Spanien fehlen Wohnungen – sehr viele Wohnungen. Zwischen 2021 und 2025 kamen in Spanien rund 750.000 Haushalte mehr hinzu, als neue Wohnungen gebaut wurden. Gleichzeitig wuchs die Bevölkerung seit dem Amtsantritt von Pedro Sánchez Dank der anhaltenden Massenzuwanderung um gut drei Millionen Menschen. Sánchez will dennoch weitere legale Zuwanderungswege öffnen. Gegen die Folgen der Knappheit setzte seine sozialistisch geführte Regierung zuletzt auf Mietpreisgrenzen, längere Vertragsbindungen und noch mehr Hürden bei Räumungen.
Als Sánchez im Sommer 2018 die Regierung übernahm, lebten 46,73 Millionen Menschen in Spanien. Davon waren rund 6,32 Millionen im Ausland geboren. Acht Jahre später zählt das Land 49,80 Millionen Einwohner – gut drei Millionen mehr. Der zweite Teil der Rechnung ist noch eindrucksvoller. Am 1. Juli 2026 lebten bereits 10,29 Millionen im Ausland geborene Menschen in Spanien. Binnen acht Jahren kamen in dieser Gruppe damit knapp vier Millionen hinzu. Die Zahl der in Spanien Geborenen sank im selben Zeitraum um rund 900.000. Spaniens Bevölkerung wächst wegen der Zunahme der im Ausland Geborenen, während die Zahl der Einheimischen zurückgeht.
Der verfügbare Wohnraum wächst allerdings nicht mit der Bevölkerung mit. Im Jahr 2025 kamen laut Banco de España netto rund 240.000 Haushalte hinzu. Fertiggestellt wurden gerade einmal 92.000 neue Wohnungen. Über die Jahre 2021 bis 2025 summierte sich die Differenz auf rund 750.000 Wohnungen. Gleichzeitig nennt die Zentralbank die starken Migrationsströme der letzten Jahre ausdrücklich als einen gewichtigen Grund für die zusätzliche Nachfrage nach Miet- und Eigentumswohnungen.
Die Massenzuwanderung geht weiter
Und was machen Sánchez und seine Sozialisten? Die wollen noch mehr Ausländer ins Land holen. Ende Juni präsentierte er seinen neuen „Plan für Integration und Staatsbürgerschaft„. Kostenpunkt allein im ersten Jahr: mehr als 500 Millionen Euro. Dazu gehört eine neue Strategie für Arbeitsmigration, die ausdrücklich weitere „legale, sichere und geordnete“ Wege nach Spanien öffnen soll. Eine staatliche Agentur für „menschliche Mobilität“ ist im Zuge dieser linken Umvolkungsagenda ebenfalls geplant. Noch mehr Ausländer sollen nach Spanien kommen und die bereits bestehenden Probleme damit noch weiter verschärfen.
Doch wie Sozialisten nun mal so sind, werden Probleme nicht gelöst, sondern verwaltet. Mietpreisobergrenzen durch staatliche Referenzwerte halten zwar die Mieten im Zaum, sorgen jedoch auch dafür, dass immer weniger neue Wohnungen entstehen. Wenn Grundstücke teuer sind und auch die Errichtung von Wohnraum immer mehr Geld kostet, rechnen potentielle Investoren dreimal nach. Niemand baut Mietwohnungen, wenn sich diese finanziell einfach nicht rechnen. Und für den einfachen Spanier wird der Bau eines eigenen Hauses infolge der hohen Grundstückspreise ohnehin zu einem Traum, den er sich nicht leisten kann.
Vermieter haben stets das Nachsehen
Nicht zu vergessen: das spanische Mietrecht wurde Dank der sozialistischen Politik sehr Vermieter-unfreundlich. Stufte der Staat einen Mieter als wirtschaftlich vulnerabel ein und stellte die zuständige Verwaltung keinen Ersatzwohnraum bereit, wurde die Räumung ausgesetzt. Die Behörde hatte zwei Monate Zeit, eine Unterkunft anzubieten oder die Mietschulden zu begleichen beziehungsweise gerichtlich zu hinterlegen. Passierte auch das nicht, sollte die Verwaltung automatisch die Schuldnerposition des Mieters übernehmen. Der Mieter blieb in der Wohnung, der Vertrag lief weiter, der Eigentümer bekam sein Eigentum trotz Räumungsverfahren vorerst nicht zurück.
Mit dem Real Decreto-ley 27/2026 legte Sánchez‘ Regierung noch einmal nach. Nach fünf Jahren Vertragsdauer – bei einem Vermieter als juristischer Person nach sieben Jahren – sollte der Mietvertrag automatisch für weitere fünf beziehungsweise sieben Jahre weiterlaufen, sofern nicht rechtzeitig gekündigt wurde. Vermieter mussten sechs Monate vorher Bescheid geben. Damit war es noch nicht getan. Wollte der Eigentümer den Vertrag nach Ablauf ordnungsgemäß beenden, sollte er dem Mieter grundsätzlich mindestens zwölf Monatsmieten einer vergleichbaren Wohnung bezahlen. Ein Jahr Vergleichsmiete als Preis dafür, einen ausgelaufenen Mietvertrag nicht fortzusetzen. Für bestimmte Fälle wie einen nachgewiesenen Eigenbedarf sah das Dekret Ausnahmen vor. Lange hielten sich diese beiden Konstruktionen nicht. Der Kongress hob beide Dekrete am 2. Oktober wieder auf.
Sozialistische Elendsverwaltung
Auch in Spanien zeigen die Sozialisten, dass sie alles Andere sind, nur nicht die „Partei des kleinen Mannes“. Mit ihrer Umvolkungspolitik zerstören sie nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Bevölkerung, sondern sorgen vielmehr dafür, dass der einfache Arbeiter sich keine Wohnung mehr für seine Familie leisten kann. Sofern er angesichts solcher Lebensumstände überhaupt noch eine Familie gründen kann. Sánchez und Genossen betreiben zusehends nur mehr die Elendsverwaltung im Endstadium. Und der einfache spanische Bürger leidet.
Wie in vielen anderen europäischen Ländern auch, mutierten die selbsternannten linken „Arbeiterparteien“ zu Migrantenparteien. Das eigene Volk ist den Genossen offensichtlich nichts wert, weshalb sie den Bevölkerungsaustausch immer weiter vorantreiben. Und dann wundern sie sich, wenn die Arbeiter und Angestellten bei den Rechtsparteien eine neue politische Heimat finden, weil diese genau jene Probleme ansprechen, welche die linke Politik verursacht hat.
