Panne oder Sabotage? Erst die Valero-Raffinerie, jetzt die größte Benzin-Pipeline der USA

Symbolbild (C) Report24/KI

Zuerst gab es eine Explosion in einer Raffinerie in Texas, nun gab es einen Schaden bei einer wichtigen Benzinpipeline. Sind das nur Zufälle, oder werden die Vereinigten Staaten im Zuge der geopolitischen Krisen nun zur Zielscheibe von gezielter Sabotage?

Die Colonial Pipeline – genauer gesagt “Line 1”, die größte Benzin-Pipeline der USA, die von Houston in Richtung Ostküste verläuft – steht still. Der angebliche Grund: Ein “fremder Bautrupp” habe in Paulding County, Georgia, bei Arbeiten einen Abschnitt der Leitung beschädigt. So zumindest lautet das offizielle Narrativ, das uns von den Mainstream-Medien und den Betreibern aufgetischt wird. “Line 1 ist außer Betrieb, während unser Team die Reaktions- und Reparaturmaßnahmen koordiniert”, heißt es lapidar in einer Erklärung von Colonial.

Wir sprechen hier nicht von einem kleinen, unbedeutenden Leck. Es geht um eine absolut kritische Pipeline, durch die täglich rund 1,5 Millionen Barrel Benzin gepumpt werden. Die US-Ostküste, die kaum über eigene Raffineriekapazitäten verfügt, ist auf diese Lieferungen auf Gedeih und Verderb angewiesen. Jeder längere Ausfall droht die ohnehin schon angespannte Versorgungslage massiv zu verschärfen. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem der Krieg im Iran den nationalen Durchschnittspreis für Benzin bereits auf die politisch hochbrisante Marke von 4 Dollar pro Gallone getrieben hat.

Doch betrachten wir das große Ganze, denn isolierte Ereignisse gibt es in der Geopolitik selten. Erinnern wir uns: Erst letzte Woche kam es in der gigantischen Valero-Raffinerie in Port Arthur, Texas (Gesamtkapazität: 380.000 Barrel pro Tag), zu einer schweren Explosion. Getroffen wurde ausgerechnet eine wichtige Anlage zur Dieselentschwefelung (47.000 bpd). Zwar heißt es beschwichtigend, die Anlage laufe wieder, doch jeder Ausfalltag verschärft die Lage weiter.

Erst eine der wichtigsten Raffinerien, nun die größte Pipeline des Landes. Ein Schelm, wer bei dieser Häufung von “Pannen” an bloßen Zufall oder ungeschickte Bauarbeiter denkt. Man muss sich fragen, ob diese sogenannten “Industrieunfälle” in Wahrheit die ersten Vorboten einer gezielten Sabotagekampagne auf amerikanischem Boden sind. Wir leben in einer Zeit, in der die Energieinfrastrukturen in Russland, der Ukraine und dem Nahen Osten systematisch in die Luft gejagt werden. Pipelines und Raffinerien sind längst zu legitimen Zielen in einem globalen Schattenkrieg geworden. Warum sollte dieser Krieg ausgerechnet vor den Grenzen der USA haltmachen?

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