Weil es in den Köpfen der Linken keinen linken Terror geben kann, will man den Anschlag auf das Berliner Stromnetz nun den Russen in die Schuhe schieben. “Putin wars!” – und die AfD natürlich auch noch, wer denn sonst?
Ein Kommentar von Heinz Steiner
In den sozialen Medien versucht das politische Establishment, welches sich ohnehin schon auf das Feindbild Russland eingeschossen hat, vom linken Terror abzulenken. Die “Vulkangruppe” seien gar keine Linksextremisten, sondern in Wahrheit russische Saboteure.
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, stricken Linke emsig an der Mär, hinter dem Terroranschlag in Berlin stecke der Russe.
— orlando (@orlando1678) January 5, 2026
(Link zum Text im Folgepost) pic.twitter.com/JqbDF1jxmc
Als Grundlage dieser Behauptungen wird eine via KI (Perplexity) durchgeführte Textanalyse herangezogen. Nun gut, befragt man ChatGPT oder Gemini, wird auf “szenetypischen Jargon” der Linksextremisten hingewiesen. Und als jemand, der seit vielen Jahren auch mit russischen Texten arbeitet, um Hintergrundrecherchen zu betreiben und auch von russischen Autoren (inkl. der russischen Botschaften) verfasste deutschsprachige Artikel kennt, kann ich zumindest behaupten, dass ich in dem “Bekennerschreiben” keine russische Semantik erkennen kann.
Wir sind also tatsächlich beim Framing Russland stecke hinter dem Terroranschlag in Berlin. Das Vorfeld leistet bereits Vorarbeit.
— PolitRealist (@PolitRealist) January 5, 2026
Gerade gesehen: pic.twitter.com/IZ3N7iLg3Z
Doch auch hier gilt, dass die Verbreitung bestimmter Narrative Vorrang hat. Linke sind gut (und keine Terroristen), die Russen sind böse (und führen hybride Kriegsführungsmaßnahmen durch). Beweise braucht man nicht, da man sich ohnehin faktisch schon im Krieg mit Moskau befindet.
Offenbar gibt es Menschen, die allen Ernstes behaupten, Russland stecke hinter dem Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin. pic.twitter.com/Nc1pJeDFqm
— Marcel (@ElliotStabler92) January 5, 2026
Und weil das Russen-Narrativ ja vielleicht nicht jeden überzeugt, packt man gleich noch die AfD hinzu. Diese hätte mit ihrer Anfrage zum Stromnetz ja geradezu die Steilvorlage für den Anschlag geliefert. Nun, man hätte dies auch dazu nutzen können, solchen besonders kritischen Bereichen mehr Schutz zukommen zu lassen.
Wer wusste, was diese unscheinbaren Kabel für Berlin bedeuten?
— T h o r e (@justthore) January 5, 2026
Man weiß es nicht.
Was ganz anderes: Die AfD fragte das Abgeordnetenhaus 2024 in einer kleinen Anfrage zum Stromnetz und Schwankungen im Berliner Südwesten an.#Stromausfall #StromausfallBerlin
„#Vulkangruppe„ pic.twitter.com/6tsalgjJcI
Damit verdeutlicht dieser von Linksterroristen durchgeführte Anschlag auch die Verwundbarkeit der zivilen Infrastruktur in Deutschland. Im Ernstfall genügt es, einfach nur bestimmte Leitungen zu sabotieren, um halb Deutschland tagelang in die Dunkelheit zu stürzen. Ein minimaler Einsatz mit maximaler Wirkung.
