Hochwasser-Katastrophe in Deutschland: „Klimawandel“ oder Politikversagen?

Symbolbild: freepik / bilanol

Auf die Corona-Propaganda folgt die Klima-Propaganda – das haben viele lange vorausgesehen. Die aktuellen Hochwasser in Deutschland, die schon jetzt nicht nur massive Sachschäden verursacht, sondern auch zahlreiche Menschenleben gekostet haben, kommen der Politik da gerade recht. „Niemand kann bezweifeln, dass diese Katastrophe mit dem Klimawandel zusammenhängt“, behauptet etwa Horst Seehofer. Ist das so?

Ein Kommentar von Vanessa Renner

Wir erleben in Deutschland kein bisher nie dagewesenes Wetterphänomen, das sich durch Steuererhöhungen und -neukreationen verhindern ließe – auch wenn Politiker das gerne so darstellen. In Wahrheit sind in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland keine kritischen Trends hinsichtlich einer Zunahme von Niederschlägen nachweisbar gewesen. Woher nimmt also ein Horst Seehofer die Kompetenz, den gebietsweisen Starkregen der letzten Tage dem Klimawandel zuzuschieben?

Eine interessante Aufstellung von Niederschlagsdaten seit 1881 in Deutschland ist beim Wetterkanal von Kachelmannwetter.com nachzulesen. Im Artikel ist außerdem der folgende Hinweis zu finden:

Wetter ist kein Klima!

Leider wird dieser Fehler selbst von vielen Politikern immer wieder gemacht. Ist es gerade besonders kalt, rufen die einen „wo denn der Klimawandel bleibt?“. Ist es gerade heiß oder noch viel lieber bei Unwettern, Stürmen oder im Januar 2019 sogar bei Schneemassen, rufen die anderen, dass natürlich der Klimawandel schuld ist! Das ist alles völliger Blödsinn, denn wenn wir von Klima sprechen, müssen wir immer mehrere Jahrzehnte betrachten. Ob ein einzelnes Wetterereignis folge einer Klimaveränderung ist, kann höchstens spekuliert werden. Man muss bei Unwettern, wie für die Temperatur oder den Niederschlag, mehrere Jahrzehnte auswerten, um Veränderungen beziehungsweise eine Zunahme festzustellen.

Massive Bebauung als Hauptursache

Für den Weg in die neue Ökodiktatur sind derartige Aussagen natürlich wenig hilfreich. Auch Hinweise auf die Faktoren, die die aktuelle Katastrophe massiv begünstigt haben, sind in Politik und Mainstream-Journaille alles andere als beliebt: Wer die Entstehung von Hochwassern nämlich mit gesundem Menschenverstand hinterfragt, dem wird schnell klar, dass wohl kaum die mit Verbrennermotoren betriebenen PKWs der deutschen Bevölkerung verantwortlich gemacht werden können.

Denn es sind nicht allein Niederschlag und Starkregen (alias „das Wetter“, oder, falsch: „das Klima“), die zu Hochwassern führen. Hochwasser entstehen dort, wo das Wasser nicht abfließen kann. Das Umweltbundesamt schreibt dazu:

Der Mensch hat auf vielfältige Weise in das Abflussgeschehen eingegriffen und das heutige Erscheinungsbild von Flüssen und Bächen massiv geprägt. Diese Maßnahmen hatten das Ziel, nah am Fluss Standorte für Wirtschaftsansiedlungen und Wohnorte zu schaffen, die Schifffahrt zu erleichtern oder Siedlungen vor Hochwasser zu schützen. Häufig konnten so auch höhere Erträge in der Landwirtschaft durch Intensivierung erreicht werden. Dies führte über langjährige Prozesse zum Verlust der natürlichen Überschwemmungsgebiete. Die Landschaft veränderte sich entscheidend. Der jahreszeitliche Rhythmus des Abflussverhaltens der Gewässer wurde gestört. Hochwasser fließen heute schneller und mit erheblich steilerer Welle ab, da die Flüsse nur wenig verzweigt und stark begradigt sind. Außerdem transportieren Hochwasser heute ein größeres Wasservolumen pro Zeiteinheit.

Problem Bodenversiegelung – Kritik unerwünscht?

Problematisch ist nicht, dass es regnet, sondern, dass das Land derartig zugebaut wurde, dass ein natürliches Abfließen der Wassermassen unmöglich geworden ist. Und das ist etwas, woran man ansetzen könnte, um derartige Katastrophen zu verhindern.

