Im August wurde der Beginn der Phase-eins-Studie von Modernas mRNA-Gentherapeutikum gegen das Bundibugyo-Ebolavirus vermeldet. Die EU-Kommission schätzt das Risiko des Virus für die Europäische Union als sehr gering ein. Das ändert aber nichts daran, dass die europäischen Steuerzahler die neuen experimentellen Vakzine mitfinanzieren dürfen.
Viren sind für Big Pharma seit Corona eine besonders beliebte Geldquelle. In Kanada hat kürzlich die Phase-eins-Studie von Moderna zu einem Impfstoff gegen das Bundibugyo-Ebolavirus begonnen – entwickelt auf Basis derselben mRNA-Plattform wie die Covid-19-Vakzine. Rund 80 Probanden wird das neue Mittel zunächst verabreicht.
„Dass der Impfstoffkandidat von Moderna so schnell in eine Phase-eins-Studie gelangt, ist ein wichtiger Schritt nach vorn im Kampf gegen diesen tödlichen Ausbruch“, wurde Richard Hatchett, der Geschäftsführer von CEPI, zitiert. Gemeint ist freilich der Ausbruch im Kongo.
Dennoch schließt sich hier für EU-Bürger ein Kreis, denn CEPI wird nicht zuletzt von ihnen finanziert. Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser gab jüngst auf Basis einer Antwort der EU-Kommission auf seine parlamentarische Anfrage bekannt: „Die Kommission bestätigt, dass im Rahmen von Horizon Europe 73,7 Millionen Euro für CEPI vorgesehen sind. CEPI steht für „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“ (Koalition für Innovationen zur Vorbereitung auf Epidemien) und ist eine internationale öffentlich-private Partnerschaft, die die Entwicklung von Impfstoffen gegen Epidemien und Pandemien finanziert und koordiniert. CEPI wird von Staaten, der Europäischen Kommission, philanthropischen Organisationen und privaten Unternehmen unterstützt.“
4,2 Milliarden Dollar Förderungen und Beiträge seit Gründung
Diese Unterstützung fällt dabei außerordentlich großzügig aus: „Nach eigenen Angaben hat CEPI seit seiner Gründung 2017 rund 4,2 Milliarden US-Dollar an Beiträgen und Zusagen erhalten. Rund 86 Prozent stammen aus öffentlichen Quellen. Bei den privaten und philanthropischen Geldgebern dominieren zwei Organisationen: Wellcome-Trust mit 282 Millionen US-Dollar und die Bill-& Melinda-Gates-Foundation mit 275 Millionen US-Dollar. Zusammen sind das rund 557 Millionen US-Dollar und damit fast der gesamte private und philanthropische Finanzierungsblock von insgesamt 587 Millionen US-Dollar“, erörterte der Freiheitliche.
Hauser mahnt zudem an, dass CEPI bereits 2020 die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs von Moderna mitfinanziert hat. Wie „erfolgreich“ der war, ist bekannt. „Und jetzt, 2026, ist Moderna erneut Teil des CEPI-Portfolios – diesmal beim Bundibugyo-Ebola-Impfstoff. CEPI hat dafür bis zu 50 Millionen US-Dollar zugesagt“, berichtete der Freiheitliche aus der Anfragebeantwortung.
„Nach den Erfahrungen mit Corona ist es für mich völlig unverständlich, dass wieder Geld der EU-Bürger in die Entwicklung eines Moderna-Impfstoffs fließt“, hält Hauser fest. „Die Covid-19-Impfstoffe waren eine Enttäuschung. Gleichzeitig hat Moderna mit den Covid-19-Impfstoffen enorme Milliardenumsätze und Gewinne erzielt. Nun werden erneut öffentliche Mittel für die Entwicklung eines Impfstoffs von Moderna bereitgestellt. Das muss jemand den Menschen draußen erklären.“
Ebola-Risiko für EU „sehr gering“
Zumal die EU-Kommission in der Anfragebeantwortung selbst einräumt, dass sie das Gesamtrisiko des Bundibugyo-Ebolavirus für die EU als sehr gering einstuft. Man kann also nicht einmal argumentieren, dass der Geldhahn zum Nutzen der eigenen Bürger aufgedreht wurde. In der Antwort heißt es: „Eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite, wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 17. Mai 20261 ausgerufen, führt nicht automatisch zur Feststellung einer gesundheitlichen Notlage auf Unionsebene. Die WHO erklärte auch, dass der Ausbruch die Kriterien für eine ‚pandemische Notlage‘ nicht erfülle, da das Risiko auf globaler Ebene gering sei.“
Hausers deutliches Fazit: „Das Geld der EU-Bürger ist kein Selbstbedienungsladen für die Pharmaindustrie! Nach dem Desaster der Corona-Politik brauchen wir keine neuen Blankoschecks, sondern Transparenz, nachvollziehbare wissenschaftliche Evidenz und klare Verantwortung.“ Angesichts dessen, dass für die Konsequenzen der Corona-Politik bis heute niemand die Verantwortung übernehmen möchte, ist das offenkundig noch ein weiter Weg.
