Auch dänische Daten zeigen: Omicron betrifft vor allem Geimpfte und Jüngere

Bild: freepik / Viktorius

Keine Gefahr für Risikogruppen, keine Gefahr für das Gesundheitssystem: Dass die Panikmache um die Omikron-Variante alles andere als gerechtfertigt scheint, zeigen nun auch neue Daten aus Dänemark, die sich mit früheren Studien aus Großbritannien und Südafrika decken. Diesen zufolge werden vor allem jüngere und gesunde Menschen von der neuen Variante von SARS-CoV2 befallen – solche also, die selbst im Fall einer symptomatischen Erkrankung fast ausnahmslos ohne Probleme mit der Infektion fertig werden.

So war der Großteil der 6.047 registrierten Fälle in Dänemark jünger als vierzig Jahre. Sollte sich dieser Trend in Verbindung mit der Verdrängung von Delta fortsetzen (was infolge der erhöhten Infektiosität wahrscheinlich ist), verliert die sogenannte Pandemie einen weiteren Hauptpfeiler ihrer angeblichen Bedrohlichkeit – weil sie sich spätestens dann von früheren milden Grippewellen nicht mehr unterscheiden lassen wird.

Quelle

Besonders aufschlussreich ist jedoch noch eine weitere Zahl der aktuellen Erhebungen: Von den Infizierten in Dänemark waren knapp 79 Prozent doppelt geimpft, fast 10 Prozent waren dreifach geimpft. Dass die Impfung das Infektionsgeschehen generell nicht zu reduzieren vermag, zeigt sich auch in der Gesamtstatistik: Obwohl 80 Prozent der dänischen Bevölkerung doppelt geimpft sind, ist die Anzahl der Infektionen seit Anfang Dezember derart gestiegen, dass eine Ausgangssperre ab Mitternacht verhängt wurde und man die Weihnachtsferien an Schulen vorzog.

Die Ausbreitung der Omicron-Variante scheint bislang überall nach einem ähnlichen Muster abzulaufen: Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten bestätigt ebenfalls, dass 72 Prozent der Erkrankten unter vierzig Jahre alt waren. Die 73 Anfang der Woche in den USA registrierten Fälle sind in derselben Altersgruppe. 79 Prozent davon waren geimpft.

Auch Dr. Catherine Smallwood vom europäischen  Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte gegenüber dem „Daily Telegraph“, dass die Omicron-Infektionen bislang in „relativ jungen, relativ gesunden und -im europäischen Kontext- bei Gruppen mit relativ hohem Impfstatus“ auftrete. Sie warnte allerdings davor, dass in den kommenden Wochen auch verstärkt ältere und anfälligere Personen infiziert werden könnten. Smallwood erklärte auch, es gebe bei der Omicron-Variante eine, im Vergleich zu früheren Wellen, höheren Anteil an Impfdurchbrüchen. Aus ihrer Sicht sei es jedoch noch zu früh, zu sagen, ob die Variante mildere Krankheitsverläufe zeige.

Davon ist aber auf Basis des bisherigen Datenmaterials auszugehen. Dr. Angelika Coetzee, die zu den ersten Entdeckerinnen der Omicron-Variante in Südafrika gehörte, verwies Ende November auf die bis dahin äußerst milden Krankheitsverläufe und zeigte sich irritiert über die aus ihrer Sicht „extremen Reaktionen“ vieler Regierungen. Insgesamt sei es für genaue Erkenntnisse über den Verlauf der Omocron-Variante noch viel zu früh, als damit politische Kurzschlusshandlungen zu begründen.

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