Wenn man denkt, der „Kampf gegen den Klimawandel“ könnte nicht noch absurdere Züge annehmen, kommen britische Forscher um die Ecke. Ihr neuester Plan: Wir schießen einfach Salzwasser in den Himmel, um die Wolken aufzuhellen und die Erde abzukühlen! Finanziert wird das auch noch mit zig Millionen an Steuergeldern.
Immer wieder kommen irgendwelche Wissenschaftler mit neuen Ideen daher, um mittels Geoingeneering die Sonneneinstrahlung auf die Erde zu reduzieren. So auch aktuell wieder in Großbritannien, wie die „The Sunday Times“ berichtet. Unter der Leitung des Wissenschaftlers Hugh Coe experimentiert ein Team an der Universität Manchester derzeit in einer dreistöckigen Hightech-Edelstahlkammer. Das Projekt kostet den britischen Steuerzahler satte 6 Millionen Pfund. Es ist Teil eines gigantischen, 57 Millionen Pfund umfassenden Programms der britischen Forschungsagentur „Aria“ (einst ins Leben gerufen von Boris Johnsons Ex-Berater Dominic Cummings).
Mit gigantischen Wassernebelkanonen – ähnlich denen, die auf Musikfestivals zur Abkühlung der feiernden Menge eingesetzt werden – soll den Plänen der Forscher zufolge quasi ein feiner Salzwassernebel in die Wolken gepumpt werden. Diese sollen dadurch künstlich „heller“ werden und so mehr Sonnenenergie zurück ins Weltall reflektieren. Begründet wird dies wie üblich mit dem angeblichen „Klima-Kollaps“, der die Welt bald schon heimsuchen würde.
Do you know what salt does to farmland-any land?
— BigOwlDream 🏴✝️🌸 (@BigOwlDream7) April 27, 2026
IT STERILISES IT-but these $cientists hope you don't know this.
"British scientists firing salt water into clouds in bold attempt to cool Earth
British scientists are planning to fire salt water into clouds in a bold attempt to…
Die Forscher suchen derzeit in ihren Laboren noch nach der „Goldlöckchen“-Größe für die Salzpartikel. Sind sie zu groß, saugen sie die Wolke leer; sind sie zu klein, passiert gar nichts. Es ist ein milliardenschweres Herumexperimentieren am globalen Ökosystem auf Basis von „Trial and Error“. Wenn der Versuch gut läuft – im kommenden Jahr will man in einem Gewächshaus proben -, sollen bereits 2028 und 2029 echte Feldversuche an der britischen Küste stattfinden.
Ziel ist es demnach, dieses „Salzwasserspray“ von der Küste aus möglichst weit in die Luft zu blasen, so dass die küstennahen Winde dieses Gemisch dann in die Höhe zu den Wolken tragen. Problematisch könnte dann allerdings sein, dass dieses Salzwasser weiter landeinwärts getragen wird, und so die Böden (Salinisation) als auch die Pflanzen (osmotischer Stress) belastet. Je großflächiger dies betrieben wird, desto umfangreicher wird auch die Gefahr einer Versalzung des Grundwassers. Nicht zu vergessen die verstärkte Korrosion durch die salzhaltige Luft und den Salzregen.
Schon 2012 musste ein geplanter Feldversuch im Bereich der solaren Geoengineering-Technologie abgesagt werden – die rechtlichen und ethischen Fragen waren schlicht zu brisant. Heute ist man da offenbar schmerzfreier. Projektleiter Coe wiegelt die Gefahren der bevorstehenden Freiluft-Experimente an der Küste ab: „Im Grunde gerät das Experiment nicht außer Kontrolle“, behauptet er, weil man ja Drohnen einsetze. Aha, „im Grunde“ also, sehr beruhigend. Denn welche Auswirkungen diese Experimente tatsächlich haben können, wissen die Forscher auch nicht. Und das alles nur für die theoretische Hoffnung auf eine regionale Abkühlung um ein paar Zehntelgrad.