Am heutigen Freitag wurde dies sogar in einem Artikel auf dem Portal T-Online korrekt angesprochen – interessanterweise wurde der kritische Text (in dem vor allem CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet schlecht wegkam) aber nur Stunden später aus dem Netz genommen. Und das, obwohl durchaus ausreichend Rückbezüge zum gefürchteten Klimawandel darin zu lesen waren. Im Web Archive ist der Artikel „Die Flutkatastrophe verdeutlicht die Versäumnisse der Politik“ noch abrufbar.

Darin kam unter anderem ein Geograph der Ruhr-Universität Bochum zu Wort, der zu bedenken gab:

Wenn wir immer weiter Wiesen, Weiden und Äcker mit Gebäuden und Straßen versiegeln, fließt das Wasser verstärkt an der Oberfläche ab, die Gefahr von Hochwassern steigt.

Er denke dabei vor allem an die „die Neubaugebiete, Ikeas, Obis und riesigen Warenhäuser der Onlinehändler, die überall aus dem Boden zu wachsen scheinen“. Im Text wurde auch darauf hingewiesen, dass Nordrhein-Westfalen die „Königin unter den Bodenversieglern“ ist, wo bereits rund ein Viertel der Flächen für Verkehrs- oder Siedlungszwecke bebaut worden sind. Und die Bebauung geht weiter: Im Jahr 2019 seien täglich (!) etwas mehr als acht Hektar an Boden zusätzlich versiegelt worden.

Nicht nur die Wirtschaft frisst Platz: Der massive Mangel an Wohnraum, freilich befeuert durch ungehemmte Einwanderung, tut sein Übriges. Diese Probleme möchte die Politik aber nicht lösen – sie plant vielmehr, sie weiter zu verschlimmern. (Dieses Thema wurde im T-Online-Artikel selbstverständlich umschifft.)

Viel Gerede um Klimaschutz – Umweltschutz irrelevant

Auch der Leiter des Bereichs Umwelt- und Naturschutzpolitik beim NRW-Landesverband der Umweltorganisation BUND kritisierte laut T-Online, dass durch die massive Überbauung potenzielle Wasserspeicher verloren gehen. Obendrein sei der Gewässerschutz in NRW mehr als mangelhaft: Zugebaute Auen, Flussbegradigungen und -kanalisierungen sorgen ihm zufolge dafür, dass sonst ruhige Flüsse bei Starkregen zu reißenden Gewässern ansteigen.

Die Forstwirtschaft wirke sich ebenfalls verheerend auf die Situation aus. Die ökologische Funktion des Waldes rückt in Nordrhein-Westfalen nämlich stark in den Hintergrund, relevant ist für die Landesregierung nur die Holznutzung (sprich: Abholzung). Es wird zitiert:

In der Gegend um Hagen haben wir riesige Fichten-Monokulturen, wo der Borkenkäfer zugeschlagen hat, und die gerade abgeerntet worden sind. Da rauscht das Wasser so die Hänge runter, statt einzusickern, und nimmt Oberboden und Geröll noch mit.

Sozialistische Umverteilung statt Umweltschutz

Der fragliche Artikel führte die vollmundigen Versprechungen von „Klimaschutz“, den viele Bürger gemäß der Regierungspropaganda noch immer konsequent mit echtem Umweltschutz verwechseln, vortrefflich ad absurdum. Denn Armin Laschet ist einer von vielen, die dafür werben, nach ihrer Wahl das Klima und die ganze Welt retten zu wollen – in Wahrheit schert sich seine Politik aber weder um die Umwelt, noch um die Bevölkerung. Die aktuellen Hochwasser müssen als ein weiteres willkommenes Schein-Argument herhalten, um Millionen und Milliarden von Steuergeldern fließen zu lassen – zu Ungunsten derer, die sie erwirtschaftet haben. Mehr als Krokodilstränen haben Regierende für die Opfer der Katastrophe nicht übrig: Bilder von Politikern in Gummistiefeln waren seit jeher nur Wahlkampfinstrumente.

Gottfried Curio (AfD) brachte es heute auf den Punkt:

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Totschlag-Argument ‚Klimawandel‘ – und dann natürlich: menschengemachter, nach dem Motto ‚früher war alles besser‘ – zur universalen Vertuschung eigener Verantwortung gebraucht wird. Bodenversiegelung, Bebauung, uralte Abwassersysteme – lauter Baustellen der Regierung, die auf eine höchst gefährliche Untätigkeit hinweisen. Das ewige ‚Wir sind’s nicht gewesen – das CO2 war es‘ darf man dieser Regierung nicht mehr durchgehen lassen. Nötig ist – in diesem wie in vielen anderen Politikfeldern – jetzt endlich eine Orientierung an den wirklichen Problemen statt einer immer fortlaufenden wohlfeilen Bespielung einer vorgegebenen Ideologie.

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