Ein gezielter Sabotageakt in Norditalien hat Ende März die Rohölversorgung für weite Teile Süddeutschlands tagelang lahmgelegt. Drei Tage lang floss kein schwarzes Gold mehr über die Alpen nach Deutschland. Nur die vorhandenen lokalen Reserven konnten einen Ausfall der Produktion von Benzin und Diesel verhindern.
Ohne lokale Vorratsreserven hätte es Ende März bzw. Anfang April im süddeutschen Raum wohl Versorgungsprobleme an den Tankstellen gegeben. Denn die Transalpine Pipeline (TAL) wurde zum Ziel eines Sabotageanschlags. Drei Tage lang floss kein Erdöl mehr über die Alpen an die Bayernoil-Raffinerien in Neustadt und Vohburg, sowie an die Miro-Raffinerie bei Karlsruhe. Letztere ist die größte Raffinerie Deutschlands und deckt rund 45 Prozent des Primärenergiebedarfs in Baden-Württemberg ab.
🚨Sprengstoffanschlag auf die Transalpine Ölleitung bei Udine zerreißt die Illusion europäischer Versorgungssicherheit.
— Anna (@AnnaDeMilanese) April 10, 2026
Wer die Röhre zwischen Triest und Ingolstadt angreift, zielt nicht auf Beton und Stahl, sondern auf das industrielle Nervenzentrum Süddeutschlands.
In einer… pic.twitter.com/OmbVNywAuE
Den Medienberichten zufolge zerstörten Unbekannte die Stromversorgung einer essenziellen Pumpstation nahe des italienischen Alpendorfes Terzo di Tolmezzo. Die lokale Polizeidienststelle in Tolmezzo bestätigte den beschädigten Strommast, die Ermittlungen laufen über die Polizeidirektion in Udine. Auch die deutschen Behörden sind alarmiert: Das Bundeskriminalamt (BKA) der Bundesrepublik steht in engem Austausch mit den italienischen Stellen. Geprüft wird unter anderem, ob es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt.
The TAL oil pipeline, connecting Italy, Austria, and Germany, has been sabotaged.
— Francesco Sassi (@Frank_Stones) April 11, 2026
As the world’s attention remains fixed on the Strait of Hormuz and on the high-stakes negotiations beginning in Islamabad, a critical energy artery in Europe has been disabled.
🧵 pic.twitter.com/xvWcWu5o9p
Angesichts dessen, dass die Bundesrepublik bereits so schon rund 36 Prozent des benötigten Diesels importiert, weil die Raffinerien im Land nicht genügend Kapazitäten aufweisen, ist dieser Sabotageakt ein Warnschuss. Wie schon bei den Anschlägen auf die Stromversorgung in Berlin und andere Teile Deutschlands, der Sabotage der Druschba-Pipeline in der Ukraine und dem versuchten Sprengstoffanschlag auf die TurkStream-Pipeline in Serbien wird damit deutlich, dass der umfassende Schutz der kritischen Energieinfrastruktur in Europa unabdingbar ist.
🇮🇹 🇩🇪 🇺🇦 ⁉️
— BeendEt (@funworker20) April 10, 2026
2. ATTACK ON OIL PIPELINE in 🇪🇺❗
In 🇮🇹 threatens
fuel supply
across SOUTHERN-🇩🇪‼️🤬https://t.co/GlA8pUSjP8
WAS IT A
POLITICALLY MOTIVATED ATTACK
INVESTIGATIONS are underway in
ITALY and GERMANY‼️
Whether
UKRAINE was INVOLVED
remains TO BE SEEN⁉️ pic.twitter.com/K2DkJn15td
Auch wenn noch nicht bekannt ist, wer hinter diesem Anschlag steckt, gibt es bereits Vermutungen. Neben ukrainischen Kräften könnten auch radikale Klimafanatiker dafür verantwortlich sein. Wahrscheinlicher ist jedoch Letzteres, zumal man die Stromversorgung ins Visier nahm, nicht jedoch die Ölversorgung selbst. Die Pipeline, die vom Adriahafen in Triest nach Österreich und Süddeutschland führt und täglich mehr als 100.000 Tonnen Öl nach Norden liefert, ist für Extremisten jeglicher Couleur ein leichtes Ziel.
