„Lockdown Light“: Holte sich Deutschland Anregungen für neuen Maßnahmenterror in Kanada?

Bild: freepik / DCStudio

Heute wird der deutsche Bund-Länder-Corona-Gipfel entsprechend einer bereits gestern veröffentlichten Beschlussvorlage einen „Lockdown Light“ ab dem 28. Dezember beschließen, der wohl weniger der behaupteten Eindämmung eines (insgesamt seit Tagen rückläufigen) Infektions- und Hospitalisierungsgeschehens dient, sondern vielmehr der Niederhaltung und Verhinderung der derzeit bundesweit an Fahrt aufnehmenden Widerstandsbewegung, in deren Zuge sich täglich hunderttausende Deutsche zu Protest-Spaziergängen versammeln.

Ein Kommentar von Daniel Matissek

Wie es scheint, haben sich die Strategen des Coronastaates dabei am Vorbild Kanadas orientiert: Dort hatte die Regierung der Provinz Ontario bereits am Wochenende eine Reihe neuer Covid-Beschränkungen und Maßnahmen angekündigt, die den deutschen Beschlüssen verdächtig ähneln. So dürfen sich in Ontario fortan in Innenräumen  nur noch maximal zehn, im Freien noch höchstens 25 Personen versammeln. Gastronomiebetriebe müssen um 23 Uhr schließen, Tanzen ist weitgehend verboten.

In Deutschland hat man die Höchstzahl von 10 Personen sogar gleich noch auf den Außenbereich ausgeweitet, dort dürfen sich also auch im Freien nur noch 10 Menschen pro Gruppe gleichzeitig aufhalten – eine eindeutige Willkür-Gängelung zur Unterhöhlung des Grundrechts auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit. Auch die Sperrstundenverkürzung sowie ein fortan generelles, inzidenz-unabhängiges Verbot von Clubs, Discotheken und Großveranstaltungen gehören in Deutschland zu dem, was Gesundheitsminister Karl Lauterbach zynisch als „Neujahrsruhe“ verbrämt.

Der autoritäre „Vorzeige-Bundesstaat“ Ontario bietet noch mehr Tips und Blaupausen für deutsche und österreichische Impf- und Maßnahmenfaschisten, wie sich die Spaltung der Bevölkerung weiter maximieren lässt: Der dortige Zero-Covid-Guru und federführende Gesundheitschef („Chief Medical Officer“), Dr. Kieran Moore, forderte bei seiner Pressekonferenz am Freitag gar die doppelt Geimpften auf, sich von bereits dreifach geimpften – vor allem älteren – Familienmitgliedern während der Weihnachtsfeiertage fernzuhalten. Moore äußerte dies als Antwort auf eine entsprechende Reporterfrage, und riet doppelt Geimpften, „Kontakte zu allen älteren Menschen“ zu vermeiden. Falls solche Kontakte „nicht vermeidbar“ seien, so sollten sie besser im Freien, mit Maske und Abstand stattfinden. Er hoffe, so der Gesundheitschef zynisch, „das Wetter lässt dies zu“.

Im Klartext: Senioren sollen dann in klirrender Eiseskälte unter freiem Himmel Bescherung feiern – und sich danach wieder aus dem Weg gehen. Somit fallen Menschen mit doppelter Impfung – bis vor kurzem noch das angebliche Allheilmittel gegen Covid-19 – faktisch auf den Status von Ungeimpften zurück, während nur noch diejenigen mit Booster-Impfung die aktuell gültigen Kriterien für vollen Impfschutz erfüllen.

Hier wird also einfach die gleiche Spaltung wie im Vorjahr zwischen Jung und Alt – bzw. im Sommer/Herbst diesen Jahres zwischen Ungeimpften und Geimpften – aufs nächste Level gehoben, und fortan die Ungeboosterten zu Gefährdern der Geboosterten gemacht. Wie dieses Spiel in Zukunft weitergeht, kann sich jeder selbst ausmalen.

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