„Ich schäme mich!“ – Framing, Panikmache und Spaltung: Mitarbeiter der Systemmedien packen aus

Bilder: Symbolbild Dreh via freepik / prostooleh, FakeNews via freepik

Der kritische offene Brief des SWR-Mitarbeiters Ole Skambraks hatte für viel Aufsehen gesorgt – dass er in der Folge gekündigt wurde, vermochte kaum zu überraschen. Skambraks hatte scharfe Kritik an der einseitigen Corona-Berichterstattung seines Senders geäußert. Andersdenkende werden diskreditiert, ihre Argumente ignoriert. Diskurs gibt es nicht mehr. Nun hat Skambraks ein neues Projekt gestartet: Auf der Website „meinungsvielfalt.jetzt“ kommen Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu Wort, die mit der Arbeitsweise ihres jeweiligen Senders ebenfalls alles andere als einverstanden sind.

Sinn und Zweck des Portals werden wie folgt beschrieben:

Diese Webseite zeigt, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mehr Meinungsvielfalt, Pluralität und Aus­gewogen­heit in ihren Programmen wünschen. Wir schätzen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als eine Säule unserer gesellschaftlichen Kommunikation und sind von seinen Grundsätzen und dem Programmauftrag überzeugt. Beides sehen wir in Gefahr. Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk Bestand haben möchte, muss er zu seinen Grundsätzen zurückkehren.

Tatsächlich sind auf der Website schon einige Stellungnahmen von Mitarbeitern verschiedener Sendeanstalten zu lesen. Die meisten davon wollten anonym bleiben, sodass bei vielen nur der jeweilige Sender vermerkt ist, für den die Person arbeitet – nicht einmal das Geschlecht sollte offengelegt werden. Die Angst dieser Menschen um die eigene Existenz wird dabei überdeutlich.

Panikmache und Spaltung

Die Anonymität führt aber auch dazu, dass sich die Angestellten in ihren Statements kein Blatt vor den Mund nehmen. So liest man von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin bei der ARD das Statement: „Mein Arbeitgeber trägt massiv zur Spaltung unserer Gesellschaft bei.“ Eine ausgewogene Berichterstattung sei schon lange nicht mehr gegeben, heißt es da.

Eine Mitarbeiterin des Saarländischen Rundfunks ist entsetzt über die Panikmache der Systemmedien. Sie konstatiert: „Ich bin zutiefst bestürzt über die Berichterstattung der letzten Monate! Und ich schäme mich!“ Und sie führt aus:

Warum wird nicht neutral berichtet? Warum nur Panik, Panik, Panik? Und das mittels nicht in den nötigen Zusammenhang gesetzter Zahlen, die darüber hinaus nachweislich nicht belastbar sind? Die viel gerühmte Ausgewogenheit sollte auch andere Stimmen zu Wort kommen lassen. DAS wäre unser Auftrag!

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In vielen Statements wird das massive Propagieren der Covid-Impfungen und das Negieren jeglicher Schäden durch die Vakzine thematisiert. Dabei sei doch schnell klar gewesen, „dass da etwas nicht stimmt“. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des WDR fragt: „Wie kann es sein, dass ein Tech-Gigant wie Bill Gates seine bizarren Gesundheits-Ideen für die Weltbevölkerung in unserem Fernsehen zur Hauptsendezeit uneingeschränkt verbreiten darf?“

Framing nicht nur bei Covid-19

Das narrativgesteuerte Vorgehen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist jedoch keinesfalls auf die Corona-Berichterstattung beschränkt. So erörtert ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des Bayerischen Rundfunks:

Wir benutzen Menschen, über die wir berichten, für ganz bestimmte Ziele und Zwecke, die auf den ersten Blick legitim und gut und richtig zu sein scheinen. Wenn es zum Beispiel um Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz oder gesundes Leben geht. Bis Corona war mir aber nicht bewusst, dass es sich hier um ein gesteuertes Framing handelt.

In Fortbildungen werden uns gebetsmühlenartig immer wieder die dazu erforderlichen Formeln eingedrillt, und dabei wird mit unserer Angst, Scham und Abhängigkeit ge­ar­beitet. Es ist, als hätte man ständig eine Knute im Genick.

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Dass sich dies noch „Journalismus“ nennen darf, wird zu Recht bezweifelt. Eine Mitarbeiterin der ARD hält fest:

Das ist kein Journalismus mehr, der als „Vierte Gewalt“ im Staat bezeichnet werden kann, sondern einer, der mit der Regierung eher gemeinsame Sache macht, wie mir scheint. In Artikel 5 des Grundgesetzes wird die Presse­freiheit gewährleistet und betont, dass eine Zensur nicht stattfindet. Seit Corona findet diese Zensur meiner Meinung nach statt – nur viel perfider, als ich das jemals für möglich gehalten hätte.

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Seibold: „Ich war dabei, als Beiträge gefaked wurden“

Eine sehr detaillierte Stellungnahme ist von Katrin Seibold zu lesen, die wegen ihrer kritischen Nachfragen vom ZDF gekündigt wurde. Seibold berichtete sehr offen über diese Geschehnisse und ihre Erfahrungen – etwa im Gespräch mit Schauspieler Cem Ali Gültekin im Rahmen der Aktion #allesaufdenTisch. Bei „meinungsvielfalt.jetzt“ ist unter anderem von ihr zu lesen:

Ich war dabei, als Beiträge „gefaked“ wurden. Ich habe selbst als Redakteurin in der Schlussredaktion gesessen und hätte die Inhalte der tagesaktuellen Sendung gern anders gestaltet. Letztlich braucht es aber nur den einen Chef vom Dienst, der die Macht und Möglichkeit hat, die Sendung nach seinem Gutdünken zusammenzustellen. 
[…]
Chefs vom Dienst erhalten öfter, das weiß ich aus unmittelbarer Erfahrung, einen Anruf von der Hauptredaktionsleiterin oder der Redaktionsleitung, was am Tag besonders gewünscht sei. Diese Botschaft könnte möglicherweise wiederum die Marschrichtung ihres Chefredakteurs, ihres Intendanten oder der entsprechenden Partei oder Interessenvertretung im Fernsehrat entsprechen und dieser Genüge tun wollen. So einfach kann das bei einzelnen Nachrichten sein, damit sie in eine bestimmte Richtung gehen.

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Wer noch Menschen kennt, die sich tagtäglich von den Öffentlich-Rechtlichen berieseln lassen und die Berichterstattung von ARD, ZDF, ORF und Co. für ausgewogen und richtig halten, der sollte diesen Personen diese Website empfehlen. Der streng regierungstreue Kurs der Sendeanstalten wird keinesfalls von allen Mitarbeitern mitgetragen. Leider ist bei vielen schlichtweg die Angst zu groß, ohne Arbeit und geregeltes Einkommen dazustehen: Die Machenschaften der durch die Bürger zwangsfinanzierten Sender müssten eine deutlich breitere Öffentlichkeit erreichen, damit die Verantwortlichen endlich durch Druck aus der Bevölkerung zum Umdenken gezwungen werden können.

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