Es ist der nächste schwere Schlag für unsere ohnehin kriselnde Wirtschaft. Wladimir Putin macht ernst: Russland will sein wertvolles Flüssiggas (LNG) künftig aus Europa abziehen und stattdessen an “freundliche Staaten” in Asien liefern. Für Deutschland droht diese Entwicklung zur Katastrophe zu werden.
Die Eurokraten haben es so gewollt: Bis spätestens 2027 soll kein russisches Gas mehr nach Europa fließen. Das ideologisch aufgeladene Programm nennt sich “REPowerEU” – doch in der Realität entpuppt es sich immer mehr als beispielloses wirtschaftliches und finanzielles Eigentor. Anstatt dass Moskau unter den Sanktionen zusammenbricht, orientiert sich Russland einfach um.
Russia exported more than half of its LNG to Asia-Pacific countries for the first time last year.
— Chay Bowes (@BowesChay) February 21, 2026
The Asia-Pacific region accounted for just over 16 million tonnes, or 52% of total LNG sales. Europe received 44% (13.6 million tonnes) pic.twitter.com/x18IPZGaTA
Der russische Vizepremier Alexander Novak machte nun unmissverständlich klar: Das Gas geht künftig dorthin, wo man pragmatisch wirtschaftet. China, Indien, Thailand oder die Philippinen reiben sich bereits die Hände. Während Asien seine Wirtschaft mit langfristigen Verträgen und verlässlicher Energie befeuert, sägt Europa den Ast ab, auf dem es sitzt.
Für Deutschland ist das ein toxischer Cocktail. Die Industrie – das Rückgrat des deutschen Wohlstands – blutet bereits jetzt unter den horrenden Energiepreisen aus. Branchen wie die Chemie-, Stahl- oder Glasproduktion kämpfen ums nackte Überleben. Seit dem Aus für das günstige Pipeline-Gas durch Nord Stream müssen wir sündhaft teures LNG aus den USA oder dem Nahen Osten per Schiff importieren. Transport, Verflüssigung, Wiederverdampfung – all das treibt die Kosten in astronomische Höhen.
07.03.2026, 08:00Uhr (MEZ)
— LMA.25 (@LMA258) March 7, 2026
Russland zieht den Stecker: Rest-Lieferungen an die EU werden nach Asien umgeleitet
RU leitet ab sofort Großteil der europäischen LNG-Kontingente in lukrativere asiatische Märkte (China, Indien) um. pic.twitter.com/vvGeEz0lk1
Die Folge ist ein massiver Wettbewerbsnachteil gegenüber den USA und China. Konzerne wandern ab, der Mittelstand geht in die Knie. Wenn nun auch noch das russische LNG – das Länder wie Spanien oder Frankreich bisher noch in rauen Mengen importieren – vom europäischen Markt verschwindet, droht der nächste brutale Preisschock. Der globale LNG-Markt ist hart umkämpft. Wenn Russland Asien beliefert, müssen wir uns mit dem Rest der Welt um die verbleibenden Kapazitäten aus den USA und Katar (welches derzeit wegen der Schließung der Straße von Hormus kein Flüssiggas exportieren kann) prügeln. Das treibt die Preise weiter nach oben.
Dieser energiepolitische Blindflug gefährdet dabei sogar die Agenda der Aufrüstung. Wer Waffen, Munition und Panzer bauen will, braucht dafür gigantische Mengen an Energie für Stahl, Aluminium und Sprengstoffe. Wenn die Gaspreise durch den russischen LNG-Abzug erneut durch die Decke gehen, wird die Rüstungsproduktion schlichtweg unbezahlbar. Brüssel, Berlin, Paris und London wollen die Ukraine unterstützen, machen aber gleichzeitig die Produktion der dafür nötigen Ausrüstung unbezahlbar.
Die deutsche Wirtschaft war jahrzehntelang auf bezahlbare Energie aufgebaut. Dieser Wohlstandsgarant wurde geopfert. Während Moskau seine Märkte eiskalt und strategisch nach Asien verlagert, versucht Europa verzweifelt, seine Energieversorgung neu zu erfinden. Für Deutschland ist dieser Übergang jedoch kein “grünes Wunder”, sondern ein hochriskantes, sündhaft teures Experiment auf Kosten der Bürger und der Unternehmen des Landes.
