Die Bidens und China – ein Fall für die Spionageabwehr?

Bild: Gage Skidmore from Surprise, AZ, United States of America, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons

Jüngste Berichte rund um die dubiosen China-Geschäfte von Hunter und James Biden werfen immer mehr Fragen auf. Arbeitet Joe Bidens Sohn für Peking? Oder sind die Bidens einfach nur zum billigen Ziel der chinesischen Geheimdienste geworden?

Der chinesische Einfluss auf den US-Präsidenten scheint nicht unerheblich zu sein. Dies legen immer mehr Berichte nahe, die sich mit den China-Geschäften von Joe Bidens Sohn Hunter und dem Bruder des US-amerikanischen Staatsoberhaupts, James Biden, befassen. So berichtet beispielsweise Yahoo News darüber, dass die beiden Bidens enge Beziehungen zu Chinesen pflegen, die eng mit der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) verbunden sind. Und nicht nur das, auch sind – wie aus Hunter Bidens „Laptop from Hell“ hervorgeht – sehr große Geldsummen geflossen.

Selbst bei NBC News, welches schon im Jahr 2019 über einen China-Trip im Jahr 2013 des damaligen Vizepräsidenten berichtete, bei dem dessen Sohn Hunter ebenfalls in der Air Force 2 mitfliegen durfte, berichtet der Journalist Josh Lederman, der selbst mit auf dem Flug war, über die Vorkommnisse. Da Joe Biden immer wieder Familienmitglieder auf seine offiziellen Reisen mitnahm, habe sich niemand daran gestört, dass auf diesem Trip auch Hunter mit dabei war. Lederman berichtet:

Damals war nicht bekannt, dass Hunter Biden, während er seinen Vater nach China begleitete, einen chinesischen Private-Equity-Fonds gründete, der nach Aussagen von Mitarbeitern zu dieser Zeit plante, viel Geld zu beschaffen, auch aus China. Hunter Biden hat zugegeben, dass er sich während der Reise mit Jonathan Li, einem chinesischen Banker und seinem Partner in dem Fonds, getroffen hat, obwohl sein Sprecher sagt, dass es sich um einen gesellschaftlichen Besuch handelte. Die chinesische Geschäftslizenz, die den neuen Fonds ins Leben rief, wurde von den Behörden in Shanghai 10 Tage nach der Reise ausgestellt, und Hunter Biden war Mitglied des Vorstands.

Zwar seien die von Hunter Biden erhaltenen Gelder in Höhe von 420.000 Dollar weit unter den Behauptungen von Ex-Präsident Donald Trump (dieser sagte, es seien 1,5 Milliarden Dollar gewesen) gelegen, doch wie der Schwabe so schön sagt: Die Sache hat ein „G’schmäckle“. Denn die Verbindung von Familienbusiness mit dem politischen Amt des Vaters wirft eben doch auch Fragen auf.

Insbesondere dann, wenn man – wie Helen Raleigh von The Federalist – Verbindungen zur UFWD herstellt. Die geheime chinesische Regierungsbehörde United Front Work Department kultiviert demnach ihre „Freunde“ in der Regel mit verschiedenen Taktiken. Das UFWD weiß, wie man ihnen durch übermäßige Schmeicheleien, großzügige Reisen nach China und Zugang zu hochrangigen chinesischen Regierungsbeamten das Gefühl gibt, wichtig zu sein. Bei ausländischen Wirtschaftseliten und Familien prominenter ausländischer Politiker hat das UFWD dafür gesorgt, dass sie finanziell belohnt wurden, entweder durch Bestechungsgelder oder Vorzugsbedingungen für Geschäfte. Hunter Biden dürfte ebenfalls in dessen Netz gegangen sein.

Aus den Dokumenten von Bidens „Laptop from Hell“ geht nämlich hervor, dass eine chinesische Firma, CEFC China Energy, die von Ye Jianming (einem Öl-Milliardär mit Verbindungen zur PLA) gegründet wurde und deren gemeinnütziger Flügel von Patrick Ho (einem früheren Hongkong-Minister mit dubiosen Geschäften) geleitet wurde, über einen Zeitraum von 14 Monaten in den Jahren 2017 und 2018 4,8 Millionen US-Dollar an ein von Hunter Biden kontrolliertes Investitionsvehikel zahlte. Im selben Zeitraum überwies die Firma von Hunter Biden 1,4 Millionen US-Dollar an die Beratungsfirma von James Biden. Darüber hinaus unterzeichnete Hunter Biden (der auch Anwalt ist) im September 2017, nur zwei Monate vor der Verhaftung des chinesischen Geschäftsmannes, einen Vorschussvertrag, um Ho zu vertreten, wie aus E-Mails hervorgeht, die auf seinem Laptop gefunden und von der Washington Post bestätigt wurden, wie Yahoo News weiter berichtet. Biden hat demnach im März 2018 für die Vertretung 1 Million Dollar erhalten, obwohl nicht klar ist, welche Arbeit er für Ho geleistet hat, wenn überhaupt. Gerichtsaufzeichnungen von Hos Strafverfahren zeigen keinen Hinweis darauf, dass Biden oder seine Anwaltskanzlei ihn zu der Zeit vertreten hatten.

Das Interessante laut diesem Bericht: Hunter Biden wusste offensichtlich, dass die beiden Chinesen eng mit den Geheimdiensten der Volksrepublik verbunden waren. Und auch das FBI war sich dessen bewusst, dass hier offensichtlich Einfluss aus Peking geübt wurde. Doch wie tief geht die Sache? Gibt es vielleicht genügend kompromittierendes Material, welches schlussendlich eine reale Sicherheitsbedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt? Immerhin könnte der US-Präsident um seinen Sohn zu schützen auch die Interessen des Landes hintanstellen. Und dann?

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