Faktoren ist in der aktuellen Debatte über angebliche Übersterblichkeiten im Corona-Jahr und jetzt auf einmal keine Übersterblichkeiten im Impfjahr festzuhalten, dass die Vergleichsgrößen oft willkürlich gewählt werden, um letztendlich eine Aussage zu finden, die zur politischen Überzeugung und zum Ziel des Auftraggebers passt. Klar ist: Ein Vergleich der Toten von 2020 mit den Jahren 2016-2019 ist genauso willkürlich wie ein Vergleich von 2020 und 2021. Um tatsächlich besorgniserregende Entwicklungen festzustellen, braucht man viel größere Betrachtungszeiträume – und diese wären jeweils mit zumindest den wichtigsten Eckdaten wie Anzahl der Bevölkerung und Aufteilung in Altersgruppen auszustatten.

Ungewöhnliche Todesfälle im Impfjahr

Um festzustellen, ob es bei der Sterblichkeit im Impfjahr 2021 zu groben Unterschieden und Unregelmäßigkeiten im Vergleich zu den Vorjahren kam, muss man sich die Todesarten und die Altersgruppen ansehen. So traurig es ist, Menschen sind nicht unsterblich, Alte werden immer sterben. Wäre es aber im ersten Halbjahr 2021 zu einer vermehrten Sterblichkeit wegen Thrombosen in den Altersgruppen ab 18 Jahren gekommen, dann wäre wohl „Feuer am Dach“. Sollte es eine solche Analyse geben, dann ist sie in den meisten uns bekannten Ländern nicht öffentlich – das stimmt nachdenklich, denn gerade bei der öffentlichen Gesundheit wäre volle Transparenz sehr wichtig. Eine signifikante Übersterblichkeit in den jüngeren Altersgruppen gibt allerdings kaum eine Statistik her.

Impf-Tote, die es ja auch laut Mainstream durchaus gibt, sind (zum Glück) aktuell so selten, dass eine große Panik verfrüht scheint beziehungsweise von den Regierenden noch klein gehalten werden kann. Das hilft den Familien und Hinterbliebenen einzelner Verstorbenen leider nichts, sie müssen ihren Verlust verkraften, der ohne diese medizinische Intervention wohl nicht eingetreten wäre. Was aktuell ebenso unter den Tisch fällt ist die Untersuchung und statistische Auswertung hinsichtlich Fehl- und Totgeburten. Über eine Häufung liegen uns etliche Aussagen von Krankenhausmitarbeitern und Hebammen vor.

Unseriöser Umgang mit behaupteter Pandemie: Obduktionen vermeiden?

Ein zweiter Punkt, der nachdenklich stimmen sollte, ist der Umstand, wie man bereits im „Seuchenjahr“ aber jetzt auch im „Impfjahr“ mit Obduktionen umgeht. Eigentlich galt in der Medizin stets das Prinzip „Von den Toten lernen wir fürs Leben“ – bis zum Jahr 2020. Das deutsche Robert-Koch-Institut sprach im März des Vorjahres die Empfehlung  aus:  „Eine innere Leichenschau, Autopsien oder andere aerosolproduzierende Maßnahmen sollten vermieden werden“. Die Regierung (das Institut ist eine staatliche Einrichtung) wollte also nicht wissen, woran die Menschen inmitten einer angeblich neuen, schrecklich gefährlichen Seuche konkret sterben. Damit ist sicherlich vieles über die Seriosität gesagt.

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