Donald Trump sagt dem kommunistischen Regime auf Kuba offen den Kampf an. Auch das US-Militär bereitet sich nun offensichtlich darauf vor, auf der verarmten Karibikinsel einzugreifen. Nur für den Fall, dass tatsächlich ein Einsatzbefehl kommt. Ist das nur eine Drohkulisse, oder folgen bald tatsächlich militärische Maßnahmen gegen das kommunistische Regime?
Es ist kein Geheimnis, dass US-Präsident Donald Trump lieber heute als morgen ein vom Kommunismus befreites Kuba sehen möchte. Unzählige Menschen sind während der letzten Jahrzehnte bereits von der Karibikinsel in die Vereinigten Staaten geflüchtet und nicht wenige von ihnen würden gerne ihren Beitrag dazu leisten, ihre alte Heimat wieder aufzubauen. Doch nicht nur die politische Rhetorik verschärft sich, auch beim US-Militär selbst geraten die Dinge offensichtlich in Bewegung.
President Trump says he does not believe the U.S. will need to use the military in Cuba, telling reporters Saturday, “Cuba and us will make a deal.”
— CBS News (@CBSNews) September 26, 2026
His comments come after CBS News reported that the Army Reserve is examining whether it can provide U.S. Southern Command with… pic.twitter.com/Ko84bZQEI6
Laut einem Bericht von CBS News hat die US Army Reserve eine interne Anfrage verschickt, in der sie wissen will, welche Verbände innerhalb von 90 bis 120 Tagen verfügbar wären. Gesucht werden demnach unter anderem Pioniere, Militärpolizei, große Logistikverbände und eine medizinische Brigade samt einem vorgeschobenen chirurgischen Team für schwere Verletzungen. Auch wenn Kuba in der Anfrage an das United States Southern Command nicht ausdrücklich erwähnt wird – dieses Regionalkommando ist für Lateinamerika und die Karibik zuständig. Und kein anderes Land in der Region steht derzeit so sehr im Fokus der US-Außenpolitik.
„Der Kommunismus auf Kuba wird fallen“
Der US-Präsident nimmt kein Blatt vor den Mund. Vor der UN-Generalversammlung bezeichnete er die kommunistisch regierte Insel als „failed state“. Der Kommunismus auf Kuba werde fallen, erklärte der US-Präsident, die Freiheit werde kommen. Die kubanische Delegation verließ während der Rede demonstrativ den Saal.
President Trump on Cuba at the UNGA:
— Daily Wire (@realDailyWire) September 22, 2026
"It's an absolutely failed state, and it will fall… Communism will never be coming to America, but freedom will be coming to Cuba." pic.twitter.com/JOPQVKD797
Dabei kämpft die karibische Inselnation schon seit langer Zeit mit massiven Problemen, die durch die andauernden US-Sanktionen noch weiter verschärft werden. Es mangelt an Treibstoff, immer wieder kommt es zu großflächigen Blackouts und die Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung gegenüber dem Regime wächst. Die kommunistische Führung musste sogar über ihren Schatten springen und privatwirtschaftliche Elemente zulassen. Denn die staatlichen Ressourcen und Möglichkeiten sind zusehends erschöpft.
Und Washington lässt zugleich immer deutlicher erkennen, dass Kuba längst nicht mehr nur als wirtschaftliches oder diplomatisches Problem betrachtet wird. Erst im Juni reiste US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nach Guantánamo Bay. Dort warnte er Havanna davor, Waffen zu beschaffen, die entweder die amerikanische Basis auf Kuba oder das US-Festland erreichen könnten. Eine solche Aufrüstung könne eine Konfrontation auslösen, die Kuba nicht überstehen werde. Hegseth stellte zugleich klar, dass das Pentagon dem Präsidenten militärische Optionen bereitstellen werde.
The U.S. Army Reserve is examining whether it can provide the military's Southern Command with police forces, medical personnel and other support units within the next four months, according to an internal Army message reviewed by CBS News.
— CBS News (@CBSNews) September 25, 2026
Though the message makes no reference… pic.twitter.com/V2bZEcxQF2
Und jetzt sucht die Army Reserve nach passenden Truppen. Doch auch wenn das noch lange nicht bedeutet, dass eine baldige Militäroperation kommt, ist die Message an Havanna deutlich. Entweder das kommunistische Regime sorgt selbst für eine politische und wirtschaftliche Öffnung und respektiert den Wunsch des eigenen Volkes nach Veränderung, oder aber man hilft nach. Doch die kommunistischen Eliten sträuben sich noch – immerhin könnten sie für ihre Brutalität und ihre fortlaufenden Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen werden. Aber wie lange wird das noch klappen?
