Berater fährt Merz in die Parade: Linke schrecken Investoren ab, nicht die AfD

Symbolbild: KI

Die AfD wird von Systemparteien immer wieder als Risiko für die Wirtschaft dargestellt. Der Beauftragte der Bundesregierung für Investitionen hat nun allerdings in einem Interview mit dem Handelsblatt rundheraus festgestellt, dass Investoren im Ausland vielmehr von den Linken abgeschreckt werden.

Dem Investitionsberater Martin Blessing zufolge beurteilen Investoren linke Debatten über Eingriffe in Eigentumsrechte deutlich kritischer als hohe Umfragewerte der AfD. Viele Investoren würden mehr auf die Wahl in Berlin als auf die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt schauen. Dort fordert die Linkspartei die bundesweite Enteignung privater Wohnungskonzerne – keine Aussichten, die auf ausländische Geldgeber attraktiv wirken würden. Warum etwas aufbauen, wenn es einem von gierigen Linken weggenommen werden könnte?

Ähnliche sozialistische Fantasien werden wohlgemerkt in allen linken Parteien von SPD bis Grünen laut – und somit insbesondere in jenen Parteien, die behaupten, die AfD wäre eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Immerhin: Laut Blessing würden ausländische Geldgeber Deutschland positiver sehen, als man sich hierzulande selbst sehe. Deutschland gelte als politisch stabil, verfüge als einziges G7-Land über das beste Kreditrating AAA und habe eine starke Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Allerdings fährt der Berater mit seinen offenen Worten Kanzler Friedrich Merz „ziemlich in die Parade“, wie man auch beim Focus analysiert. Denn die Merz-CDU grenzt sich stärker zur AfD ab als zur Linken, die trotz Unvereinbarkeitsbeschluss gern als harmlos dargestellt wird. Das werfe aber laut Focus-Korrespondent Ulrich Reitz die Frage auf: „Wenn du jetzt die Linkspartei wie Blessing als das höhere Risiko ansiehst wie die AfD, dann stellt sich ja die Frage: Moment mal, warum soll man dann nicht mit der AfD regieren können?“

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