Globale Abhängigkeiten: So viel China steckt in US-Autos

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Das Label „Made in America“ hat mittlerweile nicht mehr viel zu bedeuten. Insbesondere dann nicht, wenn es um Fahrzeuge geht. Denn fast überall findet sich inzwischen China-Technik verbaut – teilweise sogar bis zu 20 Prozent. Die ganzen Lieferketten wurden bereits unterwandert.

In den Vereinigten Staaten ist man eigentlich sehr stolz darauf, jene Katastrophe verhindert zu haben, die in Europa zu enormen Problemen führt: die Vernichtung der eigenen Autoindustrie durch eine Flut an billigen chinesischen Verbrennern und Stromern. Auf den amerikanischen Straßen mögen dank entsprechender Schutzmaßnahmen zwar kaum chinesische Autos unterwegs sein, dennoch haben Unternehmen aus dem Reich der Mitte längst schon in der US-Fahrzeugindustrie Fuß gefasst.

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf alarmierende Daten der Unternehmensberatung AlixPartners berichtet, haben die chinesischen Unternehmen längst schon unter der Motorhaube ihre Finger drin. Egal ob Airbags, Getriebe, Anlasser oder Lenksysteme: Eine wahre Flut an chinesischen Bauteilen ist in den amerikanischen Markt eingedrungen. Mehr noch: Chinesische Unternehmen sind an unglaublichen 10.000 Zulieferbetrieben im ganzen Land beteiligt.

So fährt der legendäre Ford Mustang GT mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe aus China vom Band. Toyotas Prius Plug-in-Hybrid besteht zu 15 Prozent aus chinesischen Teilen. Bei den Modellen Chevrolet Trax, Blazer EV und Equinox EV von General Motors liegt der Anteil an China-Bauteilen sogar bei satten 20 Prozent!

Zwar versuchen einige Hersteller, gegenzusteuern und auch Druck auf die Zulieferer auszuüben, doch durch die Dominanz der chinesischen Unternehmen in diesem Markt wird es schwierig, passenden Ersatz zu finden. Mindestens 40 Fahrzeugbaureihen, die in den USA verkauft werden, weisen noch immer ein extrem hohes Maß an China-Bauteilen auf. Doch ganz ohne geht es auch nicht – insbesondere was die Batterien und Computerbestandteile anbelangt. Die Volksrepublik kontrolliert nämlich den Markt für seltene Erden.

Seit nunmehr mehr als 15 Jahren nutzt Peking die Schwäche des Westens aus, um sich aggressiv immer weitere Marktanteile zu krallen. Offensichtlich mit großem Erfolg. Im Jahr 2012 schaffte es nur ein einziges chinesisches Unternehmen unter die Top 100 der globalen Autozulieferer. Bis zum Jahr 2030 sollen es bereits 22 sein. Und das auch dank der enormen Kostenvorteile infolge niedrigerer Energiepreise und Lohnkosten. Doch mit einer Initiative mehrerer republikanischer Abgeordneter soll der chinesische Einfluss noch weiter zurückgedrängt werden – und „Made in America“ bei den Autos wieder echte US-Technologie beinhalten.

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