Die Insel Riems: Hier forscht Deutschland an den tödlichsten Erregern der Welt

Bildhintergrund, Anlagen auf der Insel Riems: WikiTour / Wikimedia / CC-BY-SA 3.0

Deutschland unterhält seit 1910 ein virologisches Forschungsinstitut auf der Insel Riems in der Ostsee. Es handelt sich um eine Einrichtung der höchsten Biosicherheits-Stufe 4, die speziell hinsichtlich Tiergesundheit vom Friedrich Löffler Institut betrieben wird. Um die tödlichsten Erreger der Welt zu finden, muss man also nicht extra in dubiose Einrichtungen in Wuhan reisen, es reicht, vor der Haustüre nachzusehen.

Es gibt weltweit nicht sehr viele Einrichtungen, die sich mit Erregern der Sicherheitsstufe 4 auseinandersetzen. Eines davon ist das mittlerweile zu fraglicher Berühmtheit gekommene Institut für Virologie in Wuhan, China. Doch man muss nicht ins ferne Ausland reisen, um Viren und Bakterien zu finden, deren Ausbruch die Menschheit tatsächlich gefährden könnte. Deutschland unterhält gleich vier solche Einrichtungen und liegt zumindest auf der Liste der Wikipedia damit auf Platz 2 der Welt.

Strenge Regeln

Für ein Institut der Sicherheitsstufe 4 gelten strenge Regeln, sowohl für das dort beschäftigte Personal als auch für die baulichen Gegebenheiten. Die gesamte Insel Riems ist Sperrgebiet, zu dem nur ausgewählte Personen Zutritt haben. Das Gebiet hat eine Länge von 1.250 Metern und ist 300 Meter breit. Es handelt sich um eine der ältesten Forschungsstätten der Virologie überhaupt. Laut internationalen Berichten sollen die Sicherheitsvorkehrungen der Stufe-4-Einrichtungen vorbildlich sein.

Forschung an zahlreichen Killerviren

Die Geschichte des Ortes ist düster. Im Zweiten Weltkrieg forschte man dort an Biowaffen zur Massenvernichtung, später kontrollierten die DDR-Kommunisten die Insel. Angeblich wurden zu dieser Zeit Impfstoffe entwickelt. Heute erforscht man dort unter anderem das Coronavirus. Zu den anderen dort beheimateten Killerviren zählen FMD, ASFV, Ebola, Nipah, Rift Valley fever, BSE, Blauzungenvirus, Tollwut, Q-Fieber, Grippe, Pest, Francisella tularensis, Milzbrand und mehr.

Entwichen 2006 Vogelgrippe-Viren?

Offiziell gab es in Riems noch nie wesentliche sicherheitsrelevante Vorfälle. Im Jahr 2006 fand man auf der nahen Insel Rügen über zweitausend tote Vögel. Bei vielen der untersuchten Kadaver wurde das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen. Damals handelte es sich um ein Rätsel. Wie konnte das Virus nur nach Rügen gelangen? Sicherheitshalber wurde für Hubschrauber ein Flugverbot erlassen. Einen Zusammenhang mit der Forschungsstätte in Riems suchte man vergeblich, die Mainstream-Medien stellten freundlicherweise keine Fragen. Darüber zu spekulieren galt als Verschwörungstheorie.

Seit damals erwarteten Experten “katastrophale Pandemie”

Mit H5N1 spielen viele Forschungsstätten, der Zweck ist zumeist unklar. Im Jahr 2007 wären modifizierte menschliche Viren, in welche man Teile der tödlichen Vogelgrippe eingefügt hatte, beinahe aus einem Labor in Austin, Texas (USA) “entkommen”. Der Grund war menschliches Versagen, ein Sicherheitsprotokoll wurde nicht eingehalten. Laut “Standard” habe es damals eine Diskussion über solche Experimente gegeben. Spannend in diesem alten Artikel ist die Aussage: Bereits mehrfach haben solche Virenstämme in der Geschichte zu weltweiten Epidemien mit teils katastrophalen Auswirkungen gehabt. Nach Ansicht vieler Experten ist eine derartige Pandemie seit längerem überfällig. Das hat sich mit Ende 2019 ja geändert.

Experimente mit Mücken

Auf Riems werden beispielsweise auch Experimente mit infizierten Mücken durchgeführt. Dies dient der Untersuchung des West-Nil-Virus, des Dengue-Virus oder des Chikungunya-Virus. Dies lässt an die Forschungsinteressen von Bill Gates denken, über die wir schon mehrfach berichtet haben (Bill Gates: Möchtegern-Weltherrscher ließ Gen-Moskitos auf Publikum los). Und, tatsächlich, die Bill and Melinda Gates-Stiftung hat natürlich auch Verbindungen nach Riems.

Beispielsweise anlässlich einer Preisverleihung im Jahr 2014, wo die Direktorin der Impfstoffentwicklung der Bill & Melinda Gates Foundation, Penny Heaton, einen zwei Millionen Euro Preis der EU-Kommission an das Friedrich-Loeffler-Institut und CureVac überreichte. Bereits damals ging es um mRNA-Technologie. 2015 überwies die Gates Foundation 46 Millionen Euro an Curevac. Es ist nicht der einzige Kooperationspartner des FLI (Friedrich-Loeffler- Institut), das als Bundesforschungsinstitut (selbständige Bundesoberbehörde) aber hauptsächlich vom Steuerzahler finanziert wird.

Abschließend: Nein, wir glauben nicht an die Verschwörungstheorie, dass es keine Viren gäbe. Diese Theorie ist ohne Zweifel kurzweilig, aber logisch nicht haltbar.

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