Italienische Zeitung: Viermal mehr Todesfälle bei Pfizer als bei AstraZeneca

Symbolbild: freepik

Zahlreiche italienische Medien wie „Il Tempo“ berichteten am 15. Juni, dass es in zeitlicher Nähe zu Covid-19 Impfungen von Pfizer zu viermal mehr Todesfällen kommen würde als mit dem speziell in Italien schon sehr umstrittenen Impfstoff von AstraZeneca. Il Tempo endete mit der hilflosen Feststellung, „es wäre immer schwieriger etwas zu verstehen.“

Die Zeitung schreibt auf Basis eines Berichts zur Überwachung von Impfstoffen vom 26. Mai aktuell 213 Todesfälle in zeitlicher Nähe zu Pfizer Impfungen bekannt wären. Dieser Bericht wurde zuerst vom Fernsehsender Rete 4 ausgestrahlt. Der Bericht, auf den sich die Nachrichten beziehen ist hier im italienischen Original verlinkt. Viele weitere Medien berichteten wie hier qds.it oder 24plus

Insgesamt schon 328 Todesfälle in zeitlicher Nähe zur Impfung

Die Todesrate beträgt demnach 0,96 pro 100.000 Dosen. Todesfälle nach ModeRNA-Impfungen sollen 58 aufgetreten sein, die Rate beträgt 1,99. Bei AstraZeneca wären „nur“ 53 Todesfälle bekannt, die Rate beträgt 0,79. Nach Johnson & Johnson kam es zu vier unerwarteten Ablebensfällen, die Rate beträgt 0,79. Zum besseren Verständnis: Natürlich wurden in Italien unterschiedlich viele Menschen mit den jeweiligen Impfstoffen geimpft, somit ergeben sich auch die oben erwähnten Raten von Todesfällen in Relation zur Summe der verabreichten Impfungen. Insgesamt hätte man also eine Chance von 1:100.000 nach einer Covid-Impfung zu sterben. Das Risiko, an einer Covid-19 Erkrankung zu sterben ist je nach Altersklasse unterschiedlich, die letzte große Metastudie stammt von John Ioannidis von der Stanford Universität, der weltweit ein Todesrisiko von 0,15% nach einer Covid-19-Erkrankung ermittelte.

Was ist nun größer, der Schaden oder der Nutzen?

Eine Berechnung zur Gegenüberstellung der Risiken ist sehr schwierig, da Regierungen unsauber mit dem Zahlenmaterial umgehen und beispielsweise nicht in Erkrankte und positiv Getestete unterscheiden. Gehen wir also von den offiziellen Zahlen Italiens aus: Angeblich gab es 4.250.000 positiv getestete Fälle in Italien. In Italien werden 127.000 Todesfälle an oder mit Covid-19 angegeben. Die aktuelle Bevölkerungszahl beträgt 60,25 Millionen Menschen. Es sind also nach diesen Zahlen 0,21 Prozent der Italiener bzw. 3 Prozent der positiv Getesteten an oder mit Covid-19 gestorben. In Italien wurden bisher 29,6 Millionen Menschen einmal, 14,25 Millionen Menschen zweimal gegen die Viruserkrankung geimpft. Von 29,6 Millionen Geimpften starben also 328 an oder mit der Impfung. Die Todeschance nach der Impfung beträgt also nur 0,001 Prozent. Kalt gerechnet ist in Italien also das Risiko nach einer Impfung zu sterben tatsächlich geringer als jenes, an der Krankheit zu sterben. Ob derartige Berechnungen bei Menschenleben tatsächlich zulässig sind, ist fraglich – andere Medikamente wurden bereits nach einem Dutzend Todesfällen zurückgezogen. Ist man Angehöriger eines nach der Impfung verstorbenen Menschen, vielleicht gar eines Kindes, wird man sich von Statistiken wohl kaum trösten lassen. Es ist aber aufgrund erwähnter unsauberer Datenlage ohnehin nur ein Zahlenspiel – denn man müsste neben einer tatsächlich nachgewiesenen Erkrankung auch stets die Altersgruppen und die Vorerkrankungen mit einbeziehen.

Das Medium stellt die Frage, weshalb man jetzt gerade die Verwendung von AstraZeneca für besonders junge und besonders alte Patienten gestoppt hat, wo andere Impfstoffe eine viel schlechter Rate aufweisen.

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