Während die USA im Nahen Osten gebunden sind: Schlägt China jetzt in Taiwan zu?

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Wird 2026 das Jahr sein, in dem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) tatsächlich den Abzug drückt? Das Ziel ist die gewaltsame Übernahme Taiwans. Diktator Xi Jinping hat es quasi als seinen Neujahrsvorsatz verkündet: Die “Wiedervereinigung” sei “unumkehrbar”.

Für Peking ist das geopolitische Chaos im Iran ein absoluter Glücksfall. Während das US-Militär im Nahen Osten und in Sachen Ukraine gebunden und völlig überdehnt ist, wittert China die historische Chance zum Angriff. Ein Drei-Fronten-Krieg für die Supermacht USA? Ein Rezept für eine Katastrophe. Und Taiwans angebliche Verbündete aus dem westlichen bzw. ostasiatischen Lager? Weder willens noch in der Lage, China aufzuhalten.

Die Experten der Asia Times bringen es auf den Punkt: Wenn der Iran-Konflikt sich über Monate hinzieht und die USA im Sumpf stecken bleiben, wird Xi Jinping zuschlagen. Die USA können schlichtweg nicht genug Truppen mobilisieren, um Taiwan zu schützen, ohne massive Verluste zu riskieren. Alles, was die Amerikaner im Iran verfeuern oder in die Ukraine pumpen, fehlt im Pazifik. Und wenn Washington nicht vorangeht, macht es niemand. Japan ist militärisch noch lange nicht so weit, einen großen Krieg allein zu führen. Und Südkorea fokussiert sich auf den Norden.

Südkoreas linker Präsident Lee Jae-myung will China nämlich um keinen Preis verärgern. Schon im Wahlkampf machte der Linkspolitiker klar, dass ihn das Schicksal Taiwans schlichtweg nicht interessiert. Typisch für linke Regierungen: Wenn es hart auf hart kommt, knicken sie vor den Diktatoren dieser Welt ein – oder unterstützen sie sogar noch, wenn sie ins ideologische Schema passen.

Berichten von Reuters zufolge ziehen die USA Patriot-Raketen und Munition aus Südkorea ab, um sie in den Persischen Golf zu verlegen. Für die Region ist dies ein brandgefährliches Spiel. Während der linke Präsident Lee die Gefahr herunterspielt und behauptet, man könne Nordkorea auch so abschrecken, wächst in Asien die Panik. Wenn Washington seine Schutzschilde abzieht, entsteht ein Vakuum – und China schaut genau hin.

Die Einschläge kommen bereits näher: Am Wochenende meldete Taiwan einen massiven Anstieg chinesischer Militärflüge. 26 Kampfjets und sieben Kriegsschiffe kreisten um die Insel. Ein klarer Test der Verteidigungslinien und ein Muskelspiel kurz vor Donald Trumps geplantem Besuch in Peking. Die entscheidenden Fragen, vor denen der Westen jetzt die Augen verschließt, lauten:

  • Kann Amerika wirklich einen Drei-Fronten-Krieg (Europa, Nahost, Asien) führen und gewinnen?
  • Werden die Verbündeten, die sich jahrzehntelang bequem unter dem US-Schutzschirm ausgeruht und ihre eigenen Armeen kaputtgespart haben, aufwachen und einen Beitrag leisten?
  • Was passiert, wenn Chinas nuklear bewaffnete Kettenhunde wie Nordkorea und Pakistan in den Konflikt eingreifen?

Es geht hier nicht nur um eine ferne Insel. Es geht hierbei auch um unseren Wohlstand. Giganten wie Apple, Google und Amazon sind fast vollständig von taiwanesischen Halbleitern abhängig. Fällt Taiwan an China, fällt unsere technologische Zukunft in die Hände der Kommunisten in Peking. Das Reich der Mitte hätte damit ein weiteres wichtiges Druckmittel gegen den Westen in der Hand.

Wir sind auf solch ein Szenario absolut nicht vorbereitet. Weder militärisch noch wirtschaftlich. Dies weiß man auch in Peking und in Pjöngjang. Doch in den europäischen Hauptstädten ziert man sich, Washington und Jerusalem beim Kampf gegen die Mullahs zu unterstützen – und spielt damit den Kommunisten in Ostasien direkt in die Hände.

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