Es sei „Gottes Plan“ gewesen: Ein Nordmazedonier schwängerte eine 13-Jährige – er erhoffte sich dadurch die fehlenden Papiere für eine Aufenthaltsgenehmigung. Das Landgericht Köln hat den Migranten nun wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt.
Der heute 31-jährige Nordmazedonier soll im Sommer 2025 regelmäßig Geschlechtsverkehr mit einer 13-Jährigen gehabt haben, die er in Leverkusen in der Drogenszene kennengelernt hatte. Sie nutzten dazu laut Staatsanwaltschaft Kabinen in der Bahnhofstoilette in Leverkusen-Opladen. Im Mai 2026 kam der gemeinsame Sohn zur Welt.
Einem Brief des Angeklagten zufolge, der zu Prozessbeginn vom Richter vorgelesen wurde, wollten der Migrant und das Mädchen angeblich eine Familie gründen. Zur Schwangerschaft schrieb er: „Es war Gottes Plan.“ Der Nordmazedonier behauptete, das Mädchen für 19-jährig gehalten zu haben. Das habe sie ihm zufolge immer wieder behauptet. Eine mit dem Fall vertraute Polizistin gab vor Gericht an, die 13-Jährige habe ein bis zwei Jahre älter ausgesehen, habe in Verhalten und Sprache aber „extrem unreif“ gewirkt.
Wie die „Welt“ unter Bezugnahme auf die „Rheinische Post“ (Paywall) berichtet, hatte der Migrant keine gültige Aufenthaltsgenehmigung: Er wollte demnach mit der Heirat einer deutschen Frau und einem in Deutschland geborenen Kind die fehlenden Papiere erlangen. In seiner Heimat saß der Nordmazedonier bereits wegen Raubes achteinhalb Jahre im Gefängnis; außerdem soll er dort eine Tochter haben.
Die 13-Jährige war zuvor von zu Hause weggelaufen und war somit schon vor der Schwangerschaft mit der Vermisstenstelle der Polizei und dem Jugendamt in Kontakt gewesen. Als die Mutter des Mädchens erfuhr, dass ihre Tochter schwanger ist, erstattete sie Strafanzeige. Nach Aussage einer Zeugin soll sie gesagt haben: „Jetzt habe ich eine rauchende, drogenabhängige, schwangere Tochter zu Hause.“ Zumindest soll die 13-Jährige inzwischen wieder zur Schule gehen. Das Verhältnis zur Mutter soll sich wieder verbessert haben.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Nordmazedonier in neun Fällen schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes begangen hat, und verurteilte ihn am vergangenen Mittwoch zu sechseinhalb Jahren Haft. Die Verteidigung hatte für eine deutlich geringere Strafe plädiert, mit dem Argument, dass der Angeklagte hätte arbeiten und für das Kind Unterhalt zahlen können. Der Richter hat das abgelehnt: „Diese Vaterschaft ergibt keine Perspektive.“