Elektrobusse zu unzuverlässig: Ausgerechnet New York bestellt 650 neue Verbrenner

(C) Report24/KI

Das links regierte New York ist ganz auf Klimawahn-Kurs. Ziel ist es, bis zum Jahr 2040 die komplette Busflotte der Stadt auf Stromer umzustellen. Doch weil die Elektrobusse technisch unausgereift, teuer und unzuverlässig sind, kommen erst mal neue Verbrenner her. Selbst der real existierende Klimasozialismus muss die Realitäten anerkennen.

In der Stadt New York werden insgesamt fast 5.800 Busse im öffentlichen Personennahverkehr eingesetzt. Der Großteil davon läuft dabei mit Verbrennungsmotoren. Geplant ist es, bis zum Jahr 2040 die gesamte Flotte nur mehr elektrisch zu betreiben – doch da gibt es ein Problem. Denn mit dem aktuellen Stand der Technik gibt es beispielsweise ein Reichweitenproblem. Denn vor Dienstbeginn müssen die Akkus der Busse mindestens zu 70 Prozent geladen sein und bei 30 Prozent geht es wieder zurück ins Depot. Deshalb werden diese Busse nur auf kürzeren Linien eingesetzt und können trotzdem nicht einmal zu 60 Prozent jener Zeit unterwegs sein, die eigentlich für diese Fahrzeuge vorgesehen war.

Andere Verkehrsbetriebe berichteten den Prüfern des New Yorker Rechnungshofes von ähnlichen Erfahrungen: eingeschränkte Reichweite, häufige wartungsbedingte Ausfälle und Rückrufe wegen Batterieproblemen. Der Rechnungshof warnt deshalb sogar davor, dass die ursprünglich geplante Eins-zu-eins-Ersetzung der vorhandenen Busse scheitern wird. Dann müsste die Metropolitan Transportation Authority (MTA), New Yorks große Verkehrsbehörde, mehr Fahrzeuge kaufen, um dieselbe Verkehrsleistung aufrechtzuerhalten.

Neue Erdgas-Busse statt Stromer

Die Probleme mit den Elektrobussen sind mittlerweile so gravierend, dass die MTA nun 650 neue Busse mit Verbrennungsmotoren kaufen möchte. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge, die mit komprimiertem Erdgas (CNG) laufen. Diese sollen ältere solcher Modelle ersetzen, die altersbedingt ausrangiert werden. Die eigentliche Idee, diese CNG-Busse durch elektrisch betriebene Modelle zu ersetzen, wurde damit gleich komplett verworfen. Verbrenner sind eben zuverlässiger und können auf längeren Strecken eingesetzt werden.

Mehr noch sind die elektrischen Busse auch viel teurer als jene mit Verbrennungsmotoren. So kostet ein elektrischer Gelenkbus rund 1,8 Millionen Dollar – 60 Prozent mehr als ein vergleichbarer Dieselbus. Eine Komplettumstellung der Flotte auf Stromer würde demnach rund 12 Milliarden Dollar kosten – und das auch nur dann, wenn man die komplette Flotte nur eins zu eins ersetzen würde. Angesichts der eingeschränkten Fahrzeiten jedoch müsste man wohl eher vom Doppelten ausgehen, wenn man keine Einschränkungen bei den Fahrplänen riskieren möchte.

Mehr noch sollten eigentlich mit Ende der ersten Umstellungsphase für den Gesamtplan für 2040 bereits 485 der nächsten 500 Elektrobusse ausgeliefert sein. Bis Juni 2025 war jedoch gerade einmal ein Bus angekommen. Die geplante Bestellung der folgenden Phase wurde anschließend von 1.000 auf 500 Busse halbiert. Und selbst da wird sich die Problematik mit Akkus, Reichweite, defekten Ladegeräten und Software nicht einfach so in Luft auflösen. Hinzu kommt der Umbau der Depots: Für Tausende Elektrobusse müssen Stromversorgung, Ladeinfrastruktur, Werkstätten und Sicherheitskonzepte angepasst werden.

Verlässlichkeit statt Ideologie

Am Ende zeigt auch dieses Beispiel nur auf, dass man sich Verlässlichkeit nicht durch ideologisches Wunschdenken erkaufen kann. Unzählige Menschen in der größten Stadt der Vereinigten Staaten sind auf einen funktionierenden öffentlichen Personennahverkehr angewiesen. Selbst der Leiter der Transportbehörde, Janno Lieber, musste zugeben, dass die Elektrobus-Technologie „immer noch unausgereift“ ist. Auch wenn die Gouverneurin Kathy Hochul und Bürgermeister Zohran Mamdani die Elektrifizierung vorantreiben wollen – die MTA braucht zuverlässige Busse.

Und so wird New York auch weiterhin Busse mit Verbrennungsmotoren einsetzen und das Ziel der Vollelektrisierung der gesamten Busflotte wohl weit über das Jahr 2040 hinaus verschieben müssen. Die bisherigen Stromer-Experimente zeigen die bestehenden Grenzen auf. Doch während die Transportbehörde wenigstens etwas Realitätssinn beweist, bleiben die linken Politiker New Yorks zumindest derzeit noch ideologisch ganz auf der grünen Linie.

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