Im kanadischen British Columbia wurden in einer Schule mehrere Menschen erschossen und etliche weitere verletzt. Beim Täter sollte es sich ursprünglich um eine “Frau in einem Kleid mit braunen Haaren” handeln. In einem späteren Statement schien der Staff Sergeant der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) allerdings plötzlich um genderneutrale Sprache bemüht. Den Namen der sogenannten “gunperson” will man nicht nennen.
In Tumbler Ridge in Kanada kamen am Dienstag mindestens neun Menschen grausam zu Tode: Bei einem mutmaßlichen Amoklauf wurden in einer Schule mindestens sieben Menschen erschossen; an einem zweiten Tatort wurden zwei weitere Tote gefunden. Mehr als zwei Dutzend weitere Menschen wurden verletzt.
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar; die Polizei hält sich bedeckt. Ursprünglich war nach einer “Frau im Kleid mit braunen Haaren” gefahndet worden. Der Staff Sergeant der Royal Canadian Mounted Police, Kris Clark, sorgte allerdings für Irritationen, als er in einem Statement von einer “gunperson” sprach, was unnatürlich und wie bemüht gender-neutrale Sprache anmutete. Der Name des oder der Verdächtigen, die offenbar nach der Tat Suizid begangen hat, soll aus Datenschutzgründen nicht bekanntgegeben werden.
Spekulationen über Transgender-Täter
In den sozialen Netzen kursierten auf Basis von Wortmeldungen von mutmaßlichen Anwohnern rasch Gerüchte, dass es sich beim Täter um einen Transgender handeln könnte. Ein Medienportal behauptet, in Kontakt mit dem Onkel des Täters gewesen zu sein: Demnach handele es sich bei dem Todesschützen um einen gewissen Jesse Strang, der sich als weiblich identifiziere. Offiziell bestätigt sind diese Informationen nicht.
Nutzer in den sozialen Netzen durchforsteten das Facebook-Profil der Mutter des mutmaßlichen Täters: Demnach ist seine Familie seit jeher waffenaffin und geht jagen, sodass Strang leichten Zugang zu Waffen hätte. Auch in einem inzwischen inaktiven YouTube-Channel von Strang, der einst von seiner Mutter auf Facebook beworben worden war, ging es um Waffen. Gerüchten zufolge könnte die Mutter eines der Opfer sein, die an einem anderen Tatort gefunden worden waren.
Die Behörden halten sich weiterhin bedeckt. Ob die Spekulationen offiziell bestätigt werden, muss sich noch zeigen. Fakt ist: Es wäre bei weitem nicht der erste Fall eines Transgenders, der zum Mörder geworden ist. Nina Krieger, Ministerin für öffentliche Sicherheit von British Columbia, bezeichnete den Angriff als „einen der schlimmsten Massenmorde in der Geschichte unserer Provinz und unseres Landes“. Die Politik äußert Beileidsbekundungen, doch die helfen den Opfern dieser Tat nicht.
